Big Data: Fast zwei Drittel der Markenhersteller mit veralteten Daten

Von wegen Data Analytics: Einem Viertel der Markenunternehmen fehlen die nötigen Kompetenzen, um gesammelte Kundendaten richtig zu nutzen.

Big Data – also die Auswertung der immer größer werdenden Datenmengen in den Unternehmen für geschäftliche Entscheidungen bis hin zu völlig neuen Geschäftsmodellen – ist seit Jahren eines der Mega-Themen der IT.

Entsprechend abgegriffen wirkt auch die Bezeichnung von Kundendaten als neuer Währung im Geschäftsleben – zumindest auf den ersten Blick. Denn tatsächlich tun sich viele Unternehmen bei der zielgerichteten Nutzung von Daten immer noch schwer.

Das jedenfalls lässt eine kürzlich veröffentlichte Studie vermuten, die das US-Marktforschungshaus Vanson Bourne im Auftrag des amerikanischen Anbieters von Software zur Datenauswertung Sitecore durchgeführt hat.

Die Studie belegt, dass vor allem Markenhersteller unter Druck stehen, datengesteuertes Marketing zu betreiben. Fast neun von zehn Marken messen der Personalisierung einen hohen Stellenwert bei (86 Prozent) – sie haben jedoch Probleme bei der Verwaltung und Analyse von Kundendaten.

Überwältigende 95 Prozent der befragten Verbraucher sind der Meinung, dass es schlechte Personalisierung gibt. Als Beispiele nennen Marken, dass sie:

  • veraltete Daten verwenden (63 Prozent in Deutschland, 59 Prozent weltweit)
  • falsche Kundendaten verwenden (60 Prozent in Deutschland, 57 Prozent weltweit)
  • Annahmen über die Wünsche der Kunden von einzelnen Interaktionen ableiten (48 Prozent in Deutschland, 54 Prozent weltweit)

Für Marken sind schlecht personalisierte digitale Erlebnisse häufig das Ergebnis einer Datenflut und der damit verbundenen komplexen Verwaltung. Die Marken sammeln ihren Angaben zufolge im Durchschnitt acht verschiedene Arten von Daten über Online-Kunden, angefangen bei Transaktionsdaten bis hin zu Einblicken in Verhalten und Trends.

Dennoch gibt ein Viertel der befragten Markenhersteller an, dass die nötigen Kompetenzen fehlen, um die gesammelten Daten richtig zu nutzen oder zu analysieren (26 Prozent). Und 28 Prozent haben nicht die Möglichkeit, gesammelte Daten zu integrieren. Mehr noch: Gerade einmal acht Prozent können Online-Daten auf Ebene des Individuums (anstatt des Verbrauchersegments) sammeln.

Weitere Zahlen & Fakten der Sitecore-Studie in der folgenden Infografik:

Quelle: Sitecore

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