Artikel mit dem Tag: Standortsuche

Gründeratlas: Deutschlands innovative Zonen

Es ist ein Warnsignal: Die Zahl der High-Tech-Gründungen in Deutschland ist im Jahr 2008 auf einen neuen Tiefpunkt gefallen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und des Sotware-Konzerns Microsoft hervor. Danach wurden im jahr 2008 rund 15.300 Unternehmen in den High-Tech-Sektoren gegründet – das entspricht einem Rückgang von elf Prozent gegenüber 2007. Außerhalb der High-Tech-Sektoren brach die Zahl um etwa zwölf Prozent noch etwas stärker auf rund 199.000 Gründungen ein. Auch 2009 könnte es weiter bergab gehen, so die Forscher.

Dabei gibt es zwischen den einzelnen Bundesländern allerdings große Unterschiede was die Gründungsintensität (Gründungen je 10000 Erwerbsfähige) angeht. Danach sind Bayern, Hamburg/Schleswig-Holstein und Hessen die Bundesländer mit den meisten High-Tech-Gründungen pro Einwohner. Schlusslichter sind Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Betrachtet man nur die Startups aus dem Bereich der forschungsintensiven Industrie kommt Thüringen immerhin besser weg: Hier liegt es nach Bayern und vor Baden-Württemberg auf Platz Zwei.

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“Viele Hochschulen unterschätzen das Thema Gründung”

Marco Winzer

Marco Winzer arbeitet als Investment Director für den High-Tech Gründerfonds (HTGF) und verhandelt mit und betreut Unternehmen. Zuvor arbeitete der gelernte Volkswirt als Gründerberater und betreute später Beteiligungen. Foto: HTGF

Herr Winzer, die Projekte, die der High-Tech-Gründerfonds finanziert, ballen sich meist an bestimmten Orten – etwa rund um München, Berlin, Dresden oder Aachen. Wie kommt es zu dieser Verteilung?

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UPDATE Wiwo-Gründermap: Business Angels und Investoren

Wie sieht die deutsche Gründerlandschaft aus, wo gibt es weiße Flecken?

Teil II der Übersicht zeigt: In Berlin, München und Hamburg sowie entlang von Rhein und Main konzentrieren sich Business Angels und Investoren. Zumindest die Netzwerke, die beim BAND gelistet sind, und die Startup-Finanzierer, die der BVK verzeichnet hat. Wie in Teil I der Map gibt es auch im Nordosten und in der Mitte größere weiße Flecken – klar: Die Investoren siedeln sich gern in größeren Städten an.

Wer das Bild unten anklickt, landet bei der Google-Map, auf der alle bisherigen Einträge nochmal komplett und im Detail aufgeführt sind. Die Karte wird nach und nach erweitert. Hier gibt es das dazugehörige KML-File für Google Earth.

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Gründerfreundliche Kommune: Not Found?!

Früher zählte für einen Einzelhändler vor allem die Lage seines Geschäfts, sagt Internetprophet Jeff Jarvis in seinem neuen Buch, aus dem die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe exklusiv einen Auszug bringt. Heutzutage erreichen viele Unternehmen ihre Kunden übers Netz; sie verkaufen ihre Produkte über Ebay und Amazon und ihre Dienstleistungen über Portale wie Myhammer oder Etengo. Das macht es jedem leichter, zu finden und zu kaufen, was er braucht: Früher musste man ins Reisebüro gehen, um seinen Urlaub zu buchen, heute reicht der Klick durch ein paar Internetseiten. Früher kaufte man Bücher und Klamotten in der Fußgängerzone gekauft, heute werden sie an die Tür geliefert. Letzte Weihnachten habe ich quasi alle Geschenke übers Netz gekauft; die weiteste Anreise hatte eine lebensgroße Obama-Figur, die ich in Massachusetts gekauft habe (das Paket war schneller da als ich gebraucht hätte, um in Deutschland ein Exemplar aufzutreiben). Und wenn es Probleme gibt, schreibe ich eine Mail oder rufe bei irgendjemandem an, der irgendwo in der Welt sitzt und nur dafür da ist, Probleme wie dieses zu lösen.

Kurz: Die räumliche Nähe zum Kunden wird für viele Anbieter immer unwichtiger, wenn er in der digitalen Welt ohnehin nur einen Mausklick weit entfernt ist. Das gleiche gilt für Netzwerke: Die lassen sich immer besser übers Netz pflegen – per E-Mail, Skype oder Xing.

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