Arbeitswelt 2030: Führungskräfte uneins über Zusammenarbeit von Mensch und Maschine

Bis 2030 sollen Menschen und Maschinen auf Basis von Technologien wie AI und IoT in „Partnerschaft“ zusammenarbeiten – Chance oder Bedrohung?

Dass die digitale Transformation kurz- bis mittelfristig zu weitreichenden Veränderungen in der Arbeitswelt, der Wirtschaft, ja den gesamten westlichen Gesellschaften führen wird, zeigt sich nicht zuletzt hier im Blog: Bis heute finden sich unter dem Schlagwort „Digitalisierung“ 177 Beiträge – das ist mehr als zehn Prozent aller Veröffentlichungen seit Anfang 2010.

Bleibt die Frage, welche langfristigen Auswirkungen die Digitalisierung hat. Dieser Frage ist der amerikanische IT-Konzern Dell Technologies im Rahmen einer internationalen Studie über die Arbeitswelt im Jahr 2030 nachgegangen.

Zwar arbeiten Menschen seit Jahrtausenden mit Maschinen, aber aktuell stehen wir tatsächlich am Beginn einer ganz neuen Ära: Technologien wie künstliche Intelligenz (Artifical Intelligence, AI) oder das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) eröffnen in Verbindung mit immer leistungsfähigerer IT neue Möglichkeiten für das Verhältnis von Menschen und Maschinen.

Das amerikanische Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne hat im Auftrag von Dell für die Studie „Realizing 2030: The Next Era of Human-Machine Partnerships“ weltweit 3800 Führungskräfte befragt, wie sie diese Entwicklung einschätzen.

Wichtigster Befund: Bis 2030 sollen Menschen und Maschinen auf Basis von Technologien wie AI und IoT in einer „Partnerschaft“ zusammenarbeiten, die es erlaubt, bisherige Barrieren zu überwinden. Dabei erwarten acht von zehn Befragten erwarten, dass Menschen und Maschinen bereits in fünf Jahren als „integrierte Teams“ innerhalb ihrer Unternehmen kooperieren werden (82 Prozent).

Allerdings sind die befragten Führungskräfte dahingehend gespalten, ob diese Zukunft eher eine Chance oder eine Bedrohung darstellt:

  • 50 Prozent der Befragten waren der Auffassung, dass automatisierte Systeme Zeit frei machen, die andere Hälfte teilte dies nicht
  • Ebenfalls fast die Hälfte meinen, dass mit wachsender Abhängigkeit von der Technik die Risiken im Falle von Cyberangriffen zunehmen werden (48 Prozent) – 52 Prozent waren nicht dieser Ansicht
  • jede zweite Führungskräfte fordert klare Protokolle für den Fall, dass autonome Maschinen versagen (50 Prozent); die andere Hälfte stimmte hier nicht zu

Auch wenn die Führungskräfte in ihrer Sicht auf die Zukunft geteilter Meinung und mit Hindernissen für Veränderungen konfrontiert sind, sehen sie doch die Notwendigkeit von Veränderungen. Eine große Mehrheit der Unternehmen glaubt, dass sie trotz der Herausforderungen innerhalb von fünf Jahren auf dem richtigen Weg zur Transformation sein werden.

Innerhalb dieser Zeit halten sie es für wahrscheinlich, Folgendes zu erreichen:

  • wirksame Maßnahmen zur Cybersicherheit ergriffen zu haben: 94 Prozent
  • das Produktangebot als Service bereitzustellen: 90 Prozent
  • den Übergang zu einem Software-definierten Unternehmen abzuschließen: 89 Prozent
  • Forschung und Entwicklung als Treiber des Unternehmens zu etablieren: 85 Prozent
  • Hyper-Connected Customer Experiences mit Virtual Reality (VR) bereitzustellen: 80 Prozent
  • AI einzusetzen, um Kundenanforderungen vorwegzunehmen: 81 Prozent

Weitere Ergebnisse der Dell-Studie in der folgenden Infografik:

Quelle: Dell Technologies

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