Interessant, aber nicht überraschend: Am stärksten votieren die jungen Frauen für eine Quote: 72 Prozent der Frauen zwischen 14 und 29 Jahren befürwortet eine gesetzliche Regelung, lediglich 28 Prozent sind dagegen.
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Mehr Managerinnen im Osten
Auch bei einem anderen Punkt fallen wesentliche Ost-West-Unterschiede auf: Im Westen unterbrechen Frauen häufiger ihre Erwerbstätigkeit für längere Zeit, um Kinder zu betreuen, und sie reduzieren nach ihrem Wiedereinstieg vielfach ihre Arbeitszeit. Weil sich gerade bei Hochqualifizierten die Phasen der Familiengründung und der karriereintensiven beruflichen Entwicklung überschneiden, haben Frauen im Westen so geringere Chancen, in hohe Positionen aufzusteigen als im Osten. Denn dort ist die Infrastruktur für Kinder immer noch besser ausgebaut. Zudem sind Frauen im Osten bei der Geburt ihres ersten Kindes im Schnitt jünger, so dass sich die intensiven Kinderbetreuungs- und Karrierephasen zeitlich etwas entzerren.
Drei Gründe, warum Frauenquoten Quatsch sind
- Diskriminierung. Jede Quote – ob bezogen auf Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder Alter – ist nur eine andere Form der Diskriminierung. Das ist so, als wolle man Zahnlöcher mit Bonbons stopfen. Wer Frauenquoten einführt, diskriminiert damit dann eben Männer. Ungerecht und nachteilig bleibt es so oder so. Gewiss, Diversität ist gut für Unternehmen. Quoten aber sind es nicht – sie sind nur die bürokratische Perversion eines Problems, das an anderer Stelle gelöst werden muss.
Frauen mögen keine Konkurrenz im Job
Denn Frauen meiden Jobs, in denen starkes Konkurrenzdenken herrschen – erst recht, wenn der Wettbewerb auch noch die Höhe des Gehalts beeinflusst. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Chicago gelangt.
Die Forscher schalteten dazu ein paar Stellenanzeigen in 16 größeren Metropolen der USA – alle neutral gehalten, sie enthielten also die üblichen Stellenbeschreibungen und Anforderungen. Später dann im Bewerbungsgespräch erfuhren die Kandidaten die genaueren Bedingungen, etwa dass sie eine Bezahlung von 15 Dollar die Stunde erwarten würde. Bei einem Teil derselben Jobofferten wurde das Honorar jedoch nur mit 13,50 Dollar angegeben – dafür würden Mitarbeiter, die im Vergleich zu ihren Kollegen besonders gut abschnitten, einen Bonus von zusätzlich drei Dollar pro Stunde erhalten. Ein drittes Angebot sah gar einen Stundenlohn von nur zwölf Dollar vor – bei einem Bonus von sechs Dollar. » Weiterlesen
Der große Unterschied – Frauen im Vorstand verbessern Ergebnisse
Ebenso würde sich der Vorstand dadurch mehr für die Interessen der Aktionäre einsetzen und weniger für die eigenen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie der australischen Finanzprofessorin Renée Adams. Frauen, so ihre Kernthese, binden sich stärker in Entscheidungsprozesse ein als ihre männlichen Kollegen.
Frauenquote bei der Telekom: Etappenziel sei erreicht
Zudem seien sechs neue weibliche Aufsichtsräte bestellt worden, sodass derzeit elf Frauen Mandate in Telekom-Aufsichtsräten wahrnehmen. Auch seien mehr Frauen unter den Nachwuchskräften eingestellt worden: Von 33 Prozent Anfang 2010 habe sich der Frauenanteil auf 52 Prozent erhöht. In den Managemententwicklungsprogrammen sei er gegenüber dem Vorjahr von 18 auf mittlerweile 31 Prozent gestiegen.
Der Quotenquatsch – Eine Replik zur Diskussion um die Frauenquote
Unfug bleibt die Quote trotzdem. Der Proporz benachteiligt alle: die zur Quotenfrau aufgestiegenen Managerinnen, die qua Quantität derangierten Männer, sogar die Unternehmen.
Mehrheit der Managerinnen gegen Frauenquote
Das ist das Ergebnis einer Befragung der Personalberatung Odgers Berndtson unter 49 Managerinnen, die in einem der 500 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland eine Vorstands- oder Geschäftsführungsposition inne haben. Die Mehrheit der Frauen aber sah hierin die Gefahr, als Quotenfrau abqualifiziert zu werden. Dennoch räumen alle Befragten ein, dass eine gesetzliche Regelung temporär hilfreich wäre, um den Frauenanteil in deutschen Führungsgremien zu erhöhen. Zudem fordern die Managerinnen junge, karrierewillige Frauen auf, aktiver und selbstbewusster zu sein und ihre beruflichen Netzwerke gezielter für die eigene Karriere zu nutzen.
Warum Frauenquoten keine Lösung sind
Das Dax-Unternehmen prescht damit kräftig vor in Sachen Gleichberechtigung und Chancengleichheit, schließlich gibt es bisher in nahezu keinem der 30 Dax-Vorstände eine Frau, Aunahme: Barbara Kux bei Siemens. Damit lautet die Regel in Deutschland: Je höher die Position, desto wahrscheinlicher ist der Inhaber ein Mann.
