Geht die Apple-Erfolgsgeschichte mit dem neuen iPhone 4s weiter?

Als Apple-Vorstandschef Tim Cook gestern Abend statt des weithin erwarteten, komplett runderneuerten iPhone 5 mit dem iPhone 4S “nur” eine Weiterentwicklung des bereits seit 15 Monaten erhältlichen iPhone 4 vorstellte, war die Enttäuschung zunächst groß. “Zurückhaltende Reaktionen” meldete die Presseagentur Reuters; am Abend noch sackte der Apple-Aktienkurs um fast vier Prozent.

Immerhin wartet das iPhone 4s auf den ersten Blick nur mit einem schnelleren Prozessor, einer besseren Kamera sowie einer Sprachsteuerung namens Siri auf. Eine gute Zusammenfassung der gestrigen Apple-Präsentation in nur 90 Sekunden bietet folgendes Video des US-Techseite “Cult of Mac” – allerdings nur in Englisch:

Ob die Zurückhaltung Apple wirklich zum Nachteil gereicht, ist auf den zweiten Blick tatsächlich fraglich. Zwar wirkt das iPhone 4s zunächst bloß wie Hausmannskost, wie mein Kollege Matthias Hohensee in seiner gestrigen Analyse schrieb. Doch bei Lichte betrachtet brauche Apple derzeit schlicht kein komplett neues Smartphone, weil “trotz aller Angriffe von Android der Absatz des iPhone 4 wie geschmiert” laufe. Hardcore-Fans mag Apple-Chef Cook enttäuscht haben. Doch seine Business-Strategie mache laut Hohensee absolut Sinn. Ähnlich sehen es in einer ersten Analyse die Analysten der US-Investmentbank Piper Jaffray. Sie erwarten auch beim iPhone 4s “lange Schlangen vor den Läden” – und prognostizieren allein fürs vierte Quartal einen Absatz von insgesamt 25 Millionen Smartphones.

Die bisherige Erfolgsgeschichte des Mitte 2007 auf den Markt veröffentlichten Apple-Megasellers findet man mit allen wichtigen Meilensteinen in einer übersichtlichen Infografik. Demnach hat die Apfel-Company Stand Juli 2011 insgesamt fast 130 Millionen iPhones verkauft. Trotz der ersten Kritik stehen die Chancen offenbar gut, dass Apple diese Zahl mit dem iPhone 4s weiter steigern kann.

infografik_iphone-historieQuelle: techfieber

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Alle Kommentare [1]

  1. … klar. Das SIRI-System wird unterschätzt. Es ist keine Sprachsteuerung, sondern ein Inhaltsbasiertes, syntaktisches System, das in Ansätzen Kontext versteht. Und das ist revolutionär, denn die Entwicklung geht weiter… vielleicht bald ein ein Anrufbeantworter, der sich mit dem Anrufer unterhält … der Fremdsprachen simultan übersetzt … und der wie ein guter Sekretär die Ordnung auf dem Schreibtisch hält. Der Knowledge-Navigator von 1987 lässt grüßen, und vielleicht auch der gute ‘Watson’ von IBM. Faszieneirend.