Krokers RAM: Setzt auf WhatsApp statt auf Facebook, um Eure Kunden anzusprechen!

Mein Rant am Morgen: Im Mix der digitalen Kommunikationskanäle dürfte die Bedeutung von Messenger-Apps in Zukunft noch deutlich steigen – unter anderem wegen der jüngsten Änderungen von Facebook.

Es deutete sich schon durch die Zahlen in Deutschland an, wie ich erst gestern hier im Blog dargelegt habe. Und die jüngst von Mark Zuckerberg vorgelegten Quartalszahlen haben es dann noch einmal untermauert: Die weltweit mehr als zwei Milliarden Menschen umfassende Nutzerschaft verbringt weniger Zeit auf Facebook.

Ein Grund dafür war laut Zuckerberg, dass Facebook sich entschieden habe, seinen Nutzern weniger viral gehende Videos in der Chronik anzuzeigen. Eine weitere wichtige Änderung im Facebook-Algorithmus dürfte erst in den kommenden Wochen so richtig durchschlagen: So sollen Nutzer weniger Inhalte von Facebook-Seiten zu sehen bekommen – und stattdessen mehr Beiträge von Freunden.

Das schwächt vor allem die Betreiber professioneller Fan-Pages wie etwa Marken- und Medienunternehmen, weil die organische Reichweite deutlich zurückgehen dürfte – und Zuckerberg gleichzeitig darauf hofft, dass viele in Zukunft stattdessen auf gekaufte Reichweite gesponsorte Beiträge zurückgreifen werden.

Doch Unternehmen können auch Alternative für ihre Digitalkommunikation erwägen, um die Abhängigkeit von Facebook zu verringern – zumindest ein Stückweit. Denn im Gegensatz zum weltgrößten sozialen Netzwerk steigen die Nutzungszahlen von Messaging-Apps wie WhatsApp, Facebook Messenger oder Telegram weiter an.

Mehr noch: Der Anteil bei der täglichen Nutzung ist bei Messengern etwa hier in Deutschland glatt mehr als doppelt so hoch – und zudem mit deutlich höheren Reichweiten und Click-Trough-Raten (CTR) als Facebook & Co.

Die Verlagerung zumindest eines Teils der Kommunikation mit Kunden und Fans weg von Facebook hin in Richtung Messaging-Apps liegt also nahe – zumal man Nutzer dort noch viel direkter erreicht. Auch wenn man einräumen muss, dass man die Zuckerberg-Abhängigkeit durch WhatsApp und Facebook Messenger nur von der Mutter hin zu den Töchtern verlagert.

Dennoch: Im Mix der digitalen Kommunikationskanäle dürfte die Bedeutung von Messenger-Apps in Zukunft noch deutlich steigen.

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Alle Kommentare [1]

  1. Eine Nutzung von WhatsApp für geschäftliche Kommunikation verbietet sich bereits aus datenschutzrechtlichen Gründen. Dazu tritt das Verbot aus den AGB von WhatsApp, die nur private Kommunikation zulässt.
    WhatsApp für Business muss datenschutzrechtlich noch geprüft werden.