Amazon – die Supermacht im Netz

Der Online-Händler ist längst mehr als nur ein Web-Buchhändler. Mit dem Tablet-PC Kindle Fire könnte er gar den Rivalen Apple abhängen. Eine Infografik.

Es ist ein erfolgreiches Jahr für Amazon-Gründer und -Boss Jeff Bezos: Nach der jüngsten, Ende Oktober veröffentlichten Prognose wird das 1994 gegründete Internet-Kaufhaus zum Jahresende mit dem Umsatz knapp an die 50-Milliarden-Dollar-Grenze herankommen. Mehr noch: Das einst als Online-Buchhändler gestartete Unternehmen hat sich längst zu einer veritablen Supermacht im Netz gemausert, die Apple, Google, Ebay und Microsoft gleichzeitig angreift, wie wir es bereits Ende Juli in einer großen WiWo-Story beschrieben haben.

In ihrer Novemberausgabe fasste das auf Internet-Themen spezialisierte US-Magazin „Fast Company“ das Thema in einer spannenden Titelgeschichte mit dem Titel „Der große Tech-Krieg des Jahres 2012“ zusammen – und hob gleich vier mögliche Gewinner auf den Titel: Apple, Google, Facebook – und eben Amazon mit Vordenker Bezos.

Dass Bezos gewillt ist, den Druck auf die Internet-Konkurrenz hochzuhalten, hat jedenfalls seine jüngste Ankündigung eindrucksvoll bewiesen. Ende September stellte er den Kindle Fire vor, die jüngste Auflage des Amazon-eigenen Ebook-Readers an: Der kann weit mehr als sein Vorgänger, ist vielmehr ein vollausgestatteteter Tablet-PC – eine klare Kampfansage an Apple mit seinem Erfolgsprodukt iPad also. Das umso mehr, als Bezos gewillt ist, den Kindle Fire für 199 Dollar, also zwei Dollar billiger als die reinen Herstellungskosten, in den Markt zu drücken. Erst in der vergangenen Woche kursierten im Internet zudem Gerüchte, Amazon könne im Frühjahr 2012 gar ein eigenes Handy auf den Markt werfen.

Wie groß das Bezos-Imperium auch ohne diese Schritte bereits ist, macht eine interessante (aber leider nur Englisch verfügbare) Infografik des US-Blogs „Frugaldad.com“ deutlich, in dem neun Fakten über Amazon zusammengefasst sind: So bedient das Unternehmen beispielsweise pro Woche 137 Millionen Kunden – das sind am Tag 19,5 Millionen Käufer, was der Einwohnerzahl der chinesischen Hauptstadt Peking entspricht. Beim Kindle Fire dürfte Amazon den Rivalen Apple gar überholen: Demnach seien die täglich 50.000 Vorbestellungen doppelt so hoch wie beim Start des iPad. Zum Vergrößern zwei Mal hintereinander auf die Grafik klicken (wird beim ersten Mal kleiner):

Amazon Infographic

 Quelle: Frugaldad.com

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