85 Prozent der CIOs sagen: Deutsche Firmen unterschätzen Gefahr von Cyber-Angriffen

Mehr als jeder zweite Unternehmenschef in Deutschland verharmlost Cyber-Attacken. Nur 15 Prozent der Firmen ist nicht zu sorglos bei der IT-Sicherheit.

Nach Ansicht von 85 Prozent der IT-Entscheider in Deutschland gehen hiesige Unternehmen zu sorglos mit dem Thema Cyber-Angriffe um. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Beratungsunternehmens Sopra Steria Consulting.

Vor allem die Unternehmensleitungen sind in den Augen der CIOs zu nachlässig: Demnach schätzt mehr als jeder zweite Vorstand und Geschäftsführer die Gefahren von Cyber-Attacken als zu harmlos an (54 Prozent). Mehr noch: Jeder vierte Chef zeige diesbezüglich eine zu hohe Risikobereitschaft (27 Prozent).

Gleichzeitig beklagen fast vier von zehn IT-Entscheidern eine mangelhafte Informationspolitik: Demnach fühlen sich 38 Prozent zu wenig über kontrete Gefahren im Unternehmen informiert. Nur 15 Prozent der CIOs meint hingegen, deutsche Firmen gingen nicht zu sorglos mit dem Thema IT-Sicherheit um.

Große Lücken klaffen in den Unternehmen vor allem bei mobilen Geräten. So nutzen inzwischen in zwei Dritteln aller Firmen die Mitarbeiter Smartphones und Tablets beruflich wie privat. Doch jedes fünfte Unternehmen hat keinerlei Schutzvorkehrungen für derartige Mobilgeräte getroffen – oder kennt diese nicht einmal (19 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Studie, für die Sopra Steria Consulting im Juni und Juli dieses Jahres rund 110 IT-Entscheider aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt hat, gibt’s in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Sopra Steria Consulting

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