Die Idee dazu war naheliegend. Nachdem die WirtschaftsWoche kurz zuvor in einer Titelgeschichte über die zunehmende Bedeutung von Facebook im Allgemeinen und den Fanseiten für Firmen im Besonderen geschrieben hatten, wollten wir selbst mit unseren Facebook-Freunden stärker in den Dialog treten. Schließlich glauben wir an die Richtigkeit unserer These – und der Zuspruch gibt uns Recht.
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Warum Facebooks neuer E-Mail-Dienst kein Killer ist
Nein, ein E-Mail-Killer ist der Dienst wahrlich nicht. Schon aus mehreren Gründen:
- Zunächst einmal ist die schöne neue Mial-Adresse NAME@facebook.com zugleich ihr größter Nachteil. Spammer haben so leichtes Spiel. Man braucht im Grunde nur den Namen des Profils, kann daraus sofort die Adresse ableiten und die Nutzer mit Werbemüll zupflastern. Facebook hat das Problem zwar erkannt, und hält seine Social Inbox dagegen. Dort werden nur Facebook-Freunde und eigens freigeschaltete Kontakte aufgenommen. Wie gut das in der Praxis vor Spam schützt, muss sich aber erst noch zeigen.
- Dem neuen Dienst fehlt die individuelle Struktur. Bei Gmail oder Yahoo lässt sich der Posteingang nach persönlichen Kriterien sortieren, filtern, durchsuchen, taggen, ja, sogar in eine Aufgabenliste umfunktionieren. Selbst die Anlagen können dort übersichtlich gespeichert oder für andere Nutzer freigegeben werden. Bei Facebook fehlt dieses Element völlig. Das macht es zwar für schnelle, kurze Mailwechsel interessant – nicht aber für einen effizienten Einsatz des Mediums.
- Für den Firmeneinsatz ist der Dienst völlig ungeeignet. Erst recht, da Facebook dafür bekannt ist, mit den Daten seiner Nutzer nicht allzu zimperlich umzugehen. Sensible Anhänge dort hochzuladen, dürfte für die meisten daher keine Option sein. Hinzu kommt, dass überhaupt noch nicht feststeht, wie groß die Anhänge bei der Facebook-Mail sein dürfen. Zum Vergleich: Bei Gmail können in einer Mail bis zu 25 Megabyte angehängt werden.
- Ein nicht geringer Teil der Internetgemeinde schätzt es, eine E-Mail-Adresse zu besitzen, die nicht sofort Rückschlüsse auf den Inhaber zulässt. Sich halbwegs anonym auf manchen Plattformen anmelden zu können, ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil der diversen Gratis-Mailanbieter, der bei Facebook völlig untergeht.
- Es geht Facebook vor allem um Daten. Noch genauere Daten seiner Nutzer mit denen später noch besser und gezielter Werbung verkauft und eingeblendet werden kann. Die Frage ist: Will man überhaupt, dass ein einzelner Betreiber wie Facebook so viele persönliche Daten bündeln und auswerten kann – zumal sich Zuckerberg und seine Truppe in Schweigen hüllen, was sie alles damit machen? Die Antwort lautet: Nein.
Facebook – das zweite Internet: Eine erste Bilanz zur Titelstory
Galt eine Facebook-Präsenz vor ein paar Monaten noch als Spielerei weniger Pionier-Firmen, gehört sie heute fast schon zum Pflichtprogramm. Facebook – das ist inzwischen so etwas wie das Internet im Internet. Und der Marktplatz eine explosionsartig wachsenden Zahl von Fanseiten.
Dax30 – Wer hat die meisten Facebook-Fans?
Schon vor einiger Zeit hat die WirtschaftsWoche zusammen mit dem Markenlexikon untersucht, welche Dax30 Unternehmen die meisten Fans haben. Allerdings wurden damals auch diverse Marken der Unternehmen berücksichtigt. So hat etwa Beiersdorf als Unternehmen gerade einmal 11 Fans auf Facebook, der Fettstift Labello dagegen bringt es schon auf rund 40.000, die Creme Nivea auf rund 20.000 Fans. Zusammen genommen ergibt sich so eine imposante Fangemeinde. Doch was ist mit all jenen Menschen, die sich nicht für Cremes oder Lippenschoner interessieren, sondern für das Unternehmen – zum Beispiel als Arbeitgeber, Geschäftspartner oder eben Hersteller mit dessen gesamten Portfolio? Welche Seite sollten die auf Facebook abonnieren, um sich regelmäßig über das Unternehmen zu informieren?
So schützen Sie Ihre Facebook-Privatsphäre in drei Schritten
Datensammelwut und Facebook geht immer, mögen sich die Verantwortlichen bei der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) gedacht haben. Unter der reißerischen Überschrift „Spionieren mit Facebook“ berichtete die FAS gestern über ein vermeintliches neues Datenleck in dem weltgrößten sozialen Netzwerk. Dass die Kollegen dabei eher aus einer Mücke einen Elefanten gemacht haben, hat Martin Weigert vom Netzwertig-Blog bereits ausführlich und gut dargelegt.
61 Prozent verweigern Kollegen die Facebook-Freundschaft
27 Prozent gaben hingegen an, sich auf Facebook durchaus mit ihren Kollegen auszutauschen. Zwölf Prozent der Befragten hingegen wählten den Mittelweg: Sie sind zwar über Facebook mit Kollegen in Kontakt, nutzen jedoch unterschiedliche Profil-Einstellungen für private Freunde und solche aus dem Job, sodass nicht jeder alles mitbekommt.
Unternehmen setzen künftig auf Soziale Netzwerke
Weniger Geld, mehr erreichen – wie soll das gehen? Mit dem Internet und Social Media. Hierhin sollen die Budgets der Betriebe künftig verstärkt fließen.
