Browser-Markt: Internet Explorer legt erstmals wieder zu; Firefox und Chrome sinken

Zumindest laut den Zahlen eines US-Marktforschers hat sich der Browser aus dem Hause Microsoft jüngst stabilisiert. Die Zahlen widersprechen jedoch anderen Erhebungen.

Laut eines vorgestern bei dem renommierten US-Technologieportal ZDNet veröffentlichten Beitrags hat bei der Browser-Nutzung auf herkömmlichen Laptops und PCs eine zwar nur geringe, aber dennoch interessante Trendumkehr stattgefunden: Binnen eines Jahres hat die Nutzung des lange Zeit rückläufigen Internet Explorers von Microsoft wieder angezogen; dagegen waren die Hauptangreifer Firefox und Chrome erstmals seit langem wieder rückläufig.

ZDNet-Autor Ed Bott beruft sich dabei auf Zahlen des amerikanischen Marktforschungshauses Net Market Share, wonach der Internet Explorer von unter 53 Prozent im November 2011 auf zuletzt fast 55 Prozent stieg. Im gleichen Zeitraum fielen Firefox von gut 22 auf nunmehr 20,5 sowie Chrome von 18,2 auf 17,2 Prozent.

Quelle: ZDNet/NetMarketShare

Bott erklärt damit die früher vielbeschworenen “Browser-Kriege” für beendet; weil Nutzer zumindest auf herkömmlichen Windows-Computern nicht mehr ihre Internet-Software änderten. Dies unter anderem deswegen, weil Microsoft in der jüngsten Version seines Browsers Internet Explorer 10 das Gros der Fehler beseitigt habe, die früher die Nutzer in Scharen in die Arme von Firefox und Google getrieben habe.

Die Zahlen von NetMarketShare stehen freilich im starken Kontrast zu den Daten von StatCounter. Jener US-Marktforscher hat bereits im Mai die Wachablösung des Internet Explorers durch den Chrome-Browser aus dem Hause Google festgestellt. Und laut den jüngsten, über die StatCounter-Webseite abrufbaren Zahlen hat sich jener Trend – im Gegensatz zu NetMarketShare – weiter fortgesetzt.

Quelle: StatCounter Global Stats

Hauptgrund dafür dürften die unterschiedlichen Zählweisen sein. NetMarketShare misst laut eigenen Angaben den Verkehr in einem Netzwerk mit mehr als 40.000 Webseiten und berücksichtigt nur so genannte Unique Visitors, also eindeutige Besucher. Dagegen befindet sich der Code von StatCounter auf angeblich mehr als drei Millionen Webseiten; er misst jedoch Page Views, also die absoluten Seitenaufrufe, nicht eindeutige Besucher.

Bis zum finalen Urteil über eine Trendumkehr im Browser-Markt muss man daher wohl noch weitere Studien heranziehen. Und welche Software nutzen Sie zum Surfen?



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Alle Kommentare [1]

  1. Nach langer Zeit mit Mozilla Firefox bin ich im Rahmen eines Windows 8 Umstiegs auf die aktuelle Version des IE gestoßen, die mich absolut überzeugt hat. Funktionsreich, flüssig, schnell und vorallem der Start des Programms ein Traum. für mich ist der Wechsel Zurzeit klar auf den IE gefallen ;)