Bei 9 von 10 Unternehmen rentieren sich Investitionen in Public Cloud nach einem Jahr

Fast siebzig Prozent aller Unternehmen investieren bereits mehr als ein Viertel ihrer gesamten IT-Budgets in Cloud Computing.

Cloud Computing boomt – in Deutschland mittlerweile ebenso wie im Rest der westlichen Welt. Wichtiger Antriebsmotor dafür sind die digitale Transformation und das Internet of Things, die wesentlich auf Cloud-basierten Anwendungen im Internet basieren.

Der europäische Rechenzentrums-Dienstleister Interxion mit Hauptsitz im niederländischen Schiphol ist kürzlich der Frage nachgegangen, was die Cloud die Unternehmen kostet und welches Cloud-­Modell macht sich am ehesten bezahlt macht. Dazu haben die Marktforscher von Research in Action (RIA) im Auftrag von Interxion mehr als 500 IT-­Entscheidern mit Budgetverantwortung in deutschen Unternehmen verschiedener Branchen befragt.

Schließlich können Firmen Cloud-Anwendungen gleich auf mehreren Wegen nutzen: Entweder als Private Cloud auf firmeneigenen Server-Kapazitäten, als private Cloud-Anwendungen in outgesourcten, also von IT-Dienstleistern betriebenen Rechenzentren, oder schließlich als Public Cloud – das sind angemietete Anwendungen, die ohne eigene Hardware komplett via öffentlichem Internet bezogen werden.

Das Ergebnis: Investitionen in Public-Cloud-­Dienste rentieren sich laut der Studie in fast neun von zehn Fällen bereits innerhalb des ersten Jahres (87 Prozent). Bei outgesourctem Rechenzentren schafft es immerhin noch fast jedes zweite Unternehmen, alle anfänglichen Aufwendungen innerhalb des ersten Jahres zu decken (49 Prozent). Nach zwei Jahren haben dann fast alle Unternehmen ihre Ausgaben wieder hereingeholt (96 Prozent).

Am längsten dauert der Return on Investment – wenig verwunderlich – bei der Private Cloud im eigenen Rechenzentrum: Sie rechnen sich bei neun von zehn Befragten nach spätestens vier Jahren (91 Prozent). Nach zwei Jahren liegt die Amortisierungsrate dort immerhin auch bei knapp der Hälfte .

Spannend auch, welchen Anteil an den gesamten IT-Ausgaben die Unternehmen inzwischen in die Cloud stecken: Laut der Studie investieren fast siebzig Prozent aller Unternehmen mehr als ein Viertel ihrer IT-Budgets in Cloud Computing.

Weitere Zahlen & Fakten zu den Kosten der Cloud bei deutschen Unternehmen in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Interxion

Verwandte Artikel:

Cloud-Speicher: Microsoft OneDrive vor Dropbox und Google Drive

Cloud in Deutschland: Von 2,8 Milliarden Euro 2015 auf 9 Milliarden Euro 2020

Cloud in Deutschland: von 23 Prozent der IT-Ausgaben 2013 auf knapp die Hälfte 2020

Digitalisierung, Cloud, Big Data: Die IT-Trends 2017

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Alle Kommentare [1]

  1. Aus meiner Sicht „verschleiert“ der Bericht, welche Dienste ausgelagert wurden. Diese Pauschalisierung erweckt für technisch weniger erfahrene Entscheider den Eindruckt, dass die Cloud Grundsätzlich günstiger ist. Handelt es sich bei den so genannten Diensten um Web Anwendungen, Mailsysteme oder ähnliche Systeme mag die Aussage stimmen. Jedoch kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass „reine“ FileServer oder RDS Infrastrukturen ein so großes Maß an Planungs- und Testaufwand bedeuten (bis hin zum Roleback zur OnPrem Lösung), das in keiner Akzeptablen Zeit rentabel werden kann.