Im November ging das Rabattgutschein-Portal Groupon mit viel Lärm an die Börse, nur die ersten Investoren mussten lange schweigen. Der Risikokapitalgeber eVenture ist einer von ihnen – im Interview erklärt eVenture-Partner Christian Leybold, wie Groupon sein Geschäftsmodell ausweiten sollte, welchen Anteil die Samwer-Brüder am Erfolg haben, und ob eine neue Spekulationsblase rund um Internet-Aktien zu befürchten ist.
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Groupon nach dem Urknall
“Der Zeitpunkt war richtig”
Nicolas Gabrysch von Osborne Clarke hat den Verkauf von DailyDeal an Google begleitet. War es ein “Fire Sale”? Haben die Samwer-Brüder mit CityDeal den besseren Schnitt gemacht? Im Interview erklärt der Anwalt, worauf es bei einem Exit ankommt.
Hauptsache USA
Ins Ausland expandieren? Das haben die Gründer des Berliner Startups MyParfuem schon einmal probiert. Zu Beginn des Jahres 2009 verkündeten Patrick Wilhelm und die Brüder Matti und Yannis Niebelschütz, dass sie ihre Parfüms nach Kundenwunsch nun auch in Großbritannien verkaufen wollen. Zwei Mitarbeiter sollten den “gesamten englischen Markt managen” und die “PR-Maschinerie” in Gang setzen. So einfach klang das damals. » Weiterlesen
Der Gutscheinhype geht weiter
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Medienunternehmer Dirk Ströer hat es eilig: Zusammen mit Jens Kunath, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens aha.de, pumpt er in den nächsten drei Jahren 30 Millionen Euro in ein neues Gutscheinportal namens Topdeals.de, das „eine Weiterentwicklung des Groupon-Prinzips“ sein soll, eine Art “Groupon 2.0″. Heute ist das Portal gestartet – noch in diesem Jahr soll es die Eine-Million-Nutzer-Schallgrenze durchbrechen, “schnellstmöglich” sollen 100 Mitarbeiter dazustoßen. „In Deutschland wird alles schnell kopiert“, erklärt Ströer im Gespräch mit dem Gründerraum, „wir müssen den Markt schnell besetzen, um Copycats abzuschrecken.“
Aber Moment: Gutscheinportal, Groupon-Prinzip, Copycats – ist das nicht alles ein alter Hut? » Weiterlesen
“Unsere Treffsicherheit ist überdurchschnittlich hoch”
Herr Weiss, Sie sind einer der Geschäftsführer und Mitgründer von Rocket Internet, einem der bekanntesten Inkubatoren Deutschlands. Was zeichnet die Startups aus, die dort entstehen?
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Weiss: Wir konzentrieren uns auf Ideen aus den Bereichen Consumer Internet und Mobile, die sich gut skalieren und internationalisieren lassen. So haben einige der Rocket-Startups, die mit einer Hand voll Leuten begonnen wurden, inzwischen mehrere Hundert Mitarbeiter, und allein in Berlin ist das Rocket-Portfolio mit einer vierstelligen Anzahl an Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber.
Wir erklären Sie sich den Erfolg?
Wir haben von Beginn an Wert darauf gelegt, die besten Leute in den verschiedenen erfolgskritischen Bereichen für Rocket zu gewinnen. Da sehr gute Leute weitere sehr gute Leute anziehen und wir als erster Internet-Inkubator an den Start gegangen sind, haben wir uns einen Vorsprung erarbeitet, der schwer aufzuholen sein wird. Unsere Treffsicherheit beim Aufbau erfolgreicher Unternehmen ist überdurchschnittlich hoch, weil wir neben unserer Erfahrung bei der Auswahl vielversprechender Geschäftsideen den Gründern auch bei der Umsetzung helfen, Fehler zu vermeiden und weit oben auf der Rocket-Lernkurve anzusetzen. So werden wir gemeinsam von Gründung zu Gründung besser.


