iPad Mini oder Air: Alle Infos zum neuen Schrumpf-Tablet von Apple

Heute Abend präsentiert der weltgrößte IT-Konzern sein neuestes Hightech-Spielzeug: Eine kleinere und leichtere Version seines Tablet-Rechners iPad. Viele Daten sind vorab durchgesickert.

(Update 23.10.2012 20:30 Uhr: Apple hat das „iPad Mini“ getaufte, mit 7,9 Zoll-Display ausgestattete und nur 7,2 Millimeter dünne Tablet soeben offiziell vorgestellt.)

Heute vor einer Woche ließ Apple nach monatelangen Gerüchten in Medien und Blogs rund um den Erdball endlich die Katze aus dem Sack: „Wir haben Euch noch ein Klein wenig mehr zu zeigen“, prangte da auf den Einladungen, die der weltgrößte IT-Konzern am vergangenen Dienstag an ausgewählte Journalisten verschickte.

Die Wortwahl mit Betonung auf etwas Kleines – im englischen Original „a little more“ – ist dabei allem Anschein nach kein Zufall: Schließlich dreht sich der Event mutmaßlich um die Präsentation des iPad Mini, einen kleineren und günstigeren Bruder des erfolgreichen Tablet-Rechners, den Apple-Gründer Steve Jobs Anfang 2010 höchstpersönlich vorgestellt hatte.

Immerhin, im Gegensatz zu jener Präsentation Anfang 2010 sind dieses Mal vorab reichlich Informationen durchgesickert. So soll das Gerät mit einer Bildschirm-Diagonalen von 7,85 Inch deutlich kleiner als die bisherigen 10-Inch-iPads sein. Zudem erwarten Marktbeobachter wie der bekannte Blogger John Gruber vom Apple-Blog „Daring Fireball“ Tablet-Rechner ohne hochauflösende Bildschirme, im Marketing-Jargon von Apple „Retina Display“ genannt.

Grubers Begründung: Apple-Ingenieure würden bei dem verkleinerten iPad vor allem Wert auf ein besonders dünnes Gerät legen. Das aber spreche gegen ein Retina-Display wie beim iPad 3 – die neueste Version hat aufgrund des hochauflösenden Bildschirms gegenüber dem Vorgänger iPad 2  bei der Dicke zugelegt.

Sogar für den Namen des neuen Geräts hat Gruber eine recht plausible Begründung parat: Da Apple beim Mini-iPad seiner Einschätzung nach vor allem Dünne und Leichtigkeit hervorheben wolle, käme eigentlich nur das Attribut Air infrage – so wie beim MacBook Air im Gegensatz zum herkömmlichen Apple-Laptop. Er betrachtet daher iPad Air (nicht iPad Mini) als wahrscheinlichste Bezeichnung des jüngsten Apple-Ablegers.

Quelle: Bitkom

Ob iPad Air oder Mini – auch beim Preis sind die Schätzungen für das Schrumpf-Tablet noch uneins. Das US-Blog „9t5Mac“ sieht das günstigste Gerät bei einem Einstiegspreis von 329 Dollar. In der vergangenen Woche machten hierzulande angebliche Screenshots aus dem Warenwirtschaftssystem der deutschen Elektrokette Media-Markt die Runde, in denen das Gerät „iPad Mini“ genannt und zu Preisen von 249 Euro aufwärts aufgelistet ist. Der auf die IT-Branche spezialisierte Blogger Caschy, der laut eigenem Bekunden 3,5 Jahre bei einem der Metro-Häuser gearbeitet hat, hält die Screenshots für plausibel.

Demnach käme das Schrumpf-Tablet mit diversen Speichergrößen zwischen 8 und 64 Gigabyte sowie mit reinem Drahtlos-Internetzugang (WiFi) wie auch Mobilfunk-Adapter auf den Markt. Das teuerste Modell läge dann bei 649 Euro.

Die neuen iPads kommen zu einer Zeit auf den Markt, da der weltweite Boom von Tablets den herkömmlichen PC-Herstellern das Leben immer schwerer machen. Allein in Deutschland sollen die Verkäufe in diesem Jahr um satte 52 Prozent auf 3,2 Millionen Rechenflundern zulegen, hat der ITK-Branchenverband Bitkom in der vergangenen Woche vermeldet.

Stellt sich nur die Frage, ob das Mini-iPad eher eine Konkurrenz zu Billig-Tablets wie dem Kindle Fire von Amazon darstellen wird. Oder ob es nicht vielmehr die Verkäufe seines größeren Bruders kannibalisieren wird: Der renommierte Apple-Anayste Gene Munster von der US-Investmentbank Piper Jaffray schätzt, dass Apple im Dezember fünf Millionen der Mini-iPads verkaufen könnte – 20 Prozent davon, oder eine Million Geräte, gehen seiner Meinung nach zulasten des 10-Zoll-iPads.

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Alle Kommentare [5]

  1. @Michael Kroker: Wird spannend! 🙂 Mal sehen, ob ich es zeitlich geregelt bekomme, dem „live“ beizuwohnen.

  2. Auch die größten Experten liegen mal total daneben. 😉
    Aber mit den gleichen Qualitäten in einer anderen größenklasse kann man sicher viel Aufsehen erregen. Auch wenn der Innovationsfaktor gleich null ist. Bin gespannt auf die Verkaufszahlen.