Kanzleien öffnen sich für sexuelle Vielfalt

Für Lesben, Gays, Bi-, Trans- und Intersexuelle soll das Versteckspiel in der Juristenwelt ein Ende haben. Vor allem größere Kanzleien schalten auf LGBTI-freundlich um.

Bei der Förderung sexueller Vielfalt in Kanzleien ist Amerika ein Stück weiter als Deutschland. Dort haben sich laut eines Berichts des langjährigen FAZ-Redakteurs und heutigen Schriftleiters der Neuen Juristischen Wochenschrift Joachim Jahn Sozietäten auf breiterer Front für sogenannte LGBTI-Juristen geöffnet. Das Kürzel steht für Lesben, Gays, also schwule Männer, Bi-, Trans- und Intersexuelle. Die Law Firms in den USA betrachten LGBTI-freundliches Unternehmensklima als strategisches Thema, auch aus Angst vor Strafen und gehen damit offensiv um. Schließlich müssen sie als Arbeitgeber auch öffentlichkeitswirksam zeigen, dass sie mit Diversität kein Problem haben, damit es Betroffene überhaupt erfahren.

Auch in Deutschland wächst die Zahl der LGBTI-freundlichen Anwaltskanzleien. Vor allem in der Liga der Großkanzleien. Das vermeldet das einschlägige Karriereportal Alice, das auch die Jobmesse „Sticks and Stones“ speziell für LGTBI ins Leben gerufen hat. Auf dieser Messe zeigen sich immer häufiger Juristen, die keine Probleme mehr mit einem Outing haben. Daher konnte auch Alice selbst schon Kanzleien als Unterstützer gewinnen.

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