Herr Brandenburg, vor einem Jahr haben Sie zusammen mit Thomas Gottfried und Veit Spiegelberg StepMap gelauncht. Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen?
Brandenburg: Mein Mitgründer Veit kam auf die Idee, als er im Oktober 2007 nach Thailand flog. Damals wie heute gab es keinen Internet-Service, der als zentrales Medium eine Karte einsetzt. Dabei ist gerade in den Bereichen Nachrichten, Reisen und Bildung die Karte ein ideales Kommunikationsmittel. Seitdem haben sich unser Modell und unsere Ausrichtung natürlich verändert, aber unser zentrales Produkt ist die Landkarte geblieben.
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“Nicht reden, sondern machen!”
“Ich musste eine Menge lernen”
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Gründerraum: Herr Näf, Doodle wird inzwischen jeden Monat von über sechs Millionen Nutzern verwendet. Hätten Sie das vor ein paar Jahren für möglich gehalten?
Näf: Als ich Doodle im Jahr 2003 erfunden habe, hätte ich nicht damit gerechnet, dass es sich eines Tages so weit verbreitet. Insofern hat mich der Erfolg anfangs schon überrascht.
Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee?
Weil ich mich mit Freunden zum Abendessen verabreden wollte und dabei gemerkt habe, wie schwer es ist, einen Termin zu finden, an dem alle Zeit haben. Also habe ich Doodle programmiert.
“Viele Hochschulen unterschätzen das Thema Gründung”

Marco Winzer arbeitet als Investment Director für den High-Tech Gründerfonds (HTGF) und verhandelt mit und betreut Unternehmen. Zuvor arbeitete der gelernte Volkswirt als Gründerberater und betreute später Beteiligungen. Foto: HTGF
Herr Winzer, die Projekte, die der High-Tech-Gründerfonds finanziert, ballen sich meist an bestimmten Orten – etwa rund um München, Berlin, Dresden oder Aachen. Wie kommt es zu dieser Verteilung?
„Mache ich es für Google – oder für mich selbst?“
Google ist für viele der Wunscharbeitgeber. Sie haben für den Konzern als Entwickler in New York gearbeitet. Warum haben Sie gekündigt?
Die Arbeit in der Forschungsabteilung war wirklich außergewöhnlich: Ich hatte unglaubliche Freiheiten und Möglichkeiten und habe projektübergreifend gearbeitet. Eine Superstelle, die ich auch gerne mitgenommen habe. Aber für mich war immer klar, dass ich wieder ein eigenes Unternehmen starten wollte, nachdem ich schon 1997 zum ersten Mal bei einem Startup von Anfang an dabei war.
Was war dann der Auslöser, es zehn Jahre später wieder zu versuchen?
Ich habe auf die richtige Idee gewartet, um wieder ins kalte Wasser zu springen. Und die hatte ich in dem Jahr: Eine Internetsuche für Übersetzungen. Die Frage war nur: Mache ich es für Google oder für mich selbst?
„Viele versuchen gerade, ohne Schaden aus dem Web-2.0-Abenteuer auszusteigen“
Letztes Jahr hat es einen Boom bei Internet-Gründungen gegeben: Erst kamen die Mütter-Netzwerke, dann die Tiercommunities und schließlich die Sportler-Plattformen. Nun deuten Anzeichen auf ein Ende des Hypes hin. War es das jetzt?
Es wird eine Ausdünnung geben. Vor allem viele der Nachahmer amerikanischer Ideen ohne unternehmerische Vision werden 2008 nicht überleben.



