Infografik-Interview (1): Die Kaffeegourmets

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Anfang Dezember wurde es richtig stressig im Büro des Berliner Startups Coffee Circle: Als die Gründer Moritz Waldstein, Robert Rudnick und Martin Elwert (rechts im Bild) ihren Online-Shop öffnen wollten, spielte zuerst die Technik nicht mit. Gestern war es soweit: Das Gründertrio launchte seine neue Webseite – seitdem kann man dort Gourmet-Kaffee bestellen.

Den kaufen die Gründer direkt bei den Kaffeebauern in Äthiopien und unterstützen mit einem Euro pro Kilogramm außerdem Entwicklungsprojekte vor Ort. Das ist nicht nur sozial, sondern aus Sicht der Gründer auch ein gutes Verkaufsargument: „Viele Menschen überlegen heute genau, wo sie einkaufen und wem sie damit helfen können“, so Elwert in einem WirtschaftsWoche-Artikel von Anfang November. Um ihr Startup aufzubauen, bekamen die Gründer von der KfW Bankengruppe einen Förderkredit über 100.000 Euro.

Wie wichtig der Launch der Website und die Kreditzusage waren, zeigt diese Infografik, die Gründer Martin Elwert für den Gründerraum ausgefüllt und gestaltet hat. Sie ist der Auftakt zu einer Reihe von Infografik-Interviews, in der Gründer ihre Geschäftsmodelle und die Entwicklung ihres Startups vorstellen. Feedback willkommen!

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Kategorie: Infografik-Interview | Tags: , , , , , , , , ,

Über Jens Tönnesmann

Jens Tönnesmann, 36, ist freier Journalist. Seit 2008 berichtet er als Gründerreporter für die WirtschaftsWoche über junge Unternehmen und Trends in der Gründerszene und koordiniert den WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb. Außerdem lehrt er an der Kölner Journalistenschule, an der er das journalistische Handwerk selbst gelernt hat. Parallel zur journalistischen Ausbildung hat er Volkswirtschaftslehre und Politik in Köln und Vancouver studiert. An der University of British Columbia belegte er einen Entrepreneurship-Kurs, der mit einem Businessplanwettbewerb endete. Seitdem weiß er, wie schwierig es ist, eine tragende Geschäftsidee zu entwickeln, und wie leicht die Arbeit fällt, wenn man die zündende Idee gefunden hat und für sie brennt.

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Alle Kommentare [9]

  1. Revolutionäre und neue Idee!

    Es gibt im Vorharz einen Ort namens Halberstadt. Die Firma nennt sich Löper (wenn ich mich recht entsinne). Bei dem hört sich nicht nur das Konzept ähnlich an. Einzigster großer Unterschied scheint der Aufdruck auf den Tüten zu sein…

    Kleine Empfehlung: Malawi AA+

    Trotzdem viel Glück!

  2. Happy Coffee spendet zwar keine Direkt-Euros an die Kleinbauern, ist aber dafür Fairtrade Lizenznehmer. Auf den Seiten wird auch darüber berichtet, was mit den Geldern in der Anbauregion passiert. Auch hier wurden bereits Schulen und Infrastruktur aufgebaut.

  3. Das gab es doch schon mal in der Wiwo. Die Jungs vom Gründertagebuch machen haben doch auch Fair Trade Kaffee. Moema Kaffee, glaube ich. Damals hatte ich nicht gedacht, dass das Konzept aufgeht. Die Kopien des Geschäftsmodells (Coffee Circle, Happy Coffee etc) zeigen vielleicht doch einen Trend in diese Richtung.

  4. Wir freuen uns, dass unser Konzept Nachahmer findet. Als wir vor 5 Jahren starteten, waren wir die ersten und einzigen mit einem “More Than Fair Trade” Konzept – Pioniere und Vordenker. Im Grunde geht es darum, immer mehr Kunden von der Idee des Direkthandels zu begeistern und somit echte Alternativen im Kaffeesektor zu bieten.