Smart Cities: Hälfte der Europäer will digitalen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen

Immerhin sechzehn Prozent der Bürger in Europa wissen nicht, welchen Nutzen ein Smart-City-Projekt für sie bringen könnte.

Das Internet of Things bietet viele neue Geschäftsmodelle, auf öffentlicher Seite mit den sogenannten Smart Cities auch viele Verbesserungen für den Bürger durch die Digitalisierung von kommunalen Prozessen.

Der amerikanische Netzwerkanbieter Juniper Networks hat gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen YouGov in einer Studie ermittelt, welche Erwartungen die 12.000 befragten Bürger in sechs europäischen Ländern an den potenziellen Nutzen von Smart Cities knüpfen – und welche Bedenken gleichzeitig noch bestehen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  • Besserer digitaler Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und Informationen wurde als wichtigster Vorteil von etwa der Hälfte der Befragten genannt (51 Prozent), gefolgt von mehr öffentlicher Sicherheit und optimierten Rettungsdiensten (42 Prozent), Services für einen bessern Lifestyle (39 Prozent) und Umweltverbesserungen (39 Prozent). Aber immerhin sechzehn Prozent der Studienteilnehmer wissen nicht, welchen Nutzen ein Smart-City-Projekt für sie bringen könnte.
  • Fast die Hälfte der Befragten nannte Interoperabilität als einen Schlüsselfaktor für den Erfolg jeder Smart City (47 Prozent). Ein gutes Drittel gab zudem Cybersecurity als wesentlichen Erfolgsfaktor an (36 Prozent). Beide Faktoren wurden damit als wichtiger eingestuft als die mobile Konnektivität (29 Prozent), internetbasierte Infrastruktur wie Cloud-Systeme (28 Prozent) oder Sensoren und vernetzte Geräte im Internet of Things (25 Prozent).
  • Etwas mehr als ein Viertel der Befragten gaben an, dass Netzbetreiber und Service Provider vor allem für die Sicherheit aller Geräte, Dienste und Daten innerhalb einer Smart Community verantwortlich sein sollten (27 Prozent). Ebenfalls ein knappes Viertel sagt, dass diese Verantwortung bei der Kommune bzw. Regierung liegen sollte (23 Prozent).
  • Als potenziell größte Herausforderungen bei der Umsetzung eines Smart-City-Projekts wurden der Datenschutz (42 Prozent) und die Daten- und Infrastruktursicherheit (40 Prozent) als die beiden wichtigsten Punkte hervorgehoben. Das wundert nicht, betrachtet man die wachsenden Sicherheitsrisiken der immer stärker miteinander vernetzten Geräte, Maschinen und Sensoren – wie erst kürzlich hier im Blog näher beleuchtet.

Weitere Befunde der Studie von Juniper Networks in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Juniper Networks

Verwandte Artikel:

Immer mehr vernetzt, immer stärker anfällig: Die Gefahren beim Internet of Things

Wie das Internet of Things das Mobil-Zeitalter beeinflusst

Smart Cities: Bereits jede fünfte Stadt hat Lösungen im Internet of Things eingeführt

Smart Home: Jeder zweite deutsche Nutzer hat Sicherheitsbedenken

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*