Infografik: Die Gründe für den Kurseinbruch bei Apple

Die wichtigsten Kennzahlen der iPhone- und iPad-Company im Ende Dezember abgelaufenen ersten Geschäftsquartal 2013.

Heute der dritte Teil meiner Rückblicksserie auf die aktuelle Berichtssaison in den USA (Teil 1: Ebay, Teil 2: Google). Vor zwei Wochen – am Abend des 23.1. – die vielleicht meistbeachtete Bilanz überhaupt, als mit Apple der weltgrößte IT-Konzern seine Zahlen für das Weihnachtsquartal vorgelegt hat. Die wichtigsten Kennzahlen für den Zeitraum zwischen Oktober und Dezember: Umsatz 54,4 Milliarden Dollar (+18 Prozent), Gewinn 13,1 Milliarden Dollar (+/- 0 Prozent), iPhones 47,8 Millionen (+29%), iPads 22,9 Millionen (+49%).

Trotz eines Rekordumsatzes und den Rekord-Absatzzahlen beim iPhone und iPad hat Apple damit die Erwartungen der Börse enttäuscht. Nicht nur, dass der Quartalsgewinn auf Vorjahresniveau stagniert – ein Indiz für wachsenden Kostendruck durch die Konkurrenz. Sowie dafür, dass eine nicht unbeträchtliche Zahl von Kunden statt zum großen iPad lieber zum günstigeren und weniger gewinnträchtigen iPad Mini gegriffen hat (Apple hat keine individuellen Zahlen veröffentlicht).

Auch insgesamt scheinen die gigantischen Wachstumsraten deutlich jenseits der Zwanzig-Prozent-Marke erst einmal vorbei zu sein. Kaum verwunderlich also, dass die Anleger verschnupft reagierten und die Apple-Aktie am Abend der Zahlen-Veröffentlichung nachbörslich um zehn Prozent abstraften, ein Minus beim Börsenwert um satte 50 Milliarden Dollar.

Inzwischen mehren sich gar Befürchtungen, Apple habe sein sonst so reibungslos und durchorchestriert funktionierende Lieferkette nicht mehr richtig im Griff. Der Konzern braucht mehr denn je einen neuen Wachstumsmotor für sein Geschäft. Vom Allzeithoch bei gut 705 Dollar Mitte September ist die Aktie mit Kursen um 440 Dollar inzwischen jedenfalls fast 40 Prozent entfernt.



Quelle: Dan Frommer/SplatF

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