» 19.05.2012, 00:10

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Bayern vs. Chelsea

Im Champions League Finale kämpfen Bayern München und Chelsea um die Krone des Clubfußballs. Im wirtschaftlichen Vergleich haben die Bayern das Duell gegen den Abramowitsch-Verein schon gewonnen.

Für die Bayern ist es die letzte Chance auf einen Pokal in dieser Saison und zudem eine historische Gelegenheit, den Champions League Titel im heimischen Stadion zu holen. Doch auch bei Chelsea ist der Druck hoch. Nachdem die Blues nur sechster in der Premier League wurden, kann nur noch der Titel einen Startplatz für die finanziell so wichtige Champions League in der kommenden Saison bringen. Zudem wissen die Altstars wie Drogba, Lampard oder Cech genau, dass es ihre vielleicht letzte Chance auf den wichtigsten Clubtitel ist. Denn trotz der Millionen, die Chelsea-Eigner Roman Abramowitsch in den Verein gepumpt hat, gelang es noch nicht, die Champions League zu gewinnen.

Wirtschaftlich steht übrigens der deutsche Verein deutlich besser da, als die alimentierten  Engländer. So liegen die Bayern in der Forbes-Rangliste der wertvollsten Fußballvereine auf Platz fünf. 1,2 Milliarden Dollar sind die Münchner danach wert – Chelsea liegt mit 761 Millionen deutlich dahinter (Rang sieben).

Auch bei den Einnahmen liegen die Bayern deutlich vor Chelsea. Der deutsche Rekordmeister erzielte in der Saison 2010/11 einen Umsatz von 321 Millionen Euro, Chelsea nahm 250 Millionen ein. Europaweit liegt Bayern damit auf Rang vier, die Londoner sind sechster in der Deloitte Football Money League. Hier die Zusammensetzung der Einnahmen beider Clubs im Detail:

FC Bayern München

Ticketverkauf € 71,9 Mio.
TV-Einnahmen € 71,8 Mio.
Sponsoring & Co. € 177,7 Mio.

Gesamt € 321,4 Mio.

FC Chelsea

Ticketverkauf € 74.7 Mio.
TV-Einnahmen € 112.3 Mio.
Sponsoring & Co. € 62.8 Mio.

Gesamt 249,8 Mio.

Und auch bei der Zahl der Fans liegt Bayern in Europa vorn. Während in den fünf wichtigsten Märkten 12,4 Millionen Fans den Bayern die Daumen drücken, sind es bei Chelsea nur 5,1 Millionen. Weltweit liegt Chelsea allerdings mit schätzungsweise knapp 25 Millionen Fans vorn. Diese unterschiedliche Fanverteilung zeigt sich laut Peter Rohlmann von PR MARKETING auch bei den Trikotverkaufszahlen: „Der FC Bayern konnte in der aktuellen Saison geschätzte eine Million Trikots weltweit absetzen – die allermeisten davon auf dem deutschen Markt. Dahingegen verkaufte Chelsea FC seine ca. 900.000 Trikots vorwiegend an Fans im Ausland.“ Dabei ist also für die Bayern noch Potenzial.

Der geschätzte Kollege Olaf Storbeck geht sogar soweit, aufgrund des höheren Transferwertes der Bayern auch sportlich einen Sieg zu prognostizieren. Das halte ich dann aber doch für fragwürdig – nicht die Prognose, sondern die Begründung. Die Berliner Ökonomie-Professoren Gert Wagner und Jürgen Gerhards sagen auf diese Weise auch gern den Ausgang großer Turniere voraus, doch allein die Halbfinalsiege gegen die vom Kader ungleich teureren Barcelona und Madrid haben wieder einmal belegt, dass der Preis der Spieler längst nicht alles ist.

» 19.05.2012, 00:10

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