WhatsApp mit 65 Milliarden Nachrichten am Tag – und in Deutschland wichtiger als Facebook

Einmal mehr zeigt sich, dass Mark Zuckerberg WhatsApp bei seinem 19-Milliarden-Dollar-Kauf in Wahrheit zum Schnäppchenpreis bekommen hat.

Er wächst und er wächst und er wächst – und nimmt dabei scheinbar mühelos jede neue Hüre: Die Rede ist vom Smartphone-Messenger WhatsApp. Im Januar verkündete die Facebok-Chef Mark Zuckerberg für seine Messaging-Tochter mit weltweit 1,5 Milliarden monatlich aktiven Nutzern einen neuen Meilenstein.

Fast noch beeindruckender sind die Nutzungszahlen: Wie Facebook Anfang Mai auf seiner Nutzerkonferenz F8 mitteilte, verschicken die User inzwischen 65 Milliarden WhatsApp-Nachrichten am Tag. Das ist mehr als doppelt so viel wie die 30 Milliarden Messages im Januar 2015:

Quelle: Statista

Und vor nicht einmal sieben Jahren – im Oktober 2011 – war es dagegen gerade mal eine schlappe Milliarde. Aber auch in anderen Metriken erweist sich einmal mehr, dass Zuckerberg WhatsApp bei seinem 19-Milliarden-Dollar-Kauf im Februar 2014 in Wahrheit zum Schnäppchenpreis bekommen hat.

Laut einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Umfrage des Marktforschers Nordlight Research zur Rolle sozialer Medien in Deutschland liegt WhatsApp klar an der Spitze: Für fast zwei Drittel der Deutschen ist der Messenger der wichtigste Social-Media-Dienst im Alltag (64 Prozent). Die WhatsApp-Mutter Facebook folgt mit 51 Prozent auf Rang zwei:

Quelle: W&V/Nordlight Research

Da kann selbst das bei Teenagern so beliebte Video-Portal YouTube, das mit 38 Prozent auf den dritten Platz kommt, nicht mithalten. Alle weitere sozialen Netzwerke wie Instagram oder Twitter sind noch deutlich weiter abgeschlagen.

Das deckt sich mit einer Anfang Mai veröffentlichten Studie des ITK-Verbandes Bitkom: Demnach verwenden neun von zehn Internet-Nutzern in Deutschland Messenger-Dienste wie WhatsApp, Facebook Messenger oder Skype (89 Prozent):

Quelle: Bitkom

Bei den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren nutzt Messenger inzwischen nahezu jeder (98 Prozent). Auch hier ist WhatsApp mit einem Nutzungsgrad von 81 Prozent der beliebteste Messenger. Fast jeder zweite Deutsche nutzt Facebook Messenger (46 Prozent), knapp ein Viertel Skype (24 Prozent).

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Alle Kommentare [2]

  1. WhatsApp ist eine Revolution. Für mich löst es SMS und MMS ab und das bedeutet, dass fast jeder Mensch auf der Welt mit einem Smartphone es benutzt. Die Vorteile für Endnutzer sind groß: keine Kosten, Gruppenchats und versenden von Bildern, Videos und anderen Formaten. Da Solche Apps ohnehin im heutigen Zeitalter der Digitalisierung an Bedeutung gewinnen, ähnlich wie beispielsweise der Online Sportwetten Markt, ist es nur logisch, dass WhatsApp in Zukunft sogar noch mehr Menschen erreichen wird. Bleibt nur zu hoffen, dass es weiterhin kostenfrei bleibt.

  2. Dass viele Leute nach dem Facebook-Skandal immer noch WhatsApp nutzen, ist doch unverständlich. Schliesslich gibt es genügend Alternativen. Einfach Threema (oder welchen sicheren Dienst auch immer) installieren und den Kontakten mitteilen, dass man WhatsApp verlassen hat. Hab‘ ich schon damals gemacht, als Facebook WhatsApp aufgekauft hat, und das hat bestens funktioniert.