Wie die darauf kommen? Interne Auwertungen des mit rund 100 Millionen Mitgliedern weltweit größten Business-Netzwerks verglichen sowohl die Anzahl von Kontakten männlicher beziehungsweise weiblicher Mitglieder sowie das Verhältnis von männlichen und weiblichen Kontakten bei den jeweils einzelnen Mitgliedern. Dabei zeigte sich: Die Männer haben sowohl ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis als auch mehr Geschäftskontakte als die Frauen.
Noch spannender wird es allerdings beim Vergleich einzelner Branchen: Innerhalb der Branchen Politik, Informationsdienste und Agenturwesen sind ganz klar Frauen die aktiveren Netzwerker. Die Bereiche Rechtswesen, Rundfunk und Lagerwesen werden hingegen von den Männern dominiert. Bemerkenswert: Ausgerechnet weibliche Berufssparten, wie beispielsweise die Kosmetikindustrie, werden in Sachen Networking von den Männern angeführt. Oder anders formuliert: Zwar arbeiten in der Kosmetikbranche mehr Frauen, die Männer vernetzen sich im Durchschnitt aber schneller und aktiver. Dasselbe gilt aber auch umgekehrt: In der Tabakindustrie etwa, die klar von Männern dominiert wird, waren die Frauen die besseren Netzwerker.
Das Linkedin-Analystenteam begründet das damit, dass sich das Geschlecht in der Minderheit automatisch aktiver vernetzen muss, um im jeweiligen Berufsfeld erfolgreich zu sein.









