Früher als geplant hat der 1. FC Köln mit seiner Fananleihe zehn Millionen Euro eingenommen. Bei anderen Vereinen hat das nicht so gut geklappt.Sportlich läuft es in Köln nach dem Abstieg und Weggang von Fanliebling Lukas Podolski nur mittelmäßig. Doch zumindest wirtschaftlich hat der FC einen Erfolg zu vermelden: Die Anfang August aufgelegte Fananleihe ist zwei Tage vor Ablauf der Zeichnungsfrist vorzeitig ausverkauft. Zehn Millionen Euro erhält der Verein und zahlt dafür über die Laufzeit von fünf Jahren fünf Prozent Zinsen. Das Geld soll vor allem zur Umschuldung eingesetzt werden, die Schulden liegen bei mehr als 30 Millionen Euro.
Die letzte Fananleihe des 1. FC Köln, die im Jahre 2005 aufgelegt worden war, wurde im Sommer 2011 fristgerecht zurückgezahlt.
„Die frühzeitige vollständige Platzierung der Fananleihe ist ein sehr erfreuliches Ergebnis, gerade auch angesichts des schwierigen Saisonstarts und der wirtschaftlichen Gesamtsituation des 1. FC Köln“, sagte FC-Präsident Werner Spinner.
5000 Fans und Investoren haben die Papiere gezeichnet, ein Drittel davon hat sich für Schmuckurkunden entschieden.
„Die Nachfrage übersteigt die 10 Millionen Euro-Grenze. Wir bedauern daher, dass wir nicht allen Interessenten die Gelegenheit geben konnten, die Anleihe zu zeichnen“, sagte so Geschäftsführer Oliver Leki.
Wie viel höher die Nachfrage war teilte der Verein nicht mit. Für einige Großzeichner plant der Verein allerdings „ein vergleichbares Produkt, um so die Finanzierungsstruktur des 1. FC Köln weiter zu verbessern“.
Fußballclubs nutzen Fananleihen verstärkt als Finanzierungsinstrument, auch Schalke, Nürnberg, Hertha BSC oder der FC St. Pauli haben in letzter Zeit Anleihen begeben. Die Ergebnisse sind jedoch durchwachsen: So nahm Schalke zuletzt zwar 35 Millionen Euro ein – das war jedoch ein Drittel weniger, als geplant.










