Krokers RAM: Das Smartphone-Duopol verhindert Innovationen

Mein Rant am Morgen: Wegen des Duopols aus Android und iOS versinken die Smartphone-Hersteller in einem Meer der Monotonie. Es wird Zeit, das ein neuer Wettbewerber ins Spiel kommt, der den Markt völlig umkrempelt.

Heute vor einer Woche habe ich die nackten Zahlen hier im Blog behandelt: Demnach ist im Smartphone-Geschäft der Krieg der Plattformen vorbei. Den Markt teilen sich – mehr oder weniger einträchtig nebeneinander – das große Heer der auf dem Google-Mobilsystem Android aufsetzenden Anbieter, plus Apple mit seinem iPhone in der mit einem Anteil von 15 Prozent gar nicht mal so kleinen Premium-Nische obendrauf.

Ein waschechtes Duopol also – mit entsprechend negativen Folgen für die Kunden, wie fast zeitgleich auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zu beobachten war: Zwar machte dort der wieder ins Smartphone-Segment drängende einstige Handy-Primus Nokia von sich reden.

Doch gerade der Hype um die Finnen mit einer modernisierten und aufgehübschten Neuauflage des einstigen Megasellers 3310 war in Wahrheit vor allem eins: Ein Ausdruck der Sehnsucht von Kunden und Marktbeobachtern nach irgendetwas Neuem, etwas auch nur ansatzweise Aufregendem. Da kam die Phönix-aus-der-Asche-Geschichte des erst arroganten und dann tief gefallenen Ex-Weltmarktführers gerade recht.

Denn von Nokia abgesehen zeigte der MWC vor allem eins ganz deutlich: Die Branche der Smartphone-Hersteller steckt in einem regelrechten Innovations-Dilemma. Ob Samsung, LG, Huawei oder Lenovo – die Armada der in Kataloniens Hauptstadt angetretenen Giganten versank regelrecht in einem Meer der Monotonie.

Auch Apple – die Kalifornier meiden Branchentreffs wie den MWC traditionell – zehrt aktuell nur noch von seiner Vergangenheit. Und den Erwartungen und Hoffnungen der treuen Apfel-Jünger auf das Jubiläums-Gerät zehn Jahre nach der Präsentation des Ur-iPhone durch Ikone Steve Jobs im Jahr 2007.

All dies beweist eindrücklich: Das Smartphone-Duopol ist schlecht für den Verbrauchern – denn es verhindert Innovationen. Es wird Zeit, das ein neuer Wettbewerber ins Spiel kommt, der den Markt völlig umkrempelt. Eben so, wie vor einer Dekade Steve Jobs.

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