Thorsten Polleit hat sich durch seine kernigen Aussagen einen Namen gemacht. Von unserem Papiergeldsystem hält er wenig.
Mittlerweile hat Polleit den Sessel des Chefsvolkswirt von Barclays Capital mit dem vom Chefökonom der Degussa Goldhandel GmbH getauscht. Meinem Kollegen Malte Fischer gegenüber sagte er jetzt: „Die EZB ist auf Inflationskurs.“ Die Europäische Zentralbank werde alles tun, um Staatsbankrotte zu verhindern. „Sie hat den Banken billiges Zentralbankgeld geliehen, damit sie damit höher verzinsliche Anleihen der Krisenländer kaufen und deren Zinsen nach unten drücken.“ (Siehe: Ende des Papiergeldes naht.)
Besonders schön finde ich den Satz: „Im Papiergeldsystem kann die Zentralbank, wenn es politisch gewollt ist, Hyperinflation in sechs Sekunden produzieren!“ Polleit ist bekannt als ein Verfechter eines Goldstandards und als Befürworter von Free Banking, einem System in dem für alle Banken – egal welcher Nation – die gleichen Regulierungen gelten.
Der Ökonom und Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance ist ein gern zitierter Gast in der deutschen Medienlandschaft. Das hat ihm zahlreiche Gastbeiträge eingebracht. In einer Aufsatzsammlung hat diese der FinanzBuch Verlag (2011) herausgegeben. Titel: Der Fluch des Papiergeldes. Wer sich mehr mit Polleit und seinen Thesen beschäftigen will, hat mit diesem kleinen Büchlein genau den richtigen Einstieg. Marc Faber empfiehlt das Büchlein übrigens auch.
Viel Spaß bei der Lektüre,
Ihr Ulrich W. Hanke











