Immer mehr vernetzt, immer stärker anfällig: Die Gefahren beim Internet of Things

Immer mehr Geräte wie Smartphones, PCs oder Smart-TVs sind ständig online – und so rund um die Uhr eine potenzielle Zielscheibe für Hackerangriffe.

Das Internet der Dinge, Neudeutsch Internet of Things (IoT) genannt, ist aktuell einer der wichtigsten Wachstumstreiber der IT-Industrie. Schließlich verspricht die milliardenfache Vernetzung von Maschinen, Sensoren und Geräten aller Art viele neue Anwendungen und Geschäftsmodelle quer durch alle Industrien wie dem Gesundheitssektor oder der Fertigung.

Parallel zu immer stärkeren Vernetzung ist jedoch auch die Verwundbarkeit der IoT-Systeme gestiegen. Denn zum einen bietet die schiere Zahl aller Gadgets an sich bereits einen enorme Angriffsfläche. Zum anderen potenziert sich die Gefahr durch die Vernetzung untereinander noch weiter.

Zudem hängen heute viele Geräte wie etwa Smartphones, PCs oder Smartwatches ständig am Internet. Dadurch sind sie zumindest theoretisch rund um die Uhr eine potenzielle Zielscheibe für Hackerangriffe.

Fast zwei Drittel aller US-Amerikaner besitzen mindestens ein vernetztes Gadget (62 Prozent) – davon sind derzeit Smart-TVs am populärsten. Die bisher noch weniger stark verbreiteten klassischen IoT-Geräte sind dagegen noch viel häufiger „always on“ – sprachbasierte Systeme wie etwa Amazon Alexa fast 90 Prozent oder 80 Prozent aller Smart-Home-Devices.

Das bekannteste Beispiel für eine Attacke auf IoT-Systeme war das Mirai-Botnet im Jahr 2016: Die Mirai-Software hat das Internet gezielt nach Sicherheitslücken bei IoT-Geräten mit Standard-Passöwrtern gesannt – und auf diese dann Schadcode aufgespielt.

Mit insgesamt rund 500.000 infizierten IoT-Geräten starteten die Hacker im Oktober 2016 dann einen Distributed-Denial-of-Service-(DDoS)-Angriff auf Dyn, ein US-Unternehmen, das wichtige Teile der sogenannten Domain-Name-System-(DNS)-Infrastruktur des World Wide Webs kontrolliert. Dadurch waren viele namhafte Webseiten wie etwa Twitter, Netflix, Reddit und CNN zeitweise nicht erreichbar.

Viele weitere Zahlen & Fakten zu den Gefahren des Internet of Things in der folgenden Infografik – zum Vergrößern bitte zwei Mal anklicken:

Quelle: Cybersecuritydegrees

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