» 11.05.2012, 15:50

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Schwarzer Tag in Berlin

Beim Relegationsspiel erlebte Hertha BSC eine sportliche Pleite und auch die Werbebanden blieben schwarz. Was im Olympiastadion schief ging.

Mehr als sechs Millionen Zuschauer verfolgten gestern in der ARD das erste Relegationsspiel zwischen Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf. Nicht wenige haben sich dabei über die schwarzen Bandenwerbetafeln gewundert. „Da war die Bandenwerbung für den neuen Flughafen in Berlin geplant“, spotteten Internetnutzer.

Doch was war wirklich los? „Wir waren alle mittelschwer entsetzt“, heißt es bei Hertha BSC. Die Werbung lief über die Zentralvermarktung der Deutschen Fußballliga (DFL), doch dort weist man jede Verantwortung von sich. „Nach unserem Kenntnisstand gab es einen technischen Systemausfall bei einem Dienstleister“, erklärt ein DFL-Sprecher auf Anfrage.

Verantwortlich ist der ursprünglich österreichische und inzwischen in Liechtenstein ansässige Werbespezialist Sporteo. Das Unternehmen hat seit 2001 LED-Banden nach Europa gebracht, doch in mehr als 1200 Spielen noch nie solch einen Komplettausfall erlebt. „Wir suchen noch nach dem Bug“, sagte ein Sporteo-Sprecher. Die Bande sei ein ganz neues Modell gewesen, für das heutige Relegationsspiel um die 2.Liga zwischen Karlsruhe und Regensburg wurde sicherheitshalber eine andere, bereits erprobte Bande aus Wien herangeschafft. Für das DFB-Pokalfinale am Samstag ist ein anderer Vermarkter zuständig.

Ob Sporteo nun für den entstandenen Einnahmeausfall aufkommen muss oder möglicherweise eine Versicherung einspringt ist noch nicht geklärt. Der Verlust liegt im mittleren sechsstelligen Bereich.

Hertha kann das zumindest egal sein, denn die beteiligten Clubs sehen von den Werbe- und TV-Einnahmen allerdings sowieso nur einen Bruchteil – sie werden über die DFL-Zentralvermarktung wieder an alle Clubs ausgeschüttet. „Für uns liegt das im Promillebereich“, sagt Herthas Finanzchef Ingo Schiller.

» 11.05.2012, 15:50

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