Insgesamt erhielten 53 Prozent der Spitzenverdiener (Jahreseinkommen über 200.000 Euro) höhere Boni. Das ist fast die Hälfte mehr als bei den Normalverdienern (36 Prozent, Jahreseinkommen bis 100.000 Euro). Ein größeres Ungleichgewicht zwischen den Gehaltsklassen gab es zuletzt nur 2004. Immerhin: Jeder zehnte Manager erhielt einen Zuschlag von mehr als 50 Prozent – fast jeder davon war ein Spitzenverdiener.
Artikel aus dem Mai 2011
IT-Fachkräfte so wechselwillig wie nie
Üblicherweise gelten IT-Fachkräfte als besonders treue Mitarbeiter: Nur 16 Prozent der befragten IT-Spezialisten haben ihren Arbeitgeber bereits viermal oder häufiger gewechselt. Die meisten davon sind schon zehn oder mehr Jahre in der Branche tätig. Und nur rund ein Drittel der ITler hat sich erst zwei- oder dreimal einen neuen Job gesucht. Knapp die Hälfte der Befragten hat sogar noch nie (oder maximal einmal) den Arbeitgeber gewechselt.
Warum der Gallup-Index Chefs verunglimpft
Ein Gastbeitrag von dem Buchautor Roland Jäger
Personalberater suchen zunehmend via Social Media
In dieser Geschichte geht es aber eben nur vordergründig um gute Geschäfte mit Jobwechslern, Managern in spe und eine druckfrische Studie des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU). Dazu muss man wissen, dass Personalberater zu den sogenannten Frühindaktoren zählen. Sobald bei ihnen der Laden brummt, geht es mit der Wirtschaft aufwärts (und umgekehrt). Denn wenn Unternehmen erst einmal bereit sind, mindestens ein Drittel eines Jahresgehalts für die Suche einer Fachkraft oder Führungskraft auszugeben, dann wollen sie meist noch mehr investieren. Würde sich sonst ja auch nicht lohnen. Für das laufende Jahr erwarten die Personalberater übrigens sogar ein Umsatzplus von 14 Prozent.
Unternehmen könnten durch Diversity 21 Millarden sparen
Und eine Frauenquote einzuführen oder älteren Mitarbeitern und Kollegen ausländischer Herkunft einzubinden, greift deutlich zu kurz. Zu einem ganzheitlichen Konzept gehört etwa auch, die spezifischen Kompetenzen und Arbeitsweisen einzelner Mitarbeiter zu fördern. Denn das bringt den Unternehmen deutliche Wettbewerbsvorteile.
Jetzt mehr Gehalt rausholen
Elf Prozent der 175 befragten Führungskräfte sagten sogar, dass sie von einem Bewerber weniger halten würden, wenn der nicht versucht, über Konditionen zu feilschen.
Homogene Teams verhindern Ideen
Allerdings sollte man es nicht auf Frauen beschränken. Ich schrieb schon einmal: Es nutzt überhaupt nichts, wenn man einen Vorstand oder eine Abteilung mit, sagen wir, mehr Frauen, Schwulen, Behinderten oder Dunkelhäutigen besetzt, diese aber zufälligerweise allesamt auf derselben Universität, womöglich noch im selben Jahrgang studiert haben. Dann hat man vielleicht auf dem Papier ein vielfältiges Team, denken werden diese aber uniform.
Jeder Dritte ist unzufrieden im Job
Vor allem die langen Arbeitszeiten werden von 32 Prozent der Arbeitnehmer beklagt, gefolgt von der Belastung gestiegene Jobanforderungen (17 Prozent). Weitere 16 Prozent der Befragten bemängeln die tägliche Pendelei zur Arbeit, beziehungsweise dass sie aufgrund der Entfernung sowie durch häufige Geschäftsreisen unter der Woche nicht zu Hause leben können.
39 Prozent der Personaler bevorzugen Online-Bewerbung
Laut Umfrage fordern 28 Prozent der Unternehmen dazu Unterlagen per E-Mail einzureichen. Weitere 11 Prozent setzen auf die Bewerbungsformulare auf ihren Webseiten.
