Selbst wenn frau alles richtig macht, macht sie alles falsch. So ließe sich das Paradoxon zusammenfassen, dass jetzt eine Studie von Soziologen der TU Berlin aufgedeckt hat. Das Team um die Professorin für Kommunikations- und Mediensoziologie und Geschlechterforschung, Christiane Funken, interviewte dazu 151 Manager und 130 Managerinnen aus mittleren Führungsebenen in zehn Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten. Dabei stellten sie fest: Klassische Karrierestrategien manövrieren Frauen eher ins Aus: » Weiterlesen
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Equal Pay Day – Frauen verdienen noch immer acht Prozent weniger als Männer
Allerdings ist diese Zahl unbereinigt, wie Statistiker so schön sagen. Da im Durchschnitt – ebenfalls noch immer – mehr Männer in Führungspositionen arbeiten (wo automatisch mehr verdient wird) und mehr Frauen in Teilzeitjobs, muss die Schere im rechnerischen Mittel der Gehaltsunterschiede automatisch auseinander klappen.
Mehr Managerinnen im Osten
Auch bei einem anderen Punkt fallen wesentliche Ost-West-Unterschiede auf: Im Westen unterbrechen Frauen häufiger ihre Erwerbstätigkeit für längere Zeit, um Kinder zu betreuen, und sie reduzieren nach ihrem Wiedereinstieg vielfach ihre Arbeitszeit. Weil sich gerade bei Hochqualifizierten die Phasen der Familiengründung und der karriereintensiven beruflichen Entwicklung überschneiden, haben Frauen im Westen so geringere Chancen, in hohe Positionen aufzusteigen als im Osten. Denn dort ist die Infrastruktur für Kinder immer noch besser ausgebaut. Zudem sind Frauen im Osten bei der Geburt ihres ersten Kindes im Schnitt jünger, so dass sich die intensiven Kinderbetreuungs- und Karrierephasen zeitlich etwas entzerren.
Frauen mögen keine Konkurrenz im Job
Denn Frauen meiden Jobs, in denen starkes Konkurrenzdenken herrschen – erst recht, wenn der Wettbewerb auch noch die Höhe des Gehalts beeinflusst. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Chicago gelangt.
Die Forscher schalteten dazu ein paar Stellenanzeigen in 16 größeren Metropolen der USA – alle neutral gehalten, sie enthielten also die üblichen Stellenbeschreibungen und Anforderungen. Später dann im Bewerbungsgespräch erfuhren die Kandidaten die genaueren Bedingungen, etwa dass sie eine Bezahlung von 15 Dollar die Stunde erwarten würde. Bei einem Teil derselben Jobofferten wurde das Honorar jedoch nur mit 13,50 Dollar angegeben – dafür würden Mitarbeiter, die im Vergleich zu ihren Kollegen besonders gut abschnitten, einen Bonus von zusätzlich drei Dollar pro Stunde erhalten. Ein drittes Angebot sah gar einen Stundenlohn von nur zwölf Dollar vor – bei einem Bonus von sechs Dollar. » Weiterlesen
Frauengehälter: Warum Frauen weniger verdienen
Schon vor einigen Jahren stellten Forscher fest, dass Frauen im Schnitt 23 Prozent weniger verdienen als Männer – der so genannte Gender Pay Gap. Das Statistische Bundesamt wollte nun in einer neuen Untersuchung die Gründe für die ungleiche Bezahlung herausfinden. Entsprechend analysierten die Statistiker die Gehälter von 3,1 Millionen Beschäftigten und fanden Erstaunliches. » Weiterlesen
Der große Unterschied – Frauen im Vorstand verbessern Ergebnisse
Ebenso würde sich der Vorstand dadurch mehr für die Interessen der Aktionäre einsetzen und weniger für die eigenen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie der australischen Finanzprofessorin Renée Adams. Frauen, so ihre Kernthese, binden sich stärker in Entscheidungsprozesse ein als ihre männlichen Kollegen.
Frauenquote bei der Telekom: Etappenziel sei erreicht
Zudem seien sechs neue weibliche Aufsichtsräte bestellt worden, sodass derzeit elf Frauen Mandate in Telekom-Aufsichtsräten wahrnehmen. Auch seien mehr Frauen unter den Nachwuchskräften eingestellt worden: Von 33 Prozent Anfang 2010 habe sich der Frauenanteil auf 52 Prozent erhöht. In den Managemententwicklungsprogrammen sei er gegenüber dem Vorjahr von 18 auf mittlerweile 31 Prozent gestiegen.
Arbeitgeber: Männer wollen Geld, Frauen Flexibilität
Natürlich ist die angemessene Vergütung auch für Frauen nicht irrelevant. Das Kriterium folgt bei ihnen mit 63 Prozent der Stimmen immerhin schon auf Platz 2. Der dritte Platz ist aber schon wieder deutlich mit dem ersten verbunden: 53 Prozent der weiblichen Führungskräfte bewerten die Attraktivität eines Arbeitgebers besonders hoch, wenn dieser Optionen schafft, um Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren – beispielsweise durch Kinderbetreuungs- oder Sportangebote.
Frauengehälter: Sie gibt sich schon mit weniger zufrieden
Die Wissenschaftler um Stefan Liebig, Jürgen Schupp und Thomas Hinz befragten dazu rund 10.000 Arbeitnehmer und wählten eine recht innovative Fragetechnik: Sie erkundigten sich nämlich nicht nach der Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen, sondern zunächst nach der individuell empfundenen. Wer also meinte, sein Gehalt sei ungerecht (weil zu niedrig), sollte dann den angemessenen Betrag nennen. Und dabei stellten die Wissenschaftler Erstaunliches fest: Zwar empfanden die meisten Arbeitnehmer– wenig überraschend – ihr Einkommen als zu niedrig, jedoch stuften die Frauen ihr Idealgehalt noch deutlich unter dem derzeit tatsächlichen Gehalt der Männer ein – und das sowohl bei ungelernten Kräften wie bei Akademikerinnen. Stark verkürzt ließe sich auch sagen: Frauen geben sich schlicht mit weniger zufrieden als Männer.
Frauen weiter schlechter bezahlt
Weibliche Beschäftigte verdienten im Jahr 2009 im Schnitt 14,90 Euro brutto pro Stunde, gab das Statistische Bundesamt heute in einer Pressemitteilung bekannt. Damit stieg ihr Lohn im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent.
