Die Bayern sind nun auch der erfolgreichste Bundesligist bei Facebook und auf Twitter haben sie es inzwischen auch geschafft. Die Bayern haben es geschafft. Bei der Zahl der Facebook-Fans liegen die Münchner unter den deutschen Fußballclubs schon lange vorn und peilen derzeit die Fünf-Millionen-Marke an. Doch da die reinen Fanzahlen nur bedingt aussagekräftig sind, landete in Social Media Ranglisten auch schon mal der 1. FC Köln ganz vorn.
Auch in einer der umfangreichsten Studien bislang zum Thema, die im Frühjahr auch hier im Blog für einige Diskussionen sorgte, belegten die Bayern nur einen Mittelfeldplatz und mussten sich neben Werder und Schalke auch Hannover und Hertha BSC geschlagen geben.
In einer Analyse der Stuttgarter Unternehmensberatung Divia belegen die Bayern nun aber den Spitzenplatz:
„Die Anzahl der Fans ist nicht ausschlaggebend“, sagt auch der Mitautor dieser Analyse, Christian Retz. Die Fanzahl floss daher neben den Kommentaren pro Post, Likes pro Post und den Geteilt-pro-Post-Angaben als ein Faktor in die Kategorie „Interaktion“ ein. Als zwei weitere Kategorien wurden „Content“ und der „Auftritt“ untersucht.
Beim „Content“ spielte neben der Häufigkeit der Postings laut Retz beispielsweise eine Rolle, wie abwechslungsreich oder „inhaltlich wertvoll“ die Beiträge waren. In der Kategorie „Auftritt“ wurden Authentizität, Design, Stringenz und rechtliche Aspekte bewertet. Hier sind die Spielräume am geringsten und damit auch die Unterschiede zwischen den Vereinen.
Leider sind in der Grafik die genauen Ergebnisse nicht ersichtlich. Denn drei Männchen sind nicht gleich drei Männchen, sondern illustrieren nur entsprechende Bandbreiten. Das verwirrt, wenn man sich einerseits Fortuna Düsseldorf (Platz 7) anschaut und andererseits Greuther Fürth und Hoffenheim, die mit (optisch) identischen Ergebnissen in den Kategorien am Tabellenende landen. Und Leverkusen liegt vier Plätze hinter der Fortuna, obwohl sie – wiederum optisch – in zwei Kategorien genauso und in der dritten sogar besser waren.
Aufklärung bieten daher die genaueren Ergebnisse dieser Tabelle:
| Rang | Verein | Content | Auftritt | Interaktion | Gesamtpunkte |
| 1 | FC Bayern München | 92 | 88 | 100 | 93,9 |
| 2 | Borussia Dortmund | 92 | 88 | 75 | 83,9 |
| 3 | Borussia Mönchengladbach | 100 | 88 | 50 | 76,8 |
| 4 | Hamburger SV | 83 | 88 | 50 | 71,1 |
| 5 | Werder Bremen | 67 | 79 | 67 | 69,9 |
| 6 | Hannover 96 | 67 | 88 | 46 | 63,8 |
| 7 | Fortuna Düsseldorf | 92 | 63 | 33 | 60,7 |
| 8 | VfB Stuttgart | 58 | 79 | 50 | 60,5 |
| 9 | FC Schalke 04 | 58 | 54 | 58 | 57,2 |
| 10 | Eintracht Frankfurt | 75 | 63 | 33 | 55,1 |
| 11 | Bayer 04 Leverkusen | 67 | 71 | 21 | 49,4 |
| 12 | SC Freiburg | 50 | 79 | 21 | 46,0 |
| 13 | FC Augsburg | 50 | 79 | 21 | 46,0 |
| 14 | 1. FC Nürnberg | 50 | 79 | 21 | 46,0 |
| 15 | SpVgg Greuther Fürth | 67 | 63 | 13 | 43,9 |
| 16 | TSG 1899 Hoffenheim | 67 | 54 | 17 | 43,4 |
| 17 | 1. FSV Mainz 05 | 58 | 54 | 17 | 40,6 |
| 18 | Vfl Wolfsburg | 33 | 54 | 13 | 30,5 |
Interessant finde ich dabei einerseits die jeweils volle Punktzahl für die Bayern in der Kategorie “Interaktion”, sowie für den “Content” von Gladbach.
Ernüchternd sind die “Interaktionen” bei der Fortuna – trotz tollem “Content”, sowie für die Vereine ab Platz 10 (Frankfurt) abwärts.
Eine Neuauflage der Stuttgarter-Macromedia-Studie ist übrigens für April/Mai 2013 geplant. Dort wurden neben Facebook auch andere soziale Netzwerke untersucht, was mangels Twitteraktivitäten ein Grund für das schlechte Ergebnis der Bayern war. Doch bei der nächsten Erhebung dürften die Münchner auch in dieser Hinsicht besser abschneiden, schließlich hat es der Rekordmeister im August 2012 auch geschafft, einen eigenen Twitteraccount zu starten.











