Weitere 29 Prozent glauben, dass die Unternehmensergebnisse zumindest ähnlich wie dieses Jahr ausfallen werden und nur knapp jeder zehnte Befragte fürchtet, dass 2011 weniger erfolgreich wird wie 2010. Das ist das Ergebnis einer Stepstone-Umfrage unter rund 1500 Fach- und Führungskräften hierzulande. Insgesamt beteiligten sich daran 3662 Menschen aus Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Italien, Österreich, Belgien, den Niederlanden und Frankreich.
Artikel aus dem Dezember 2010
62 Prozent der Deutschen glauben, 2011 wird besser als 2010
37 Prozent arbeiten nicht im Wunschjob
Während die eine Hälfte der Befragten das nicht weiter schlimm findet, bedauern es die anderen sehr, ihr Jobziel verfehlt zu haben. Zumindest ein Drittel arbeitet heute im Traumberuf. Weitere 30 Prozent hatten überhaupt keinen konkreten Berufswunsch, als sie mit dem Studium starteten (siehe Grafik).
Rangliste der schlimmsten Floskeln in Online-Profilen
Ausgewertet wurden dazu Stichproben aus Profilinformationen der 85 Millionen Mitgliedern weltweit. Am Ende haben die Statistiker gleich noch ein Ranking der in diesem Jahr zehn meist benutzten Phrasen in deutschen Profilen erstellt. Und so sieht es aus:
Karriere-Adventskalender: Der Namenrisikofehlprognoseeffekt
Dazu kreierten die beiden einmal Phantasienamen von Inhaltsstoffen in Lebensmitteln und baten ihre Versuchteilnehmer einzuschätzen, für wie gefährlich sie diese halten würden. Natürlich gab es die Stoffe nicht. Ihre Namen unterschieden sich lediglich darin, dass einige sehr kompliziert klangen (“Hnegripitrom”) und andere relativ leicht auszusprechen waren (“Magnalroxate”). Ein vergleichbares Experiment wiederholte das Forscherduo in Vergnügungsparks: Diesmal waren es die Attraktionen, die mal simpel (“Ohanzee”), mal ungewohnt und fremd (“Tsiischili”) klangen. In beiden Fällen wirkten die leicht auszusprechenden Angebote ungefährlicher und vertrauenserweckender auf die Versuchsteilnehmer. Ein Wunder also, dass Sie diesen Artikel bei dessen Namen überhaupt so weit gelesen haben! Andererseits: Was sollen da erst die Angelsachsen sagen? Die haben Wortungetüme hervorgebracht, wie Lopadotema-khoselakhogameokranioleipsanodrimypotrimmatosilphiokarabomelitokatakekhymenokikhlepikos-syphophattoperisteralektryonoptokephalliokigklopeleiolagoiosiraiobaphetraganopterýgon. Es handelt sich dabei übrigens um das längste bekannteste (englische) Wort.
Jeder dritte Manager freut sich auf die Weihnachtsfeier
Besonders die Österreicher bemühen sich in der Adventszeit um ihre Belegschaft: 78 Prozent der Unternehmen wollen heuer einen gemeinsamen Jahresausklang bei Glühwein und Plätzchen zelebrieren.
Die digitale Gesellschaft klafft auseinander
Zwar stellt die Studie ebenfalls fest, dass der Anteil der digitalen Außenseiter von 35 Prozent auf 28 Prozent sinkt. Beim Blick auf das Kompetenz- und Nutzungsprofil dieser Gruppe zeige sich aber, dass jene 28 Prozent den Anschluss an die digitale Welt dafür immer stärker verlieren.
Karriere-Adventskalender: Wärme macht produktiver
Denn wie der US-Forscher Alan Hedge von der Cornell Universität festgestellt hat, leisten Mitarbeiter in einem warmen Büro deutlich mehr als in einem kalten. Dazu ließ er die Angestellten einer Versicherung in Florida bei 20 Grad arbeiten. Die Assekuranzler malochten und hatten eine Fehlerquote von 25 Prozent. Dann drehte Hedge die Heizung auf 25 Grad: Zack – schon schufteten die Leute noch mehr und machten nur noch 10 Prozent Fehler. Gut, das ist Florida, da wirds nie so richtig kalt. Unterstützung erhalten Hedges Studienergebnisse allerdings auch durch eine Untersuchung zweier Kollegen von der Universität Utrecht. Dort haben Wissenschaftler ermittelt, dass die Raumtemperatur auch beeinflusst, wie Menschen miteinander reden und welche Beziehungen sie aufbauen: Je höher das Thermometer steigt, umso näher kommen wir uns und desto besser verstehen wir die anderen. Wer das Verhältnis zu seinen Kollegen verbessern oder ein gänzlich neues Team aufbauen will, sollte also für angenehme Wärme im Büro sorgen.
Karriere-Adventskalender: Kennen Sie den N-Effekt?
Stephen M. Garcia von der Universität von Michigan und Avishalom Tor von der Universität in Haifa haben das Phänomen entdeckt und N-Effekt (pdf) getauft. Für eines ihrer Experimente ließen die beiden Forscher einmal 74 Studenten jeweils isoliert ein Quiz absolvieren. Den einen erzählten sie, sie würden gegen neun Mitbewerber antreten, den andern sagten sie, sie hätten sogar 99 Konkurrenten. Und siehe da: Wer sich einer kleineren Wettbewerberzahl gegenüber sah, schaffte den Test in 29 Sekunden; wer hypthetisch gegen 99 Kommilitonen antrat, brauchte 33 Sekunden länger. Die beiden Forscher räumten ein, dass neben dem N- sicher auch noch andere Effekte eine Rolle spielen. Doch zeigten ihre Forschungen eben auch ganz deutlich, dass ein stark konkurrierendes Umfeld – etwa unter Kollegen im Büro – die Gesamtleistung minimiere. Was sich auch auf Teams übertragen lässt: Je kleiner die Gruppe, desto mehr strengen sich die Leute an.

