» 29.01.2011, 18:46

Drei Gründe, warum Frauenquoten Quatsch sind

  1. Diskriminierung. Jede Quote – ob bezogen auf Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder Alter – ist nur eine andere Form der Diskriminierung. Das ist so, als wolle man Zahnlöcher mit Bonbons stopfen. Wer Frauenquoten einführt, diskriminiert damit dann eben Männer. Ungerecht und nachteilig bleibt es so oder so. Gewiss, Diversität ist gut für Unternehmen. Quoten aber sind es nicht – sie sind nur die bürokratische Perversion eines Problems, das an anderer Stelle gelöst werden muss.
  2. Mittelmaß. Wer mittels Quoten einstellt, fördert letztlich Mittelmaß: Am Ende wird der schlechtere Bewerber bevorzugt, weil er (oder sie) ein gerade unterrepräsentiertes Merkmal erfüllt, das jedoch weder unmittelbar mit den Anforderungen des Jobs, noch mit seiner individuellen Leistungsfähigkeit zusammenhängt. Hauptsache, die Quote wird erfüllt. Aber welche erfolgreiche Frau will schon eine Quotenfrau sein? Und welches Unternehmen wurde jemals mittels Quote spitze?
  3. Populismus. Die Frauenquote ist nichts anderes als PR-Getöse, ein populistisches Signal zum Employer Branding. Sie sagt: Seht her, liebe Frauen, wir wollen euch und fördern euch! Aber stimmt das? Nur weil man eine Quote einführt, werden die Arbeitsverhältnisse für Frauen (Stichwörter: Teilzeitarbeit, Familienfreundlichkeit) nicht besser. Zudem macht die demografische Entwicklung die Quote in den nächsten Jahren ohnehin obsolet. Das Problem taucht an einer ganz anderen Stelle auf – ist aber nicht durch eine Quote zu lösen: Frauen sind in den gefragten und karriereförderlichen MINT-Studiengängen unterrepräsentiert. Deshalb besetzen Managerinnen meist auch nur die Bereiche Marketing, Finanzen oder Personal.
» 29.01.2011, 18:46

    32 Kommentare zu “Drei Gründe, warum Frauenquoten Quatsch sind”


  1. Jens sagt:

    Ich befürchte, Sie haben das Prinzip der flexiblen Quote nicht verstanden. Was Sie sagen ist alles richtig – bezogen auf die starre staatliche Quote a la von der Leyen. Auf die schroedersche Selbstverpflichtung der Unternehmen paßt das nicht.

  2. Jochen Mai sagt:

    @Jens: Die Selbstverpflichtung macht die Quote doch nicht besser! Unternehmen X legt fest, 20% der Führungsjobs mit Frauen zu besetzen. Unter den Bewerbern sind aber nur 15% geeignete Kandidatinnen, weil die in den gesuchten Qualifikationen (Ingenieurwissenschaften, Informatik, Naturwissenschaften) gar nicht im ausreichenden Maß aus den Universitäten kommen. Was jetzt?

    Wenn Sie glauben, das Prinzip der flexiblen Quote besser verstanden zu haben, dann seien Sie doch bitte so nett, und erklären es mir, beziehungsweise argumentieren konkret. Jemandem vorzuwerfen, er habe etwas nicht verstanden, ohne zu erklären, was man stattdessen “richtig” verstehen muss, ist ein billiges Abkanzeln und kein Argument. Hier also mein Angebot – ich bin lernwillig: Erklären Sie es mir bitte (und vielleicht manchem Mitleser auch)!

  3. Strange sagt:

    Der Artikel beschreibt die Situation perfekt. Die Diskriminierung einer Quote sehen viele nicht. Dass Mittelmaß überhaupt existiert darf aus Gründen der Political Correctness nie laut gesagt werden. Die Unterrepräsentierung in MINT-Fächern im Studium kommt einfach daher weil die beruflichen Interessen anders gelagert sind. Eine künstliche 50:50 Rate (durch “Girls Days” erzeugt) ist nichts anderes als eine PR-Blase.

  4. Ute sagt:

    Es tut mir leid, aber das Argument, dass niemand eine “Quotenfrau” sein will, geisterte schon durch die Presse als ich vor jetzt 25 Jahren als nur eine von 3 deutschen Frauen den MBA an der Harvard Business School erfolgreich erworben habe. Aber hat sich seit dem wirklich nachhaltig etwas an dem Prozentsatz von HOCH QUALIFIZIERTEN Frauen in den Vorstandsetagen von Unternehmen, Parteien oder Verbänden geändert? Die faktische Antwort ist leider “Nein”.
    Und gerade in meiner Generation (geboren zwischen 1950 und 1965), haben viele hoch qualifizierte Frauen bewusst auf Familie mit Kindern verzichtet (bewiesen durch die geburtenschwachen Jahrgänge als wir im gebährfähigen Alter waren), um unsere vollen Föhigkeiten und Aufmerksamkeiten auf die Arbeit konzentrieren zu können. Umso frustrierender für uns, daß die Meisten irgendwann an die “gläserne Decke” gestossen sind. Es gibt sehr wohl sehr viele hochqualifizierte Frauen, die durchaus mit völliger Berechtigung in den Vorstandsetagen sitzen sollten. Das sind nicht Frauen, die jetzt nicht “das richtige Studieren”, sondern Frauen mit 20+ Jahren Bewährung im Job. Aber solange nicht mehr Frauen in den Vorstandsetagen sitzen, werden auch nicht mehr Frauen nachkommen (qualifiziert oder nicht), weil es im Unterbewusstsein der Menschen in den Vorständen immer darum geht, mehr Menschen, die so wie sie selbst sind, dorthin zu holen.
    Daher haben die beiden Ministerinnen leider recht, ohne eine “Zielvorgabe” (wäre doch mal ein politisch weniger vorbelastetes Wort) dafür auch Frauen eine faire Chance zu geben, Ihre Fähigkeiten “on the job” zu beweisen, wird es wohl auch keine Änderung geben.
    Und das wirklich interessante ist, dass es eine Studie der unabhängigen Organization CATALYST in den USA gibt, dass Unternehmen mit einem höheren Frauenanteil in den Vorstandsetagen tatsächlich bessere wirtschaftliche Ergebnisse erzielen — das sind ganz knallharte finanzielle Daten, die für einen höheren Anteil von Frauen in den Vorstandsetagen sprechen.
    Wenn mich nicht alles täuscht, liegt doch der Anteil der Frauen an den Studenten höher als ihr Anteil am Gesamtjahrgang und in der Regel schliessen die jungen Frauen ihr Studium auch mit besseren Noten ab. Wo liegt hier also die Gefahr, dass das Mittelmass gefördert wird? Diese Aussage ist wirklich sehr diskriminierend.

  5. mathais sagt:

    @Ute
    Ich muß Sie leider berichtigen.:
    Es sind mehr als 25 Jahre her,als Frauen ohne besonderes Fachwissen
    aufgewertet wurden, um diese (Quoten) damals nannte man es anders, in den männerberufen zu etablieren.

    Diskriminiert wurde das männl.Geschlecht,weil Sie trotz besserer
    Leistungen ohne Auszeichnung blieben.

    Die Entwicklung geht schon seit mind.35 Jahren in diese Richtung
    wobei “Mittelmaß” geschmeichelt ist.

    Von zusätzlichen Problemen die diese Quoten verursachen ganz
    zu schweigen.

    Aus Ihrem Kommentar lässt sich eindeutig erkennen,das Mann
    oder Frau zu etwas NICHT ausgebildet werden kann!

    Dazu gehört etwas mehr! 20+Berufsjahre auch nicht!
    Und wenn Sie meinen mit irgend einem Studium etwas zu sein
    na ja – Eigenbildung -

  6. [...] Drei Gründe, warum Frauenquoten Quatsch sind (Wirtschaftswoche) [...]

  7. Watz sagt:

    Die Idee der Quote kommt also von Politiker die selbst durch eine unsichtbare Quote des Beamtenstatus zu ihren Pöstchen gekommen sind. Unsere mittelmässigen Politiker wollen nun die Wirtschaft mit mittelmässigen Quotenfrauen durchdringen und glauben so Sitze zu werden.

    Die Spitze der Witschaft stimmt deshalb schon längst mit Füssen ab und kehrt Deutschland den Rücken. 750000 junge, leistungswillige, Ingenieure, Ärtze, Techniker oder Facharbeiter verlassen jedes Jahr das Land. Noch nie gabe es seit dem zweiten Weltkrieg eine ähnliche Auswanderungswelle. Doch diesmal sind es nicht die Armen, die Analphabeten oder Abtrünnige der Gesellschaft sondern die besten Ausgebildeten, Deutsche im besten Alter und voller Tatendrang.
    Ein grösserer Misstrauensvotum gegen die Zukunftsfähigkeit Deutschlands kann man kaum aussprechen!
    Und diejenigen die zuziehen… naja das verkleife ich mir ist ja tabu darüber zu schreiben!

    Dagegen ist offensichtlich eine Frauenquote viel wichtiger.

  8. Gudi62 sagt:

    Ich kann den 3 Gründen nur zustimmen. Außerdem, sollte auch noch beachtet werden: Wenn die Frauenqoute per Gesetz durchgesetzt wird, werden Arbeitgeber bockig und es führt ins Nirwana, genauso wie das AGG. Alle kennen es und niemand hält sich daran.

  9. PickiHH sagt:

    @wiwo.de (Jochen Mai)
    Lieber Jochen, Deiner obigen Argumentation kann ich nicht folgen.
    (und das, obwohl ich kein Freund der Frauenquote bin)

    “Unternehmen X legt fest, 20% der Führungsjobs mit Frauen zu besetzen. Unter den Bewerbern sind aber nur 15% geeignete Kandidatinnen, weil die in den gesuchten Qualifikationen (Ingenieurwissenschaften, Informatik, Naturwissenschaften) gar nicht im ausreichenden Maß aus den Universitäten kommen. Was jetzt?”

    Ja, was jetzt? Dann nimmt man die 15% geeigneten Kandidatinnen.
    Dann sind das nämlich schon mal 15% mehr Frauen als vorher.
    Nur: Das passiert leider nicht.

  10. Jochen Mai sagt:

    @PickiHH: Genau, dann nimmt man die 15% Frauen (die hoffentlich alle top-qualifiziert sind) und besetzt den Rest mit Männern, die hoffentlich ebenfalls qualifiziert sind. Alles ganz ohne Quote! Genommen werden dabei nämlich allein die besten Kandidaten. Gut für die Unternehmen. Ende der Geschichte. Wozu also die Quote?

  11. Inkognito sagt:

    Zu dieser Thematik empfehle ich einmal die Personalverantwortlichen in den Unternehmen zu befragen. Hier meine Erfahrung/Wahrnehmung nach 15 Jahren Leitungsfunktionen im Personalbereich:
    - Frauen spielen genau wie Männer bei der Besetzung von Top-Positionen keine Rolle, da das Geschlecht nicht relevant ist. Die Chance auf Berücksichtigung steigt dramatisch mit dem Wertschöpfungsbeitrag des eigenen Verantwortungsbereiches. Führungskräfte aus Logistik, Sales und Produktion sind bspw. eher in Top-Funktionen zu finden als die aus Personal, Marketing etc. Weiterhin sollten Top-Manager in unterschiedlichen Bereichen (fachlich, regional usw.) Leistung gezeigt haben. Diese Anforderungen werden von männlichen Bewerbern viel häufiger erfüllt als von weiblichen Bewerbern, das sie häufiger wechseln und relevantere Qualifikationen mitbringen.
    - Bei der Besetzung relevanter Positionen sind extrem wenige Bewerbungen weiblicher Führungskräfte zu verzeichnen. Werden potenzielle Nachfolger angesprochen, lehnen Frauen überdurchschnittlich oft ab.
    - Um in Top-Funktionen erfolgreich sein zu können, benötigt der Stelleninhaber verlässliche, tragfähige Netzwerke. Leider erweisen sich nur wenige Frauen als verlässlich und engagiert genug, um in Netzwerken relevant zu sein. Sie vergessen, das Geschäft immer zwischen Menschen gemacht wird.
    - Frauen führen oft ihre hohe Qualifikation an. Hier ist meist eine fachliche Qualifikation gemeint, die unbestritten vorliegt und vielfach höher ist, als die der Männer. Bereits im mittleren Management ist die Fachkompetenz jedoch nur ein untergeordneter Erfolgsfaktor. Überhaupt, wer will schon von Fachidioten (Peter-Prinzip) geführt werden?

  12. Heidi sagt:

    Ich frage mich, woher die Annahme rührt, dass eine Frauenqote Unternehmen automatisch in die Mittelmäßigkeit abrutschen lässt. Frauen unterliegen in Ausbildung und Job denselben Anforderungen wie Männer. Nur Männer bekommen mehr Gelegenheit, ihre Talente und Qualifikationen zu zeigen (und dabei auch mal einen ordentlichen Scherbenhaufen zu hinterlassen) Wenn heute – trotz vorhandener top-ausgebildeter und qualifizierter Frauen – alle Positionen mit Männern besetzt sind, müssen da rein statistisch auch ein paar mittelmäßige dabei sein. So gesehen könnten Unternehmen nur gewinnen, wenn sie die mittelmäßigen Männer durch Top-Frauen ersetzen. Dann hätten sie tatsächlich die Besten der Besten. Mit ein bisschen Flexibilität und Veränderungswillen kann man eine Quote auch als Chance begreifen.

  13. Jochen Mai sagt:

    @Heidi: In den MINT-Fächern gibt es aber zu wenige Absolventinnen, verglichen am Bedarf der Wirtschaft – und ausgerechnet aus diesen Fächern rekrutiert sich ein Großteil der deutschen Führungsriege. Wir haben hierzulande eben sehr große Chemie- und Autokonzerne

  14. PickiHH sagt:

    @jochenmai
    Ich bin ganz klar immer für die besten Kandidaten. Ohne Frage.
    Nur was Du anscheinend im obigen Beispiel nicht verstehst:
    die 15% Frauen von denen Du sprichst, die werden halt NICHT genommen. Würden sie genommen werden, bräuchte man die Quote nicht, da hast du Recht.

  15. Jochen Mai sagt:

    @PichiHH: Ich habe das sehr wohl verstanden – was du allerdings ignorierst: Sie werden nicht genommen, weil es sie nicht durchweg gibt. 74% der Frauen wollen gar keine Führungsposition (Spiegel-Umfrage) und in den MINT-Fächern gibt es deutlich weniger Absolventinnen als die Unternehmen nachfragen.

  16. Heidi sagt:

    @jochenmai @pickiHH Dass es nicht genügend Absolventinnen und Bewerberinnen gibt ist für manche Branchen sicherlich ein Problem. Da müsste man wohl noch etwas differenzieren. Grundsätzlich ist es aber auch oft so, dass in Führungspositionen nicht unbedingt die fachliche Qualifikation entscheidend ist, sondern Abgänger aus Betriebswirtschafts- und Managementausbildungen gesucht werden. Und da gibt es meines Wissens einen hohen Frauenanteil. Bei der Spiegel-Umfrage wäre noch interessant zu wissen, warum die Frauen keine Führungsposition wollen. Denn viele wollen eben nur keine unter den jetzigen Bedingungen, wo sie sich doppelt und dreifach beweisen müssen und sich einem misstrauischen und teilweise aggressiv Besitzstände verteidigendem Umfeld befinden. Alleine dafür wäre m.E. eine Quote gut: Damit es einfach normal wird, dass es Frauen und Männer in Führungspositionen gibt und dass es sowohl hier als auch dort, gute und weniger gute gibt.

  17. Jochen Mai sagt:

    Das ist aber eine romantisierte Vorstellung! Als ob ein C-Level-Job leichter würde, wenn dort erst einmal 30% Frauen vorhanden sind? Ich glaube das nicht. Rangkämpfe, Budget- und Machtgerangel wird es auch dann noch geben (siehe Politik). Das muss jedem bewusst sein – ob Mann oder Frau. Frauen haben aber weniger Lust darauf.

  18. Heidi sagt:

    Ich habe mit keiner Silbe behauptet, dass eine Frauenquote den Führungsjob leichter macht. Wenn wir uns um Ränge, Budgets und Macht streiten könnten, wären wir ja schon einen Schritt weiter. Dann hätten wir nämlich die Anerkennung, dass wir generell in dieser Liga mitspielen können und dürfen. Womit Frauen derzeit in diesen Positionen zu kämpfen haben, ist dass ihnen oft per se die Kompetenz und Qualifikation abgesprochen wird, überhaupt mitmischen zu dürfen. Und darauf haben viele Frauen keine Lust. Das stimmt.

  19. mathias sagt:

    Herr Mai,
    Wenn ich die weibl.Kommentare hier lese (Quotenfrauen) dann ist
    von der Anzahl her Ihr Beispiel 15% tatsächlich Falsch !

    Aber ich habe KEIN einziges Argument von diesen Frauen gelesen
    das der Grundfrage widerspricht.!

    Und Heidi ist ja die Oberschlaue – Quotenregelung statt
    Qualifikation !!

    Über dies : Der Gesetzgeber hat KEINE Möglichkeit sich in
    Vertragsangelegenheiten einzumischen.
    Und mit WEM ich ein Vertrag abschließe schon gar nicht.

    Allerdings unter dem Deckmantel EU-Diktatur seher die SCHWAR…
    als Adolf Nachfolger !!!

  20. egal sagt:

    Bevor der Staat eine Frauenquote für die Führung privater Unternehmen gefordert wird, sollte erstmal Gleichberechtigung bei NC-Studiengängen eingeführt werden. So gibt es kaum noch Medizinstudenten, aber sehr viele Studentinen.
    Ist Quatsch! Natürlich! Genau wie eine Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten!

  21. Hägar Schmidt sagt:

    Herr Mai, Sie sind ein Frauenfeind, richtig? Böser, bööööser Frauenfeind.

    Dass Frauen offenbar Minderleister sind und daher eine behindertengerechte Quote in Rosinen-Bereichen brauchen, ist ein Witz, aber ein sehr trauriger Witz.

    Eine breite Quote (mit der Müllabfuhr und Bergbau würde ich anfangen) wäre ehrlicher, aber noch idiotischer.

    Unser Land wird zunehmend von leistungsneutralen Frauen regiert (Merkel & Co.), Auswanderung muss einfach für junge Männer die Antwort sein.

    Eine feminisierte Gesellschaft, die sich eher für Schuhe als für Technik begeistert, hat keine Zukunft.

  22. Hägar Schmidt sagt:

    @matthias: Sie haben Unrecht. Der Staat darf sich vielleicht in Einzelverträge nicht einmischen, aber den bundesweiten “Rahmenvertrag” macht er schön für Sie bereit. Sie werden sich all alle Vorgaben halten müssen, oder Ihr Einzelvertrag ist null und nichtig.

    Das schließt künftig eben eine leistungsneutrale Frauenquote für unterbelichtete Bürgerinnen ein. Gute Nacht.

  23. mathias sagt:

    Noch ein mal ganz ruhig.:
    Ein dem.Rechtstaat hat keine rechtliche Möglichkeit in diesem
    Umpfang in meine Betriebsführung einzugreifen.

    Auch wenn man es Ihen heute so vermittelt.

    Sie haben noch nicht das Notwendige um sich solchen Problem-
    lösungen zu stellen. Sie plappern noch alles nach!
    Das sind ausgebildete Führungskräfte!

    Und wenn Sie das Datum ansehen,dann würden Sie auch wissen,das
    dies erst dann per Gesetz durgebracht wird, wenn die

    EU-Diktatur abgeschlossen ist !!!!

  24. Dass Frauenquoten eindeutig kein Quatsch sind, zeigen eindeutig die Beispiele skandinavischer Länder, in denen das wunderbar funktioniert!!!

  25. jochen.mai sagt:

    @Karin: Eine urbane Legende. Zeigen die Skandinavier eben nicht. Sie zeigen, wie gut es ohne Quote geht. Und dass die Quote dort tatsächlich negative Auswirkungen hatte, zeigen wir nächste Woche…

  26. Ute sagt:

    ich freue mich, dass hier eine lebhafte Diskussion stattfindet. Allerdings bin ich doch über die teilweise offenen und teilweise nicht so offenen Vorurteile gegenüber der Fähigkeit von Frauen, sich sehr wohl in den Top-etagen durchzusetzen, sehr enttäuscht. Und ehrlich gesagt auch sehr negativ berührt, dies zu sehen, nachdem ich über 20 Jahre in einem sehr erfolgreichen internationalen Untermehmen (mit Stammsitz in den USA) gearbeitet habe. Dort gab es sehr wohl Zielvorgaben für den Frauenanteil auf den verschiedenen Führungsebenen und dies hat den wirklich richtigen Kandidatinnen für die jeweilige Position auch die Chance gegeben, diese Positiion zu erhalten und sich dort dann eben zu bewähren oder auch nicht. Gab es in der operativen Führungsriege bei meinem Start noch nicht eine einzige Frau, so sind es inzwischen etwa 25%. Und ich rede hier nicht von “PR” oder “Marketing”Vorstand, sondern von der Führung von Regionen mit einem verantworteten Umsatz von USD 5 Milliarden und mehr.
    Innerhalb dieser Firma wird es ganz klar anerkannt, dass ohne diese Zielvorgaben, an deren Erreichung auch das Gehalt der Topmanager geknüpft ist, nicht so schnell dazu gekommen wäre.
    Ich kann daher aus meiner eigenen Beobachtung wirklich nur dem Kommentar von @Heidi zustimmen: Es ist eigentlich traurig, dass überhaupt über “Quote” diskutiert werden muss, aber leider scheint es wirklich der einzige Weg zu sein, dass 50% des Humankapitals, dass den Firmen zur Verfügung steht, überhaupt auch nur mal angeschaut wird und die Chance erhält sich zu beweisen … es versagen schliesslich auch genügend Mönner bei ihren Führungsaufgaben.
    Und es ist auch sehr interessant mal zu recherchieren, was denn die führungsbewährten Frauen, die einfach keine Lust mehr haben noch männlicher sein zu müssen als die Männer, dann tun. Ein grosser Prozentsatz dieser Frauen macht sich selbstständig und bildet damit ein wichtiges Rückgrad unserer deutschen Wirtschaft. Nach meinem Wissen wird ein grosser prozentsatz der inhabergeführten Mittelstandsbetriebe von Frauen geleitet. Oft sind es die Töchter gewesen, die sich für die Übernahme der Betriebe qualifiziert haben. Und wenn Frauen erfolgreich mittelständische Unternehmen auch in der Metall- und Elektrobranche leiten können, warum wären diese dann nicht auch für Vorstandsaufgaben in börsennotierten Unternehmen geeignet?

  27. Auch die Mitbestimmung ist eine (weitgehend akzeptierte) Diskriminierung – eine Beschneidung des Eigentumsrechts und der Eigentümer. Es werden für die Aufsichtsräte bereits heute schon nicht zwangsläufig die Besten ausgewählt, sondern Quoten erfüllt. Kurz: die Selektion “der Besten” greift schon jetzt nur für den halben Aufsichtsrat.

    Wohin soll das führen?

    (s. auch mein Blog, da ohnehin NOFOLLOW, verweise ich mal drauf).

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