Artikel mit dem Tag: Internetstartup

“Ich musste eine Menge lernen”

t
Gründerraum: Herr Näf, Doodle wird inzwischen jeden Monat von über sechs Millionen Nutzern verwendet. Hätten Sie das vor ein paar Jahren für möglich gehalten?
Näf: Als ich Doodle im Jahr 2003 erfunden habe, hätte ich nicht damit gerechnet, dass es sich eines Tages so weit verbreitet. Insofern hat mich der Erfolg anfangs schon überrascht.

Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee?
Weil ich mich mit Freunden zum Abendessen verabreden wollte und dabei gemerkt habe, wie schwer es ist, einen Termin zu finden, an dem alle Zeit haben. Also habe ich Doodle programmiert.

» Weiterlesen

Glückwunsch an PaperC

t

Es war keine leichte Entscheidung: Zwölf Startups haben um den Titel “Startup des Jahres 2009″ von deutsche-startups.de gekämpft – darunter auch so spannende Projekte wie Spendino, Finalist des WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerbs in 2008, Stepmap und Linguee (Gründerraum-Interview). Gewonnen hat der virtuelle Copyshop PaperC.  Auch mit meiner Stimme. » Weiterlesen

“Jedes Ticket zählt”

Felix Haas, 28 Jahre, ist CEO von amiando, das er 2006  gemeinsam mit Armin Bauer, Sebastian Bärhold, Marc Bernegger, Markus Eichinger und Dennis von Ferenczy gegründet hat. Er hat Elektro- & Informationstechnik an der TU München, der ETH Zürich und der Stanford University studiert.

Felix Haas, 28 Jahre, ist CEO von amiando, das er 2006 gemeinsam mit Armin Bauer, Sebastian Bärhold, Marc Bernegger, Markus Eichinger und Dennis von Ferenczy gegründet hat. Er hat Elektro- & Informationstechnik an der TU München, der ETH Zürich und der Stanford University studiert.

Gründerraum: Herr Haas, mitten in der Krise meldet amiando eine Umsatzsteigerung von 200 Prozent. Wie erklären Sie sich denn das?
Felix Haas: Zum einen helfen wir Veranstaltern, ihre Kosten zu senken und ihre Events besser zu vermarkten – und das ist gerade in der Krise wichtig. Veranstalter, die amiando bisher aus purer Gewohnheit nicht genutzt haben, entdecken es jetzt neu, weil sie dort Geld sparen können. Zum anderen haben wir sehr zufriedene Kunden, die auch in schwierigen Zeiten auf uns setzen: Über neun von zehn Nutzer, die wir 2007 gewinnen konnten, haben unsere Dienste auch 2009 wieder in Anspruch genommen.

» Weiterlesen

Exklusive Umfrage: Internet-Startups sind trotz Krise optimistisch

Erst der der Foto-Service Picabee, dann der Avatar-Dienst Weblin und kürzlich die Kinder-Community Smoodoos: Im Frühsommer häuften sich die Meldungen über drohende Pleiten bei Web-Startups. Tatsächlich tun sich viele Gründer zurzeit schwer, neue Geldgeber zu finden und fürchten um ihre Zukunft. Das belegt eine exklusive Umfrage der WirtschaftsWoche unter rund 600 Unternehmen:

  • Investoren sind Mangelware: Rund 19 Prozent der Teilnehmer berichten, dass ihnen im ersten Halbjahr dieses Jahres eine erwartete Finanzierung kurzfristig weggebrochen ist. Das sind nur geringfügig mehr als in einer ähnlichen Umfrage der WirtschaftsWoche im Dezember 2008. Damals waren 16 Prozent von einer geplatzten Finanzierungsrunde betroffen.
  • Die Krise sorgt für Existenzangst: 16 Prozent der Befragten glauben, dass die Wirtschaftskrise ihr Unternehmen bedroht.
  • Zähe Verhandlungen mit Geldgebern: In der Umfrage berichten die Gründer, dass Verhandlungen mit Investoren zurzeit “zäher” verlaufen und Finanzierungsrunden “erheblich mehr Zeit” benötigen. Ein Jungunternehmer schreibt, ein Investor sei abgesprungen, weil andere Unternehmen in seinem Portfolio in tiefen Schwierigkeiten steckten. “Kunden haben wegen ihrer wirtschaftlichen Lage gekündigt”, so ein anderer Teilnehmer der Umfrage, “es gibt eine generelle Nervosität im Markt.”
  • Startups, die von Werbung leben, haben es zurzeit besonders schwer: Von ihnen fürchten rund 20 Prozent, dass die Krise ihre Existenz bedroht. Jedem vierten ist in 2009 ein Investor abgesprungen. Viele berichten von sinkenden Anzeigenerlösen: “Werbebuchungen auf unserem Internetportal gehen gegen Null”, schreibt ein Gründer. Zum Vergleich: Nur jedes zehnte Unternehmen, das von Bezahlmitgliedschaften lebt, sieht sich gefährdet.
  • Trotz Krise steigen die Umsätze: Knapp zwei Dritteln der Befragten ist es gelungen, den Umsatz im ersten Halbjahr zu steigern – vier von zehn berichten sogar von einem Wachstum von mehr als 25 Prozent. Zwar bedeutet mehr Umsatz nicht automatisch auch mehr Gewinn – aber ein positives Signal ist es allemal.
  • Die Gründer konzentrieren sich auf das Wesentliche: 85 Prozent der Startups fokussieren sich in der Krise auf ihr Kerngeschäft. Damit tun sie genau das, was 78 Prozent der Business Angels und 92 Prozent der Risikokapitalgeber einer Gründerraum-Umfrage zufolge Startups zurzeit am ehesten raten.
  • Weniger Marketing, weniger Personal: Etwa drei von zehn Gründern reduzieren ihre Marketing-Ausgaben. Jedes vierte Startup sucht noch intensiver nach Riskikokapitalgebern, jedes fünfte Startup reduziert die Zahl seiner Mitarbeiter. Fusionspläne schmiedet nur jedes zehnte Unternehmen. Einzelne Gründer berichten, sie hätten Kurzarbeit angemeldet. Und ein Jungunternehmer antwortet auf die Frage, wie er auf die Rezession reagiere, schlicht: “Aussitzen.”
  • “Software as a Service” liegt im Trend: Über 50 Prozent der Befragten setzen Computerprogramme ein, die sich wie eine Dienstleistung über den Web-Browser nutzen lassen und keine teure Infrastruktur oder Lizenz-Programme erfordern. Knapp neun von zehn Befragten schätzen daran, dass sich die Kosten dieser Dienste gut kalkulieren lassen. Sieben von zehn hoffen auf weniger Ausgaben für Infrastruktur und Systempflege. Nur gut jeder zehnte Gründer hat Bedenken, Daten über die Web-Dienste ins Netz auszulagern, anstatt sie auf den eigenen Rechnern im Unternehmen zu speichern.

» Weiterlesen

„Mache ich es für Google – oder für mich selbst?“

Google ist für viele der Wunscharbeitgeber. Sie haben für den Konzern als Entwickler in New York gearbeitet. Warum haben Sie gekündigt?
Die Arbeit in der Forschungsabteilung war wirklich außergewöhnlich: Ich hatte unglaubliche Freiheiten und Möglichkeiten und habe projektübergreifend gearbeitet. Eine Superstelle, die ich auch gerne mitgenommen habe. Aber für mich war immer klar, dass ich wieder ein eigenes Unternehmen starten wollte, nachdem ich schon 1997 zum ersten Mal bei einem Startup von Anfang an dabei war.

Frahling und FinkWas war dann der Auslöser, es zehn Jahre später wieder zu versuchen?
Ich habe auf die richtige Idee gewartet, um wieder ins kalte Wasser zu springen. Und die hatte ich in dem Jahr: Eine Internetsuche für Übersetzungen. Die Frage war nur: Mache ich es für Google oder für mich selbst?

» Weiterlesen