8 von 10 Unternehmen sehen große bis sehr Herausforderungen in der Multi-Cloud

Für Fertigungsunternehmen ist die Cloud eine wichtige Grundlage fürs IoT und Industrie 4.0 – das Management mehrerer Cloud-Provider bereitet aber Sorgen.

Das Thema Cloud Computing ist auch in Deutschland in der Breite der Unternehmen angekommen, wie kürzlich der jährlich erhobene Cloud-Monitor des ITK-Branchenverbandes Bitkom gezeigt hat: Demnach nutzen hierzulande inzwischen zwei von drei Unternehmen zumindest in Teilbereichen Cloud Computing.

Dennoch drückt die hiesige Unternehmen noch an vielen Stellen der Schuh, wenn es um den Einsatz der Cloud in der Praxis geht, vor allem bei Unternehmen der Fertigungsindustrie. Das ergab eine gestern veröffentlichte Studie, die der amerikanische Cloud-Dienstleister Rackspace gemeinsam mit dem IT-Marktbeobachter Pierre Audoin Consultants (PAC) durchgeführt hat.

Demnach sieht die Industrie einen großen Wertbeitrag von Cloud-Lösungen vor allem bei den geschäftlichen Herausforderungen Kosten- und Effizienzdruck im IT-Betrieb (78 Prozent), Erschließung neuer Kundengruppen und Märkte (74 Prozent) sowie Erschließung neuer Märkte und Regionen (71 Prozent).

Auch die Erweiterung des Produkt- und Service-Portfolios (59 Prozent) und die Erschließung neuer Geschäftspartnerschaften (56 Prozent) erleichtert die Cloud.

Allerdings sehen die Befragten zugleich enorme Herausforderungen bei der Nutzung mehrerer Cloud-Provider, der sogenannten Multi-Cloud: Das betrifft vor allem das Management der technologischen Komplexität (39 Prozent „sehr große Herausforderung /38 Prozent „große Herausforderung“), der kaufmännischen Komplexität (22 Prozent/44 Prozent), der Datenintegration (19 Prozent/40 Prozent) sowie der End-to-End-Security (19 Prozent/40 Prozent).

Da die angestrebten Multi-Cloud-Lösungen komplex sind und ihr Betrieb nicht trivial ist, nutzen (45 Prozent), planen (37 Prozent) oder diskutieren (18 Prozent) alle Befragten eine Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern.

Als sehr wichtig gelten hier Branchenwissen (90 Prozent) und Zertifizierungen (84 Prozent) des Anbieters sowie erfahrene Mitarbeiter in diesem Umfeld (62 Prozent) und nachprüfbare Expertise im Bereich Cloud-Transformation/-Betrieb (52 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Studie, für die PAC im Auftrag von Rackspace insgesamt 120 IT- und Fachbereichsverantwortlichen in deutschen und schweizerischen Unternehmen mit 250 und mehr Mitarbeitern aus dem verarbeitenden Gewerbe befragt hat, in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Rackspace/PAC

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Alle Kommentare [2]

  1. Wenn ich die Studie mit einem Bericht aus der Praxis ergänzen darf: Wenn ich derzeit mit den Chefs der IT-Abteilungen spreche, wird schnell deutlich, dass sie immer mehr Anforderungen von Fachabteilungen oder R&D bewältigen müssen. Und diese wollen immer schnellere und flexiblere Infrastrukturen und Plattformen, um ihre betrieblichen Abläufe abzubilden. Was heißt das dann für die IT Abteilung? Sie benötigen Managed Cloud Services für das ganze Handling, müssen Datenschutz-und Governance-Richtlinien einhalten, und nicht zuletzt die hohe Innovationsgeschwindigkeit des Cloud-Marktes mitgehen. Dabei darf der Überblick über die Kosten nicht verloren gehen. Parallel ist der Blick darauf zu richten, welche Lizenzen zum Beispiel im Umlauf sind und wer Zugänge und Rechte bekommt.
    Deshalb bieten wir den CIOs Unterstützung bei Managen dieser Komplexität an. Denn im Unterschied zu den großen Cloud-Anbietern, den so genannten Hyperscalern, können wir unsere Kunden als plattform-unabhängiger Anbieter durch den Cloud-Dschungel navigieren und ihre Digitalisierungsprojekte begleiten

    Frank Strecker, SVP

  2. Der guten Form halber: Frank Strecker verantwortet das Cloud-Geschäft von T-Systems. Leider wurde dies in der Titelzeile abgeschnitten.
    Viele Grüße, Alexander Schnietz, T-Systems.