Ein indirekter Beitrag von dem Bestsellerautor Tim Ferriss
Der ursprüngliche Einsender, Effizientertainer Martin Geiger wurde von den Lesern inzwischen als Plagiateur überführt (siehe Kommentare)
Beantworten Sie keine Anrufe von unbekannten Telefonnummern
Überraschen Sie andere, aber lassen Sie sich nicht überraschen. Jeder eingehende Anruf führt zu einer unerwünschten Unterbrechung der Tätigkeit, an der Sie gerade arbeiten. Studien haben gezeigt, dass Angestellte im Schnitt nur rund elf Minuten ungestört an einer Aufgabe arbeiten können, bevor sie unterbrochen werden. Nach der Unterbrechung dauert es 25 Minuten, um wieder voll konzentriert zu arbeiten. Lassen Sie bei unbekannten Anrufern lieber zuerst den Anrufbeantworter rangehen.
Mailen Sie niemals morgens als Erstes oder abends als Letztes
Die Angewohnheit, den Arbeitstag damit zu beginnen, kurz seine E-Mails zu checken, stellt einen denkbar ungeeigneten Tagesstart dar. Dies kann Ihre wichtigsten Prioritäten und Pläne für den gesamten Tag durcheinander bringen. Ganz ehrlich: Ihre E-Mails können doch sicher auch bis 10 Uhr warten, nachdem Sie zumindest einen wichtigen Teil Ihrer Aufgaben, vor allem aber die wichtigste Tagesaufgabe abgeschlossen haben? Abends dagegen sorgen Mails für Schlaflosigkeit oder Überstunden, weil Sie kurz vor dem Feierabend noch schnell beantwortet werden wollen. Das ist kein gelungener Tagesabschluss.
Lassen Sie Andere nicht abschweifen
Vergessen Sie die Floskel „Wie geht´s?“ wenn Sie jemand anruft. Verwenden Sie stattdessen eine Begrüßung, die sinngemäß lautet: „Ich bin gerade dabei, eine wichtige Aufgabe fertig zu stellen, aber was kann ich für Dich tun?“ Fordern Sie andere auf, ohne Umschweife zum Punkt zu kommen. Auf die Frage „Hast Du kurz Zeit“ antworten Sie prinzipiell „Wie lange genau?“ und auf die Zeitangabe Ihres Gesprächspartners erwidern Sie: „Gerne. Passt es Dir um 17:12 Uhr?“
Kontrollieren Sie nicht ständig Ihre E-Mails
Über diesen Punkt habe ich an dieser Stelle bereits zur Genüge geschrieben. Bei Bedarf finden Sie die Artikel alle in meinem Weblog www.mgeiger.com Sammeln Sie Ihre Mails und überprüfen Sie den Posteingang nur zu bestimmten Zeiten. Und schalten Sie unbedingt auch jede (akustische und visuelle) Erinnerungsfunktion für den Eingang neuer Mails aus. Erstellen Sie einen entsprechenden Autoresponder und kümmern Sie sich maximal zwei- bis dreimal täglich darum. Konzentrieren Sie sich lieber auf die Durchführung Ihrer Top-To-Do´s, anstatt auf selbsterzeugte Notfälle zu reagieren.
Kommunizieren Sie nicht zuviel mit Kunden, die nicht zu Ihrem Ergebnis beitragen
Es gibt keinen sicheren Weg zum Erfolg. Aber der sicherste Weg zum Misserfolg ist, zu versuchen, es jedem recht zu machen. Bei einigen Kunden springt nun mal wenig Gewinn ab. Häufig sind dies jedoch auch genau diejenigen, die überzogen hohe Erwartungen haben. Machen Sie nach dem Pareto-Prinzip eine Kundenanalyse: Welche 20 Prozent produzieren über 80 Prozent meines Gewinns und welche 20 Prozent verbrauchen über 80 Prozent meiner Zeit? Setzen Sie die Zeitvernichter auf eine Art Autopilot.
Tragen Sie nicht rund um die Uhr ein Smartphone mit sich herum
Nehmen Sie pro Woche mindestens einen freien Tag von Ihren digitalen Sklaventreibern. Stellen Sie sie ab oder besser noch: Lassen Sie sie einfach im Auto zurück. Was passiert schon, wenn Sie ein Anruf eine Stunde später oder erst am nächsten Morgen erreicht? Eben. Oft erwarten Menschen, die 24 Stunden am Tag sieben Tage die Woche für jedermann erreichbar sind, dies auch von Ihren Mitmenschen. Aber wenn Sie nicht die Bundeskanzlerin sind, sollte Sie niemand abends um 21 Uhr noch brauchen.










53 Kommentare zu “Die Not-To-Do-Liste: Welche Gewohnheiten Sie sofort stoppen sollten”
Lieber Herr Mai,
Finde ich alles gut. Außer die Punkte mit den Emails: Hier denke ich, dass man differenzieren sollte, in welchem Berufsfeld und in welcher Position man sich aufhält.
In einer Online-Redaktion halte ich es für fatal, nicht auf mögliche Alarmmails oder wichtige Fragen von Mitarbeitern rasch zu reagieren.
Hier schlage ich vor, die Mitarbeiter darin zu bestärken, dass die Herausforderungen alleine zu lösen, die sie alleine lösen können und dürfen. So minimiert man die Anfragen innerhalb des Hauses.
Was meinen Sie?
Viele Grüße
Stephan Goldmann
Schöner Artikel, besonders die Überlegung, Emails erst später zu checken, ist interessant. Allerdings finde ich des generell nicht so gut, Smartphones bzw. Handys als “Sklaventreiber” zu betiteln. Denn das sind sie nicht, sondern äußerst hilfreiche Arbeitsmittel. Wer natürlich hin und wieder den Knopf zum Ausschalten nicht findet, dessen Problem ist nicht das Smartphone, sondern die eigene Einstellung zum Leben und der Priorisierung von Lebensinhalten. Das sollte mal so festgehalten werden. Keiner ist Sklave von Kommunikationsmitteln, sondern zum großen Teil Sklave von sich selbst, wenn er sich darauf einlässt.
Leider kann ich diesem Artikel nur ansatzweise zustimmen. Zwar gibt es auf jeden Fall zuviele Dinge die einen unnötig ablenken können, aber die aufgezeigten Maßnahmen halte ich größtenteils für nicht gut. Vor allem Autoresponder, die den Absender informieren dass ich meine E-Mails nur an bestimmten Zeiten checke halte ich für ärgerlich und möchte ich selbst auch nicht erhalten. Bei unbekannten Anrufern die Mailbox rangehen zu lassen klingt nach einer guten Idee für Ämter (sorry, absichtlich überspitzt), gerade unbekannte Anrufer sollten ja einen positiven Ersteindruck bekommen und merken, dass man sich gern Zeit für sie nimmt.
Super Artikel. Ich werde ihn gleich mal twittern http://twitter.com/TimRombach
“Tragen Sie nicht rund um die Uhr ein Smartphone mit sich herum” das wird sehr schwer.
Kann ich nicht 100% zustimmen. Kundenkommunikation ist wichtig und langfristig der Schlüssel zum Erfolg. Wer den Menschen hinter seinem Geschäftspartner sieht und sich Zeit für ein ehrliches “Wie geht’s” nimmt, profitiert langfristig davon. Wir sind doch keine Effizienzmaschinen…
Der Tip mit den Mails steigert meine Produktivität wohl um 50%
Hallo Herr Mai,
ich stimme Ihnen weitgehend zu. Es kommt mMn auf die einzelnen Berufe an.
Ich lese und beantworte Mails immer in der Früh oder abends, wenn ich zu Hause bin. Manchmal auch zwischendurch, ist bei meinen Klienten teilweise wichtig.
Unbterdrückte Telefonnummern werden mit einer entsprechenden Ansage abgelehnt. Nach anfänglichen Problemen erweist sich dies jetzt als Vorteil! Wer seine Nummer zeigt wird auf den Ab weitergeleitet. Da kann ich rangehen, falls ich im Haus erreichbar bin. Und der Anruf wichtig ist.
Ich halte Anrufbeantworter und Autoresponder für sehr gute Ideen.
Sie sollten allerdings keinesfalls benutzt werden, um Leute komplett abzuwimmeln.
Ganz ehrlich, es ist mir viel lieber, wenn ich eine Autorespondermail bekomme und dann 2 bis 3 Stunden später eine “richtige” Antwortmail, die schon erste Informationen zu meiner Anfrage enthält, als wenn ich eine Antwort bekomme, die zwar unmittelbar auf meine Anfrage erfolgt und “persönlich” vom Absender verfasst wurde, mir aber nicht weiter hilft.
Und wenn ich nicht gerade an einer Hotline oder im Callcenter arbeite, kann kein unbekannter Anrufer erwarten, daß ich sofort “springe”. Ich habe schließlich einen Job. Ansonsten gilt dasselbe wie für Email. Ein Rückruf mit ersten Infos ist für mich befriedigender als ein Telefongespräch, daß mit Vertagung endet.
Ein sehr sinnvoller Beitrag, dessen Tipps selbstverständlich an die eigenen Gegebenheiten angepasst werden müssen.
Aber alleine schon die visuelle Benachrichtigung für eigehende Mails abzuschalten bringt einen merklichen Produktivitätsgewinn! Auch gut: Unwichtigere Kunden auf Autopilot setzen.
Generell denke ich, dass das Thema in naher Zukunft an Bedeutung zunehmen wird, da auch die Ablenkung im Büro immer zunimmt. Das ständige Reize irgendwann Stress auslösen, ist schon bekannt. Jetzt wird es zeit sein Arbeitsumfeld entsprechend anzupassen.
Alles richtig. Und vorallem das mit den Emails. Den Tag mit den wirklich wichtigen Dingen beginnen und nicht mit allerlei Sachen den Kopf “befeuern”, die ablenken und grösstenteils sogar unbewusst blockieren. Genauso abends als Letztes … da gebe ich meinem Unterbewsusstsein lieber eine Aufgabe, die es über Nacht verfolgen kann und soll. Doch bitte keine Emails.
Danke für den tollen Beitrag
Genau. Um es auf den Punkt zu bringen:
1. seien Sie unhöflich. Höflichkeit und Smalltalk verbrauchen nur unnötig Zeit.
2. Sagen sie Menschen, die mit ihnen kommunizieren wollen, wie sehr sie stören
3. Arbeiten Sie mit digitaler Kommunikation so, wie es ihr zusteht: Als etwas, was es am besten nie gegeben hätte
Artikel abgeschrieben bei Timothy Ferriss
Herr Geiger muss ein ziemlich einsamer und verlassener Mensch sein. Schade auch. Ich weiß nicht, was der Herr “Effizienztrainer” studiert hat und wie er zu seinen Weisheiten gekommen ist. Wenn ich so einen Kollegen im Büro hätte, würde ich fragen, ob er nicht mal ganz lange Urlaub machen möchte – oder professionelle Hilfe in Form eines Psychologen in Anspruch zu nehmen gedenke. Psychiater helfen da nicht so viel – die greifen i. d. R. zu schnell zum Rezeptblock. Der Mensch ist vor allem und in erster Linie ein soziales Wesen. Als solches kann er natürlich auch Unsinn verbreiten, wie man leider immer wieder liest. Aber ich bin froh, dass es – um mit Herrn Geiger zu sprechen – doch noch sehr viele nicht so erfolgreiche Menschen gibt, die diese Welt lebenswert machen. Also, Herr Geiger: wie geht’s?
Lange nicht so hirnlose Tipps gelesen. Keiner dieser sogenannten Tipps ist realistisch. Also, ich soll meinen Arbeitstag beginnen, ohne meine Mails zu lesen. Völliger Quatsch! Was ist, wenn es etwas wichtiges gibt? Smartphone im Auto lassen. Auch gut, die Kripo wird sich bei solchen schlauen Tippgebern über Arbeit bedanken. Und Herr Geiger, schon einmal etwas davon gehört, dass es Mensch (bsp. Journalisten) ginbt, die ganz bewusst ihre Nummer unterdrücken?
Nicht? Ach ja, ihr Coach macht das bestimmt auch und Sie haben nicht abgenommen…
Ich schlage Herrn Geiger einen Effizientertainer vor – der wird sicherlich in wenigen Minuten feststellen, dass seine Tätigkeit völlig ineffizient ist. Also ab zum A-Amt, Herr Geiger!
Nach Lektüre dieses Nutzwert-Krachers musste ich natürlich mehr über diesen Zeitspar-Fuchs erfahren!!! Die Sein Name ist Geiger, Martin Geiger. Zumindest schreibt er das auf seiner Homepage ww.martingeiger.com. Liest sich alles im Stil einer Werbeseite für ein Abnehmprodukt, mit dem effektiv 10 Kilo in 10 Tagen drin sind. Mein effektiver Tipp: Sparen Sie sofort wirksam effektiv viel Zeit und überspringen Sie deratige Schwachsins-Artikel von solchen Brusttrommlern….
Hallo Herr Geiger,
meinen Sie diese Tipps eigentlich wirklich ernst oder ist das nur Effizientertainment? Als provokative Anregung ist das sicher ganz nett aber kaum eine ernsthafte Arbeitserleichterung. Genauso wie ich meine Post aus dem Briefkasten durchsehe, wenn Sie da ist gucke ich morgens ins E-Mail-Postfach und kümmere mich um Mails wenn Sie wichtig sind, andere bearbeite ich später.
Wenn man Sie als Trainer bucht, bekommt man da für sein Geld auch nur derartiges Entertainment oder seriösere Hinweise? Und wie oft soll man eigentlich Kommentare zu seinen Beiträgen lesen und darauf antworten? Vermutlich reine Zeitverschwendung.
Sehr schade, dass der Autor nicht Stellung bezieht…
gibt es viele auf der Welt. Dass diese dann aber auch noch bezahlt auf einer Bühne ihr Gefasel von sich geben dürfen, liegt daran, dass es auch dumme Menschen gibt, die an verantwortlichen Stellen der Wirtschaft sitzen und Geld für so eine Sch….e ausgeben.
Das Buch aus dem der Autor ohne Quellenangabe abgeschrieben und Honorar kassiert hat, heisst : “Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben” – Nachprüfbar für jeden!
@Tim-Ferriss-Fan: Auch wenn Sie wiederholt behaupten, der Autor hätte abgeschrieben, sollten Sie den Beweis nicht schuldig bleiben und die Passage exakt benennen, von der hier abgeschrieben wurde. Andernfalls wäre das Verleumdung – und ich müsste es löschen. Abschreiben heißt: wörtlich abgeschrieben. Ideen lassen sich leider nicht schützen – und es ist ja auch nicht gesagt, dass selbst Tim Ferriss, den ich sehr schätze, der alleinige Urheber all seiner Buchideen ist.
@Stepahn Goldmann: Finde ich auch schade – aber Sie können ihn ja noch einmal selbst direkt anmailen und dazu auffordern. Das wirkt vielleicht mehr als hier per Kommentar.
@Dummschwätzer: Das war ein durchaus polemischer Kommentar. Leider nicht wirklich zur Sache und argumentfrei. Das schmälert ein wenig das Gewicht Ihrer Kritik. Aber vielleicht haben Sie ja noch etwas zur Sache beizutragen? So wie die ersten Kommentatoren auch…
…denen übrigens: Danke!
Lieber Herr Mai,
freut mich, dass Sie antworten. Nochmal: Schade, dass der Autor hier nicht Stellung beziehen möchte. Dass wir Leser ihn nun auffordern sollen, halte ich für etwas zu viel. Insofern – und auch aus Zeitspargründen – lasse ich das.
Viele Grüße
Stephan Goldmann
“Aber wenn Sie nicht die Bundeskanzlerin sind, sollte Sie niemand abends um 21 Uhr noch brauchen”
Ich bin die Bundeskanzlerin
Also ich würde die Tipps eher für das Privatleben empfehlen.
Neulich habe ich in der UBahn mitgehört, dass der Hund einer Frau regelmäßig in ihre Wohnung kackt. Schämen sich die Menschen überhaupt nicht mehr? Ich nehme nie in einem unpassenden Moment das Handy ab, sondern rufe dann lieber zeitnah zurück. Manchmal beschließen auch meine Frau und ich, die Handys für enen kurzen Spaziergang nicht mitzunehmen.
Allerdings kann ich diese Art von Vorschlägen nicht auf das Berufsleben übertragen. Herr Mai sollte damit mal versuchen, länger als einen Tag in einem Handelsraum seinen Job zu behalten
Selten so schwachsinnige Tipps gelesen! Sehr sinnvoll die wichtigen Informationen aus der Mail-Korrespondenz erst mal ein paar Stunden zu ignorieren und die gewonnene Zeit damit zu nutzen unfreundlich ins Telefon zu raunzen. Der Mann soll seine Ratschläge an die Bildzeitung verkaufen.
Germany Zero Points – Dümmer gehts nimmer!
Liebe Leser,
nachdem hier einige Kommentatoren darauf hingewiesen haben, dass es sich bei dem eingereichten “Gastbeitrag” um ein Plagiat handelt, bin ich der Sache noch einmal nachgegangen – und muss leider feststellen: Es ist wahr.
Der Text stammt nahezu identisch aus dem Blog von Tim Ferriss, was ich inzwischen oben auch verlinkt und korrigiert habe. Ich bitte dies zu entschuldigen und wende mich ohnehin noch einmal an den Autor.
Ich lasse den Artikel dennoch vorläufig stehen (es sei denn Ferriss hat etwas dagegen), weil die darin enthalten Aussagen durchaus provozieren und zum Nachdenken sowie Diskutieren anregen. Und darum geht es ja hauptsächlich in diesem Blog…
Herrn Ferriss geht es nicht darum effizient zu arbeiten, sondern sich um Arbeit zu drücken. Sein parasitäres Taugenichtstum funktioniert in großen, behäbigen Konzernen, kann aber nach einer Entlassung zu Problemen führen (Stichwort fehlendes Netzwerk). Fazit: Seine Tips nutzen vor allem dem Autor (durch den Verkauf seiner Bücher).
Das nenne ich mal effizient, wenn der Autor noch nicht mal Autor sondern nur “Abschreiber” ist.
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