Schon vor einiger Zeit stellte eine australische Studie fest: Großraumbüros machen die Menschen krank. Die Mitarbeiter leiden darin unter „Reizüberflutung, Verlust von Privatsphäre, Identitätsverlust, niedriger Produktivität und geringer Zufriedenheit“, so der Studienleiter Vinsh Oommen. Außerdem würden sich die Kollegen bei kranken Nachbarn schneller anstecken. Eine Umfrage der Marktforscher von ICM Research unter rund 2000 europäischen Bürokräften kommt zu vergleichbaren Ergebnissen: Danach empfinden 60 Prozent der Beschäftigten in einem Großraumambiente deutlich mehr Stress. In Deutschland nervte die Arbeitnehmer vor allem, dass ihr Büro schlecht klimatisiert war (57 Prozent).
Artikel aus dem April 2010
Rate der Neugründungen bei 4,1 Prozent
Die Studie beruht auf den Daten des Global Entrepreneurship Monitors (GEM). Allein in Deutschland wurden mehr als 6.000 Personen befragt, ob sie gerade dabei sind, ein Unternehmen zu gründen oder in jüngerer Zeit gegründet haben. Insgesamt wurden 2009 gut 180.000 Interviews in 54 Ländern durchgeführt.
Neuer Gründergeist
Unabhängig davon, ob eine Selbständigkeit für die Befragten konkret infrage kommt oder nicht, können sich zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) eine Selbständigkeit derzeit am ehesten im Nebenerwerb vorstellen, davon rund die Hälfte (30 Prozent) zuerst im Nebenerwerb und anschließend im Haupterwerb. Lediglich jeder Fünfte (21 Prozent) würde direkt den Schritt in die hauptberufliche Selbständigkeit wählen.
Kompetent aussehende Manager verdienen mehr
Gemeint ist in diesem Fall der visuelle Eindruck von Kompetenz. Der wirkt sich, glaubt man einer neuen Studie der Duke Universität, sogar spürbar auf das Einkommen der Betroffenen aus. Oder wie das Forschertrio John Graham, Campbell Harvey und Manju Puri von der Duke’s Fuqua School of Business sagen würde: Kompetent aussehende Manager verdienen mehr – und das obwohl freilich zwischen ihrem Aussehen und der Profitabilität des Unternehmens überhaupt kein Zusammenhang besteht.
Natürlich gab es schon vorher zahlreiche Studien, die einen Zusammenhang zwischen attraktivem Aussehen und privatem oder beruflichem Erfolg dokumentierten. „Wir aber wollten herausfinden, ob dieser Zusammenhang auch in der Konzernleitung eine Rolle spielt“, sagt Studienautor Graham. » Weiterlesen
Jedes zweite Unternehmen verliert bei Übernahmen Top-Talente
Das sind Ergebnisse der Studie „Global M&ASurvey 2010“, bei der die HR-Beratung Hewitt 278 global agierende Unternehmen zu ihren Transaktionsplänen befragt hat.
Der Nocebo-Effekt
Ein Gastbeitrag von der Berliner Psychologin und Trainerin Birgit Permantier
Im Jahr 2007 wollte sich ein junger Amerikaner das Leben nehmen, weil er unter Liebeskummer litt. Er schluckte 29 Kapseln eines Antidepressivums, woraufhin sein Blutdruck dramatisch absackte und er in die Notaufnahme eingeliefert wurde. Im Krankenhaus stellten die Ärzte jedoch fest, dass der Mann Proband in einer Medikamentenstudie war und zu jener Hälfte der Patienten gehörte, die nur ein Scheinmedikament und kein Antidepressivum erhalten hatte. Als er erfuhr, dass er statt eines echten Medikaments nur Placebos geschluckt hatte, verschwanden sämtliche Symptome schlagartig.
Der Fall, der im Fachblatt „General Hospital Psychiatry“ publiziert wurde, gilt inzwischen als Paradebeispiel für den Nocebo-Effekt (lateinisch: ich werde schaden). » Weiterlesen
Nur noch jeder Zweite arbeitet mit Tarifvertrag
Zum Vergleich: 1996 arbeiteten in Westdeutschland noch 70 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit einem Branchentarifvertrag. Noch stärker davon betroffen sind allerdings die Arbeitnehmer in Ostdeutschland: Hier sank der entsprechende Anteil der Tarifbeschäftigten im gleichen Zeitraum von 56 auf 38 Prozent.

