Die Streaming-Revolution, Teil 2: Umsatz-Verdopplung bis 2020

Dank Spotify, Apple Music & Co. soll die seit fast zwei Dekaden schrumpfende globale Musikindustrie in den kommenden Jahren wieder wachsen.

Dass die Streaming-Revolution von Internet-Musikdiensten wie Spotify, Pandora und auch Apple Music den jahrelangen Umsatzschwund zumindest in den USA stoppen konnte, habe ich erst im vergangenen Dezember hier im Blog analysiert.

Laut jüngst in der britischen „Financial Times“ veröffentlichten Zahlen prognostiziert die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs in den kommenden Jahren aber sogar noch mehr – nämlich eine regelrechte Erholung der seit fast zwei Dekaden von Umsatzeinbußen geplagten globalen Musikindustrie:

Quelle: Financial Times

Demnach sollen sich die allein die Erlöse der Streaming-Dienste zwischen heute und dem Jahr 2020 verdoppeln. Bis Ende der nächsten Dekade könnten die Umsätze mit physikalischen Tonträgern wie CDs fast völlig zugunsten digitaler Umsätze verschwinden – und der gesamte Umsatz wieder von derzeit knapp 20 Milliarden Dollar Richtung 30 Milliarden Dollar steigen.

Spätestens dann sollte auch wieder mehr Geld bei den Musikern (respektive den Rechte-Inhabern) hängenbleiben: denn einstweilen sind die Erlöse je Stream – abhängig davon, ob es sich um werbefinanzierte oder Abo-Modelle etwa bei Spotify oder Pandora handelt – noch echte Kleckerbeträge:

Quelle: Financial Times

Selbst bei Apple benötigt ein Musiker noch fast 100 Stream-Abrufe, um einen Dollar zu verdienen; bei dem kostenlosen – und dafür per Werbung finanzierten Spotify-Dienst sind es sogar fast 600 Streams.

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