Krokers RAM: Big Data kommt massiv – aber wo bleiben die datengetriebenen Geschäftsmodelle?

Mein Rant am Morgen: In der kommenden Dekade tritt die Wirtschaft in ein regelrechtes Datenzeitalter ein – die Unternehmen sollten jetzt mir eigenen datenbasierten Geschäftsmodellen loslegen.

Big Data kommt, und zwar massiv – und sage keiner, er habe es nicht gewusst: Trotz des bisher schon zu verzeichnenden explosionsartigen Datenwachstums stehen wir erst ganz am Anfang eines regelrechten Datenzeitalters: Bis 2025 werden sich die Datenmengen gegenüber dem heutigen Niveau glatt verzehnfachen, wie ich Anfang der Woche dargelegt habe.

Mehr noch: zeichnet sich eine wichtige Verlagerung bei den Datenquellen ab: Bis 2025 wird ein Großteil der Daten nicht wie bisher von Privatnutzern (70 Prozent) generiert, sondern von Unternehmen, deren Anteil bis dahin auf 60 Prozent anwächst.

Anders ausgedrückt: Es sind vor allem Unternehmen mit ihren immer stärker vernetzten Geräte, Maschinen, Autos und Sensoren allenthalben, die für eine immer weiter anschwellende Datenflut sorgen.

Was bisher jedoch fehlt: Wo bleiben die datengetriebenen Geschäftsmodelle, die die inzwischen auf Zettabyte-Niveau liegenden Daten durchforsten, aufbereiten und gewinnbringend vermarkten? Die im Internet of Things vernetzten Maschinen, Fuhrparks, Gebäude und sonstigen Geräte liefern die Daten ja ohnehin – es muss sie nur jemand auswerten und nutzbar machen.

Gewiss, IT-Konzerne wie IBM oder SAP werben bereits heute mit ihren Hochleistungs-Datenbanken in Verbindung mit gigantischer Rechen- und Analyse-Power und versprechen mit Watson und Hana erste Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz.

Doch warum preschen die Anwenderunternehmen nicht selber beherzter vor? Schließlich sind es ihre Daten – je eher sie sich diese zunutze machen, desto schneller können sie von neuen Geschäften profitieren. Ach ja: Genau das ist Kernbestandteil der vielbeschworenen digitalen Transformation.

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