Neues Geld für neue Startups

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Satte sechs Millionen Euro – so viel Geld wollen Team Europe Ventures um Spreadshirt-Gründer Lukasz Gadowski und andere bekannte Business Angels für rund 15 junge Internet-Startups in den kommenden drei Jahren locker machen. Das hat Team Europe Ventures heute in Berlin bekannt gegeben.

Lukasz GadowskiKolja Hebenstreit

Lukasz Gadowski
und Kolja Hebenstreit

sind Gründer und Partner von Team Europe Ventures und wollen sich mit dem sechs Millionen Euro schweren Fonds an jungen Internet-Startups beteiligen.

Zu den Initiatoren des Sechs-Millionen-Fonds gehören neben Team Europe Ventures unter anderem der Berliner Professor für Entrepreneurship und Business Angel Günter Faltin, Filmproduzent Dario Suter, die Käuferportal-Gründer Mario Kohle und Robin Behlau sowie Heiko Hubertz von Bigpoint. Diese “hochkarätigen Investoren” kennen sich Gadowski zufolge im Internet-Umfeld bestens aus und sollen die Startups nicht nur finanziell, sondern auch “aktiv” bei ihrer Geschäftsentwicklung  unterstützen.

Außerdem planen die Initiatoren des Fonds, ihr Kapital gezielt “in sehr frühen Phasen”, im “Ideenstadium” zu investieren, so Kolja Hebenstreit, Partner bei Team Europe Ventures. “Die Erfahrung zeigt, dass in der Gründungsphase oftmals entscheidende Weichenstellungen gemacht werden und das es deswegen von Vorteil ist, sehr früh mit erfahrenen potenziellen Partnern zu sprechen.”

Gerade in dieser Phase hatten es Startups im vergangenen Jahr schwer, Investoren zu finden: Nur knapp 51 Millionen Euro haben Risikokapitalgesellschaften im vergangenen Jahr in besonders junge Unternehmen in der “Seed-Phase” gesteckt – das ist etwa halb soviel wie noch im Jahr 2008, wie der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften in dieser Woche bekannt gegeben hat (pdf).

Immerhin: Langsam scheint sich die Stimmung wieder aufzuhellen. Nachdem die Investitionen in junge Unternehmen laut BVK im Frühjahr 2009 den absoluten Tiefpunkt erreicht hatten, sind sie bis zum Jahresende kontinuierlich gestiegen. Die Mehrheit der Geldgeber erwartet, dass sich die Erholung in 2010 fortsetzt und will wieder mehr investieren, so eine Umfrage des BVK unter 107 Gesellschaften.

Dazu passt, dass auch die Business Angels “die Krise vollends vearbeitet” haben, wie das Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) im Februar mitgeteilt hat. Dem “Business Angel Panel” des BAND zufolge hat jeder dritte Business Angel im vierten Quartal 2009 “sein Portmonee für Nachwuchsunternehmer geöffnet”.

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Über Jens Tönnesmann

Jens Tönnesmann, 33, ist freier Journalist. Seit 2008 berichtet er als Gründerreporter für die WirtschaftsWoche über junge Unternehmen und Trends in der Gründerszene und koordiniert den WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb. Außerdem lehrt er an der Kölner Journalistenschule, an der er das journalistische Handwerk selbst gelernt hat. Parallel zur journalistischen Ausbildung hat er Volkswirtschaftslehre und Politik in Köln und Vancouver studiert. An der University of British Columbia belegte er einen Entrepreneurship-Kurs, der mit einem Businessplanwettbewerb endete. Seitdem weiß er, wie schwierig es ist, eine tragende Geschäftsidee zu entwickeln, und wie leicht die Arbeit fällt, wenn man die zündende Idee gefunden hat und für sie brennt.

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Alle Kommentare [1]

  1. Innovation? Die Römer würden sagen die Erneuerung.

    Echte INNOVATIONEN erfordern, dass Sie sich zwingen den Kontakt zu Leuten zu suchen, die Sie in radikal neue Richtungen bewegem, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.

    Jede Generation tut dies. Sie sieht die Welt daher mit anderen Augen. Jede neue Generation erfindet die Welt neu:

    Das gilt auch & gerade für die Wirtschaft. Sie definiert sich immer wieder selbst neu; durch die (Fort-) Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Anwendungen.

    Gesellschaftliche, wie technologische Konzepte, überholen sich über die Zeit und werden durch Neue abgelöst:

    Pferdekutsche => Benzinkutsche => Elektroauto
    Dampfeisenbahn => Diesellok => Elektrolok => Maglev (Transrapid)
    Neue Bedürfnisse entstehen, erfordern Technologien um den modernen Ansprüchen gerecht zu werden: Internet 2.0, Mobilfunk, Ressourcen- und Klimaschutz.

    Stillstand bedeutet den ökonomischen Tod.

    Erfolgreich ist Innovation dann, wenn sie ihren Schöpfern und Investoren auch den wirtschaftlichen Erfolg bringt. Das heißt, ausreichend viele & zufriedene Kunden, die Preise bezahlen, aus denen die Entwicklung, die Investition und die laufenden Kosten finanziert werden können, damit Ihnen der erwartete Gewinn tatsächlich sicher ist.

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