Insgesamt erhielten 53 Prozent der Spitzenverdiener (Jahreseinkommen über 200.000 Euro) höhere Boni. Das ist fast die Hälfte mehr als bei den Normalverdienern (36 Prozent, Jahreseinkommen bis 100.000 Euro). Ein größeres Ungleichgewicht zwischen den Gehaltsklassen gab es zuletzt nur 2004. Immerhin: Jeder zehnte Manager erhielt einen Zuschlag von mehr als 50 Prozent – fast jeder davon war ein Spitzenverdiener.
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Elf Prozent der 175 befragten Führungskräfte sagten sogar, dass sie von einem Bewerber weniger halten würden, wenn der nicht versucht, über Konditionen zu feilschen.
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Forscher der Fox School of Business an der Temple Universität in Philadelphia sowie der George Mason Universität in Washington untersuchten dazu das Verhalten von Bewerbern in Einstellungsgesprächen, » Weiterlesen
Equal Pay Day – Frauen verdienen noch immer acht Prozent weniger als Männer
Allerdings ist diese Zahl unbereinigt, wie Statistiker so schön sagen. Da im Durchschnitt – ebenfalls noch immer – mehr Männer in Führungspositionen arbeiten (wo automatisch mehr verdient wird) und mehr Frauen in Teilzeitjobs, muss die Schere im rechnerischen Mittel der Gehaltsunterschiede automatisch auseinander klappen.
Frauen weiter schlechter bezahlt
Weibliche Beschäftigte verdienten im Jahr 2009 im Schnitt 14,90 Euro brutto pro Stunde, gab das Statistische Bundesamt heute in einer Pressemitteilung bekannt. Damit stieg ihr Lohn im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent.
Gehaltsstudie – Chefs mogeln sich um Abstriche herum
Das Alles nehmen viele nur so beiläufig wahr. Ich aber finde, das ist eine neuerliche Unverschämtheit. Seit Jahren erzählen uns Manager wie Personalberater, dass es ein Segen sei, Führungskräfte leistungsabhängig beziehungsweise variabel zu bezahlen. Natürlich konnte man in den vergangenen zwei Jahren auch sehen, zu welchen Exzessen das mitunter geführt hat – insbesondere in der Bankenbranche. Aber das ist eine alte Geschichte. Nun geht es der Wirtschaft aktuell nicht besonders gut, und nur wenige Spitzenmanager haben offenbar für solche Zeiten ausreichend vorgesorgt oder ein richtungweisendes Konzept in petto. Das Alles spricht also nicht gerade für Bestleistungen in der Vergangenheit und auch nicht gerade für strategische Weitsicht in der Gegenwart. Entsprechend sollten die Gehälter ausfallen – denn genau das ist ja der Sinn von variabler Vergütung.
Bonusstudie: Weniger Geld für Topmanager
Laut Umfrage mussten im Schnitt 29 Prozent der Führungskräfte Bonuskürzungen hinnehmen. Allerdings berichten auch 38 Prozent von einem Plus bei den Gehaltsextras im Vergleich zu 2008. Die Steigerungen fallen mit meist unter 20 Prozent jedoch deutlich niedriger aus als gewohnt. Zu den Bonus-Gewinnern zählen dieses Jahr Manager von Beratungen, dem Energiesektor sowie dem Maschinen- und Anlagenbau. Von Kürzungen am stärksten betroffen waren hingegen Vertreter des Finanzsektors, der Autoindustrie sowie Manager von IT-Unternehmen.
Variable Gehaltsanteile bei Top-Managern steigen
Die Studie zeigt zudem: Die Jahresgehälter der Spitzenmanager gleichen sich europaweit immer mehr an. Im Durchschnitt verdienen die höchstbezahlten Manager der 100 untersuchten Unternehmen rund 5,5 Millionen Euro im Jahr. Am meisten verdienen Manager in der Schweiz, die nordischen Länder liegen hingegen im unteren Bereich des Gehaltrankings.
