Wie sehr Apple das einstige Windows-Monopol von Microsoft ausgehebelt hat

Mit iPhone & iPad hat Apple sozusagen von außen die Windows-Haushalte erobert – das PC-Monopol von Microsoft hat so seine Bedeutung verloren.

Nein, Microsoft ist nicht angeschlagen und auch nicht vom Untergang bedroht – ganz im Gegenteil: Wie schon vor einem Dreivierteljahr analysiert, ist es den Redmondern in der vergangenen Dekade gelungen, seine Abhängigkeit vom Flaggschiff-Produkt Windows deutlich zu verringern.

Dadurch kann das Unternehmen dem rückläufigen PC-Marktes trotzen: Erst Ende der vergangenen Woche hat der US-Marktforscher Gartner berichtet, dass das Computergeschäft 2013 mit einem Minus von zehn Prozent den größten Einbruch in der gesamten Geschichte der PC-Industrie erlitten hat. Microsoft ist dagegen zuletzt weiter gewachsen.

Das freilich kaschiert das vielleicht größte Problem der Redmonder: Zwar können sie mithilfe ihrer Geschäftskunden-Sparten neue Umsätze generieren. Im stärker vom Endkunden getriebenen Computing-Geschäft – fasst man darin alle Geräte zusammen, also Smartphones, Tablets und PCs – spielen sie eine immer kleinere Rolle.

In der Mobil-Ära spielt Microsoft eine immer kleinere Rolle

Das habe ich erst im Dezember beim Blick auf die Mobil-Ära unter der Überschrift: „Die wachsende Irrelevanz von Microsoft“ beschrieben: Als Beleg diente seinerzeit der Microsoft-Anteil aller ans Internet angeschlossenen Geräte, der zwischen 2009 und 2013 von gut 90 Prozent auf unter 25 Prozent abgesackt ist.

Die amerikanische US-Investmentbank Morgan Stanley hat nun einen alternativen Blickwinkel auf ebenjenes Faktum geworfen. Und zwar haben die Analysten den Anteil von Windows-Nutzer hochgerechnet, die gleichzeitig auch Apple-Produkte einsetzen – was im Zeitalter von iPhone (eingeführt 2007) und iPad (Start Anfang 2010) ja keine Seltenheit mehr ist.

Das Ergebnis: Zwischen 2010 und heute ist der Anteil der Apple-Produkte in Windows-Haushalten regelrecht explodiert – von unter 30 auf nunmehr gut 70 Prozent. Oder anders ausgedrückt: Apple ist es gelungen, das einstige Windows-Monopol auszuhebeln, und zwar gewissermaßen von außen durch seine neuen Mobil-Geräte.



Quelle: Morgan Stanley/Business Insider

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Alle Kommentare [1]

  1. Monopole sind stets vorrübergehend – am Ende setzt sich die Vielfalt durch. Und das ist gut so!