IT-Sicherheit: Status Quo bei Schadsoftware 2017

Erpressersoftware – auch Ransomware genannt – ist inzwischen die meistgenutzte Angriffsmethode auf Firmen in Europa und Nordamerika.

Der amerikanische IT-Sicherheitsanbieter Malwarebytes aus Santa Clara in Kalifornien hat in einem Report die größten Schadsoftware-Bedrohungen des vergangenen Jahres analysiert – und daraus den Status Quo der Malware 2017 zusammengefasst.

Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Verschiebung der eingesetzten Malware-Methoden im Vergleich zu vorhergehenden Jahren: So haben sich vor allem die Sicherheitsbedrohungen durch Ransomware, Werbebetrug (Ad Fraud) und Botnetze drastisch weiterentwickelt und zeigten 2016 messbare Relevanz.

Schon im vergangenen Oktober habe ich hier im Blog über Ransomware berichtet, ein zusammengezogener Begriff aus „Ransom“ – Englisch für Lösegeld – sowie Software. Seinerzeit waren bereits vier von zehn Unternehmen weltweit von Ransomware betroffen.

Jetzt haben die Kalifornier die zwischen Juni und November angefallenen Daten von Windows- oder Android-basierten Geräten in über 200 Ländern analysiert, die Malwarebytes installiert hatten. Innerhalb dieses sechsmonatigen Untersuchungszeitraums wurden nahezu eine Million Malware-Fälle gemeldet.

Laut der Analyse stieg die Verbreitung von Ransomware zwischen Januar und November 2016 um 267 Prozent an. Damit ist derartige Erpressersoftware mittlerweile die meistgenutzten Angriffsmethode auf Unternehmen, speziell in den Regionen Europa und Nordamerika.

Ransomware machte 12,3 Prozent aller Bedrohungen für Unternehmen aus, allerdings nur 1,8 Prozent bei Privatanwendern. 81 Prozent der Ransomware-Angriffe wurden im Unternehmensumfeld in Nordamerika entdeckt. Im Vergleich zu Nordamerika wurde Europa jedoch 20 Prozent öfter mit Malware infiziert und über 17-mal mehr als die gesamte Region Ozeanien.

Bei Botnetzen hat Malwarebytes im letzten Jahr eine neue Nutzungsart festgestellt, die direkt auf den Bereich Internet of Things (IoT) abzielt und Geräte aus dem IoT-Universum infizieren und beeinträchtigen. So stieg etwa allein in Deutschland stieg die Anzahl von Botnetz-Fällen um 550 Prozent im Vergleich zu 2015.

Weitere Daten & Fakten zum Status Quo bei Schadsoftware 2017 in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Malwarebytes

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