<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Riedls Dax-Radar</title>
	<atom:link href="http://blog.wiwo.de/dax-radar/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar</link>
	<description>Aktien, Trends, Prognosen – von Anton Riedl</description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 May 2013 08:24:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5.1</generator>
		<item>
		<title>Es kann bis 9000 gehen</title>
		<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/05/17/es-kann-bis-9000-gehen/</link>
		<comments>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/05/17/es-kann-bis-9000-gehen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 08:24:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Riedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.wiwo.de/dax-radar/?p=2544</guid>
		<description><![CDATA[Die Rally läuft, und sich dagegen zu stemmen, ist gefährlich. Mindestens ein kräftiger Schub sollte noch kommen – nach einer kurzen Korrektur. Die Stimmungsanalysten von Cognitrend haben ausgemacht, dass viele Privatanleger dem Markt nicht trauen. Die Mehrheit nutzt steigende Kurse zum Verkaufen, viele spekulieren sogar aggressiv auf fallende Kurse. Auch bei den Profis, obwohl schon [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rally läuft, und sich dagegen zu stemmen, ist gefährlich. Mindestens ein kräftiger Schub sollte noch kommen – nach einer kurzen Korrektur.</strong><br />
Die Stimmungsanalysten von Cognitrend haben ausgemacht, dass viele Privatanleger dem Markt nicht trauen. Die Mehrheit nutzt steigende Kurse zum Verkaufen, viele spekulieren sogar aggressiv auf fallende Kurse. Auch bei den Profis, obwohl schon gut positioniert, herrscht keineswegs eine euphorische Stimmung.</p>
<p><span id="more-2544"></span></p>
<p>Also, weiter aufwärts mit Angst, wie wir vor kurzem getitelt haben – und das spricht für weiter steigende Kurse. Wer nicht im Markt ist, muss zwar auch nicht kaufen; aber er kann zumindest schon mal nicht verkaufen.</p>
<p>Dabei ist die aktuelle Hausse alles andere als überraschend. Auch wenn in Zeiten neuer Marktexperten wie Dirk Müller oder Max Otte alte Fahrensleute wie Andre Kostolany außer Mode gekommen sind, seine zwei wichtigsten Triebkräfte steigender Kurse sind seit Monaten aktuell: die Liquidität und die Stimmung der Anleger.</p>
<p><strong>Aktien als Anlagefavorit</strong></p>
<p>Natürlich, der ökonomische Rahmen muss stimmen. Doch der steckt im Kriterium Liquidität mit drin. Liquidität, das ist die Notenbankpolitik – und die ist für den aktuellen Börsenverlauf geradezu optimal. Freunde der alten Bundesbank werden das nicht gerne hören, doch die nun angelsächsisch dominierte EZB-Politik ist derzeit der wichtigste Baustein für steigende Kurse.</p>
<p>Platt gesagt: Was sollen Anleger angesichts zum Teil schon negativer Zinsen überhaupt kaufen außer Aktien? – Nicht jeder kann gleich eine Immobilie stemmen.<br />
<strong>Vorteile der flauen Wirtschaft</strong></p>
<p>Die jüngste Zinssenkung und der Hinweis darauf, dass die Zinsen auf absehbare Zeit auch niedrig bleiben (in Europa wie in den USA), dazu noch sinkende Inflationsraten – das alles ist ein Mix, der die Märkte zumindest mittelfristig am Laufen halten wird.<br />
Gefährlich wird es erst, wenn die Notenbanken eines Tages den Hahn zudrehen. Dann stellt sich die Frage, ob die Märkte den Übergang von der liquiditätsgetriebenen Hausse zur gewinngetriebenen Hausse ohne größere Blessuren schaffen.</p>
<p>So gesehen ist die derzeit vor allem in Europa flaue Wirtschaft gar nicht so schlecht: Sie ist schwach genug, dass die Zinsen unten bleiben; aber sie ist nicht so schwach, dass den Unternehmen die Gewinne wegbrechen.</p>
<p><strong>Gefahren von der Rohstoffseite</strong></p>
<p>Indessen, viel mehr an Dynamik verlieren, wie das in den vergangenen Monaten der Fall war, sollte sie nun nicht mehr. An den Rohstoffmärkten, die frühzeitiger und zuverlässiger als die meisten Ökonomen den weiteren Konjunkturtrend signalisieren, zeigen sich zunehmend Schwächesignale.<br />
Vor allem Industriemetalle, also Kupfer und Aluminium, sehen ziemlich angeschlagen aus (entsprechend schwach sind auch die Kurse großer Bergbaukonzerne wie Rio Tinto oder Anglo American). Sollte Kupfer in den nächsten Wochen unter 6500 fallen und Alu unter 1800, wäre das eine gefährliche Indikation für den weiteren Jahresverlauf. Die dann absehbare weitere Eintrübung der konjunkturellen Lage würde sich dann auch in deutlich schwächeren Unternehmensgewinnen spiegeln. Und die stehen noch nicht auf der Rechnung der meisten Anleger.</p>
<p><strong>Hausse-Modus zunächst bis 9000</strong></p>
<p>Aktuell ist von konjunkturellen Gefahren im Dax wenig zu spüren. Auch nach zwölf Prozent Kursplus in vier Wochen fallen die kurzfristigen Rücksetzer überschaubar aus. Diese Marktverfassung entspricht genau der eingangs genannten skeptischen Stimmung bei moderater Gewinnperspektive.<br />
Selbst wenn der Dax in den nächsten ein bis zwei Wochen dann doch etwas weiter nachgibt, also etwa die 8000er-Marke von oben anläuft, wäre die Hausse intakt. Nach diesem Muster sollte er im Frühsommer dann noch einen deutlichen Anstieg starten, der (ebenfalls rund 12 Prozent) in Richtung 9000 gehen könnte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/05/17/es-kann-bis-9000-gehen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aktien sind besser als ihr Ruf</title>
		<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/05/03/aktien-sind-besser-als-ihr-ruf/</link>
		<comments>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/05/03/aktien-sind-besser-als-ihr-ruf/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 May 2013 07:45:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Riedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.wiwo.de/dax-radar/?p=2538</guid>
		<description><![CDATA[Trotz Konjunkturängste und Krisenstimmung bleibt der Aktienmarkt robust. Die nächsten Wochen werden nicht einfach, doch der positive Grundton überwiegt  Die Zinssenkung der EZB lässt den Dax kurzzeitig auf 8000 schnellen. Von deutscher Seite wird sie eher mit Zurückhaltung kommentiert, sie bringe angesichts des ohnehin schon niedrigen Niveaus kaum noch etwas. Doch der EZB geht es [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trotz Konjunkturängste und Krisenstimmung bleibt der Aktienmarkt robust. Die nächsten Wochen werden nicht einfach, doch der positive Grundton überwiegt </strong></p>
<p><span id="more-2538"></span></p>
<p>Die Zinssenkung der EZB lässt den Dax kurzzeitig auf 8000 schnellen. Von deutscher Seite wird sie eher mit Zurückhaltung kommentiert, sie bringe angesichts des ohnehin schon niedrigen Niveaus kaum noch etwas.<br />
Doch der EZB geht es um etwas anderes: Sie will klar demonstrieren, dass sie angesichts der weiterhin zähen wirtschaftlichen Entwicklung in den Krisenländern einerseits und der zuletzt entspannten Lage auf der Inflationsseite Aktivität zeigen: Seht her, die EZB tut was, wenn sie denn Spielraum hat. Traditionalisten mögen das Aktivismus nennen, aber das ist eben der neue, angelsächsische Stil der EZB. (Das heißt auch: Sollte sich die Wirtschaft eines Tages wirklich erholen und dann sogar noch die Teuerung steigen, geht es mit den Leitzinsen ziemlich schnell nach oben.)</p>
<p>Im Grunde ist die Zinssenkung ohnehin eher ein Signal für eine Entspannung auf der Inflationsseite als ein Vehikel, die Konjunktur substanziell anzukurbeln. Immerhin, für den Aktienmarkt ist auch das kein schlechtes Zeichen.</p>
<p><strong>Noch tiefere Leitzinsen möglich?</strong></p>
<p>Ob nun bei 0,5 Prozent das Ende der Leitzinsen erreicht ist, lässt sich natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Doch solange die Inflationsgefahr überschaubar bleibt, wird die EZB die Zinsen am Boden halten. Der Crash am Goldmarkt und die rückläufigen Preise für Rohstoffe (Metalle wie Öl) deuten darauf hin, dass die Entspannung auf der Inflationsseite auf absehbare Zeit real bleiben dürfte.<br />
Nebenbei: Für Anleihen heißt das, dass Bestände weiter gehalten werden können, aber Neuengagements natürlich kaum noch etwas bringen. Von der großen Zinswende (die im Sinne einer Normalisierung der marktwirtschaftlichen Prozesse eines Tages kommen muss) ist vorerst nichts zu sehen.</p>
<p>Für die Liquiditätsströme heißt das: Ein Abfluss vom Anleihemarkt in großem Stil ist noch immer nicht zu erwarten. Andererseits sind vor allem sichere Papiere mit Anleihecharakter, also Dividendenaktien, weiterhin als Favoriten einzustufen.</p>
<p><strong>Entspannung auf hohem Niveau</strong><br />
Nachdem der Dax in seinem ersten Versuch, die 8000er-Grenze nachhaltig zu nehmen, nur bis 8058 gekommen ist, rutschte er sogar unter die wichtige 7800er-Linie. In einem kurzen Ausverkauf ging es dann hinunter bis auf die 200-Tage-Linie und die Spitzen vom vergangenen Oktober. Immerhin, dass der Dax danach schon in wenigen Tagen wieder über die 7800 gekommen ist, hat die Lage kurzfristig wieder entspannt.<br />
Auch die anderen wegweisenden Märkte sind erstaunlich stark. Der Euro Stoxx rutschte nur kurz unter die wichtige 2600, dann erholte er sich wieder &#8211; auch hier ist die Situation kurzfristig damit wieder leicht positiv.</p>
<p>Noch stabiler ist der US-Markt. Der Dow Jones (auch seine Teilindizes) verlaufen in er stabilen Hausse-Bewegung, in der allenfalls kurze Rücksetzer zu erwarten sind. Die Technologieaktien im Nasdaq haben sogar ein neues, mittelfristiges Hoch markiert. Eine Wende nach unten sähe anders aus.<br />
<strong>Ernüchterung bei Gewinnaussichten</strong></p>
<p>Die Stabilität der Aktienmärkte ist umso bemerkenswerter, da sich die konjunkturellen Aussichten weiter eingetrübt haben.  In Europa wird die bisher starke Wirtschaft Deutschland von der Tendenz in den schwachen Ländern erfasst; dazu kommen Stockungen in den Schwellenländern, selbst in China.<br />
Bei den großen Dax-Konzernen ist das angekommen. Zwar gibt es immer noch die stabilen Favoriten (etwa BASF), doch die Rückstufungen häufen sich: von Siemens bis Daimler, vom Stahl bis zum Maschinenbau. Diese Ernüchterungen muss der Markt erst einmal verarbeiten. Das wird in den nächsten Wochen den Anstieg eher dämpfen.</p>
<p>Fazit: Der große Aufwärtstrend stimmt, Investoren können Positionen an schwachen Tagen weiter ausbauen. Kurzfristig, für die nächsten Wochen, könnte es zunächst einen Rücksetzer auf 7750 bis 7800 geben und dann einen erneuten Anlauf an die bisherigen Hochs. Erst wenn der dann wieder scheitert, ergäbe sich bis in den Spätsommer/Herbst hinein die Gefahr einer generellen Abwärtswende.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/05/03/aktien-sind-besser-als-ihr-ruf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Umfeld für Aktien stimmt</title>
		<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/27/das-umfeld-fur-aktien-stimmt/</link>
		<comments>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/27/das-umfeld-fur-aktien-stimmt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2013 09:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Riedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.wiwo.de/dax-radar/?p=2529</guid>
		<description><![CDATA[Trotz schwächerer Wirtschaftsaussichten und anhaltender Schuldenkrise spricht mehr für steigende als für fallende Kurse. Schrittweise werden die Wirtschaftsaussichten für das laufende Jahr wieder verhaltener. Nach der ursprünglichen Erwartung eines klaren Wachstums ist man jetzt schon froh, wenn am Ende überhaupt eine schwarze Null übrigbleibt. Das gilt nicht nur für Europa, das gilt natürlich auch für [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trotz schwächerer Wirtschaftsaussichten und anhaltender Schuldenkrise spricht mehr für steigende als für fallende Kurse.</strong><br />
Schrittweise werden die Wirtschaftsaussichten für das laufende Jahr wieder verhaltener. Nach der ursprünglichen Erwartung eines klaren Wachstums ist man jetzt schon froh, wenn am Ende überhaupt eine schwarze Null übrigbleibt. Das gilt nicht nur für Europa, das gilt natürlich auch für Deutschland; ein Abkoppeln gibt es für die größte und wichtigste Wirtschaft in Europa nicht.<br />
<strong></strong></p>
<p><span id="more-2529"></span></p>
<p><strong>Das fundamentale Umfeld für Aktien ist weiter positiv</strong></p>
<p>Nach den jüngsten Revisionen des Ausblicks sollte genug Skepsis in den Prognosen enthalten sein. Selbst wenn die Investitionen verhalten bleiben, sowohl in Amerika als auch in den Schwellenländern geht die Expansion weiter. Zudem stützt hierzulande der private Verbrauch. Und gerade diese Triebkraft wird angesichts des schwindenden Vertrauens in die Papierwährungen bleiben: lieber Geld ausgeben (für Konsum wie für langwertige Güter) als seinen Wert verfallen lassen.<br />
Unterm Strich dürfte die Konjunktur in diesem Jahr damit auf niedrigem Niveau stabil bleiben, womöglich zieht sie im zweiten Halbjahr zumindest wieder leicht an. Da das vierte Quartal 2012 eher schwach war, ist dazu noch ein kleiner, positiver Basiseffekt möglich.<br />
Für die Dax-Gewinne heißt das (auf den Index umgerechnet): Nach 640 Euro sind die für 2013 bisher angenommenen 670 Euro nicht zu optimistisch. Und selbst wenn es nur 650 Euro werden sollten, hätte der Markt ein 12er KGV, wäre damit also nicht überbewertet.<br />
<strong>Von der monetären Seite sind keine Änderungen zu erwarten</strong></p>
<p>Die Liquiditätssituation ist weiter großzügig; die Notenbanken könnten sogar noch einmal senken, wenn es notwendig wäre. Damit werden die Zinsen weiterhin auf extrem niedrigem Niveau bleiben. Das macht Geldmarktanlagen uninteressant, und für Anleihen bekommt man kaum noch das Risiko entsprechend bezahlt. Immerhin, da die Zinswende vorerst vertagt ist, besteht für die Anleihen kurz- bis mittelfristig kein Kursrisiko.</p>
<p>Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Zinsen früher oder später steigen müssen, damit der Zins als der Preis für Geld wieder seine in der Marktwirtschaft notwendige Funktion bekommt – nur, muss dazu vorher das Problem Schuldenkrise zumindest grob verarbeitet sein.</p>
<p><strong>Technisch stimmt der Trend</strong></p>
<p>Bis heute (Mittwoch vormittags) hat der Dax seinen für eine kleine Korrektur maximal möglichen Spielraum noch nicht ausgeschöpft. 7800 oder im Tagesverlauf bis 7750 wären noch möglich, dann aber sollte der Markt drehen.<br />
Die Vorgaben aus Amerika sind weiter positiv. Im Gegensatz zu den europäischen Indizes, die wegen der Schuldenkrise deutlich hinterher hinken, notieren die US-Indizes am Top: Der Dow schon etwas weiter, der S&amp;P hat es zumindest erreicht.</p>
<p>Fazit: Die Chance, dass der Aktienmarkt im April noch einen Kletterversuch startet, ist derzeit größer als die Gefahr eines plötzlichen Abbruchs.</p>
<p>Der nächste Dax Radar erscheint wieder in der zweiten April-Woche</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/27/das-umfeld-fur-aktien-stimmt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Hausse ist noch nicht vorbei</title>
		<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/22/die-hausse-ist-noch-nicht-vorbei/</link>
		<comments>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/22/die-hausse-ist-noch-nicht-vorbei/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 09:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Riedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.wiwo.de/dax-radar/?p=2517</guid>
		<description><![CDATA[Der Dax tut sich wie erwartet schwer um 8000. Dennoch sollte er von 7800/7900 aus noch einen Kletterversuch starten. Für die Börse ist Zypern ein Grund für eine Korrektur, nicht für eine Neueinschätzung der Euro-Krise. Mehr Gewicht bekommt sie durch Überlegungen, man könnte private Sparer stärker an Wertberichtigungen beteiligen. Solche Ängste sind klassisch in jeder [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Dax tut sich wie erwartet schwer um 8000. Dennoch sollte er von 7800/7900 aus noch einen Kletterversuch starten.</strong></p>
<p><span id="more-2517"></span></p>
<p>Für die Börse ist Zypern ein Grund für eine Korrektur, nicht für eine Neueinschätzung der Euro-Krise. Mehr Gewicht bekommt sie durch Überlegungen, man könnte private Sparer stärker an Wertberichtigungen beteiligen. Solche Ängste sind klassisch in jeder Stufe einer Krise: Es wird stets mit dem Schlimmsten gerechnet.</p>
<p>Bedeutender für die nachhaltige Entwicklung an den Aktienmärkten ist die Frage, ob sich die Wirtschaft in diesem Jahr hält, oder ob sie stärker als erwartet wieder abdreht. Grob gesagt gibt es drei Möglichkeiten:</p>
<p><strong>Erstens:</strong> Es kommt zum bisher angenommenen Szenario, dass sich die Konjunktur nach einem schwächeren ersten Halbjahr ab der Mitte des Jahres fängt. Dieses Szenario steckt im Wesentlichen in den Gewinnschätzungen zu den Unternehmen, die für 2013 insgesamt eine leichte Erholung annehmen (und 2014 dann sogar eine stärkere). Und auch trotz Zypern-Krise ist es keineswegs vom Tisch.</p>
<p><strong>Zweitens:</strong> Die Schwäche hält an, es kommt zu keiner Erholung im zweiten Halbjahr. In diesem Fall dürfte es spätestens im fortgeschrittenen Frühling zu Rückstufungen der Gewinnprognosen 2013 kommen. Die sollten nicht dramatisch ausfallen, aber rund fünf Prozent könnten das bei den Dax-Werten insgesamt schon ausmachen (wobei manche wie Fresenius eher stabil bleiben, andere wie die Zykliker überdurchschnittlich stark betroffen wären.)</p>
<p>Es gibt an den Märkten derzeit eine Entwicklung, aus der man dieses Szenario ableiten könnte: Die Entwicklung an den Rohstoffmärkten, vor allem bei den Industriemetallen und beim Öl. Bei einer bald stärkeren Wirtschaft müssten vor allem die Notierungen für Kupfer und Aluminium deutlicher anziehen, was sie aber derzeit nicht tun; auch Öl müsste stabiler sein.</p>
<p><strong>Drittes</strong> Szenario: Die Katastrophe – Spanien, Frankreich, Italien, die großen Schuldenstaaten ziehen nach unten, auch Deutschland gerät in den Strudel. In ihrer heutigen Form dürfte die EU eine solche Belastung nicht überstehen. Und die Aktien? Die rezessive Tendenz und das Wegbrechen wichtiger Absatzmärkte wäre für die deutsche Exportindustrie fatal. Sachwert hin oder her, für Aktien wäre das eine klares Baisse-Szenario.</p>
<p><strong>Eher leichte Stabilisierung als neue Katastrophe</strong></p>
<p>Die allgemeinen Indikatoren wie der Ifo (der für März nun wieder etwas schwächer geworden ist) und die valideren unter den Zukunftsdaten (also echten Auftragseingängen und nicht nur Stimmungen) deuten bisher auf eine Mischung aus Szenario eins und zwei.  Die stabile Wirtschaft in China, die robuste Entwicklung in Amerika und die partiell in Europa (etwa der Konsum in stärkeren Ländern) ebenfalls moderate Konjunktur signalisieren ebenfalls auf niedrigem Niveau eine Stabilisierung.</p>
<p>Dazu passt auch die Politik der Notenbank. Sie hat noch Reserven, könnte also im Fall einer weiteren Abschwächung noch einmal gegensteuern. Dass sie das nicht schon getan hat, war eine gute Entscheidung und zeigt, dass auch sie derzeit eher mit einer Stabilisierung rechnet.</p>
<p>Im Dax ist es bisher bei 7900 geblieben. 7800 sind in den nächsten Tagen noch drin, aber viele tiefer sollte der Index nicht sinken. Von diesem Tief dann könnte bis etwa Mitte April noch einmal ein spürbarer Anstieg möglich sein.</p>
<p><strong>Bei den großen Einzelwerten im Dax sieht das wie folgt aus: </strong></p>
<p><strong>Allianz</strong> hat die wichtige Zone um 105/108 genommen und bis dahin könnte sie auch noch einmal zurückkommen. Operativ und substanziell ist der Versicherer enorm stark geworden. Gerade weil die Banken als Finanzwerte dagegen abfallen, hat diese Stärke auch einen weiteren Vorteil: Wenn man schon in Finanzwerten investiert, dann derzeit eindeutig in Versicherungen und nicht in Banken. Auch die Münchener Rück sieht gut aus.</p>
<p><strong>BASF</strong> tut sich etwas schwer. 70 sollten in den nächsten Tagen schon halten, wenn nicht, kann es eine längere Pause geben. Der große Aufwärtstrend aber ist in Ordnung, die Bewertung der Aktie, die Dividende und die operative Entwicklung ist gut. Ein schneller Deal ist BASF natürlich nicht, ist es auch nie gewesen.</p>
<p><strong>Daimler</strong> holt auf, mühsam zwar, aber die Aktie hat sich in den vergangenen Wochen besser als VW oder BMW entwickelt. Sie könnte sich in den nächsten Tagen zwischen 44 und 42 einpendeln und sollte von dort aus erneut nach oben drehen.</p>
<p><strong>Die Deutsche Bank</strong> bleibt ein Spezialfall. Bisher haben die 32 gehalten, ob das weiter so bleibt, ist fraglich. Die neuen Abschreibungen sind kein gutes Zeichen, nun muss die Dividende sogar zum Teil aus der Substanz bezahlt werden. Kleine Erholungen sind drin, ein Investment ist die Aktie derzeit nicht. Dafür sind die Unsicherheiten zu groß (genau die spiegeln sich ja auch im Kursverlauf wider), von offenen Strafzahlungen bis hin zur Forderung nach einer Abspaltung des Wertpapiergeschäfts (dem größten Gewinnbringer der Bank)</p>
<p><strong>E.On</strong> hat, planmäßig, am Tief eine kleine Erholung gestartet. Neue Nachrichten kommen derzeit nicht, die Belastungen (Energiewende, Schulden) bleiben. Für einen kleinen Anstieg in Richtung 14 oder 15 Euro sollte das reichen. Für ein Investment muss sich die operative Erholung klarer abzeichnen.</p>
<p><strong>SAP</strong> läuft weiter im großen Aufwärtstrend, kleine Rücksetzer sind wie bisher Kaufgelegenheiten. Das Thema Cloud wird immer wichtiger; vielleicht sind hier sogar schon früher als erwartet echte Gewinne möglich.</p>
<p><strong>Siemens</strong> hat sich in den vergangenen Tagen erstaunlich gut entwickelt (übrigens auch die Konkurrenten ABB und GE sehen sehr stabil aus, das ist ein gutes Zeichen für die Branche. ) Die kritische Zone um 80 Euro dürfte nachhaltig genommen sein. Die Aktie sollte mittelfristig im Dax zu den besseren Werten gehören. Das passt zum laufenden Konzernumbauprogramm.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/22/die-hausse-ist-noch-nicht-vorbei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kursaussichten gut, Chance für Gold</title>
		<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/20/kursaussichten-gut-chance-fur-gold/</link>
		<comments>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/20/kursaussichten-gut-chance-fur-gold/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 08:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Riedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.wiwo.de/dax-radar/?p=2509</guid>
		<description><![CDATA[Kurze Irritationen wie die Zypern-Krise sind immer möglich. Solange die ganze Euro-Zone nicht auseinander fliegt, stimmt die Richtung. 0,2 Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung entfällt auf Zypern, die zyprischen Banken sind daran gemessen natürlich völlig überdimensioniert. Darin liegt das eigentliche Problem – und deshalb dürfte die EZB bis auf weiteres alles tun, die Banken zumindest liquide [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kurze Irritationen wie die Zypern-Krise sind immer möglich. Solange die ganze Euro-Zone nicht auseinander fliegt, stimmt die Richtung.</strong></p>
<p><span id="more-2509"></span></p>
<p>0,2 Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung entfällt auf Zypern, die zyprischen Banken sind daran gemessen natürlich völlig überdimensioniert. Darin liegt das eigentliche Problem – und deshalb dürfte die EZB bis auf weiteres alles tun, die Banken zumindest liquide zu halten.</p>
<p>Welche Lasten auf deutsche und europäische Institute im Fall eines Worst Case zukämen, lässt sich derzeit kaum abschätzen. Doch selbst wenn es einige Milliarden Euro an weiteren Ausfällen wären, ist das nicht das Ende der Euro-Zone. Die vergleichsweise gelassene Reaktion der Börse ist auch ein klares Zeichen, dass es durch die Zypern-Krise keine generelle Neueinschätzung der Schuldenkrise in Europa gibt.</p>
<p>Dass sie auch schon bisher nicht vorbei war und es letztlich auch im guten Fall noch Jahre bis zu einer Normalisierung dauern wird, sollte jedem realistisch denkenden Optimisten bewusst sein.</p>
<p>Je weiter die Aktienmärkte vom europäischen Krisenherd entfernt sind, desto stabiler sind sie. Der Dow Jones etwa lässt sich nur marginal bremsen von der jüngsten Angst. Sie ist ohnehin nur ein argumentativer Vorwand dafür, dass am Markt eine kleine Verschnaufpause angesagt war.</p>
<p>Etwas stabilisieren könnten sich in Kürze chinesische Festlandsaktien. Hier hatte es nach dem starken Anstieg in den vergangenen Monaten dann einen kleinen, durchaus planmäßigen Rücksetzer gegeben. Die Wachstumsraten der chinesischen Wirtschaft sind derzeit nicht überschäumend, aber die Aufwärtsrichtung oberhalb von sieben Prozent plus stimmt. Von der neuen Regierung sind weiterhin positive Impulse zu erwarten.</p>
<p>Wiederaufsteiger Japan läuft weiter planmäßig. Der Rückgang des Yens dürfte weitergehen, das wird die vor allem international agierenden großen Japan-Konzerne beflügeln. Canon etwa macht 80 Prozent seiner Umsätze außerhalb Japans.</p>
<p>Der Dax hält sich weiter an sein erwartetes Muster. Im ersten Anstieg ging es von 7600 (am 26. Februar) in zwölf Tagen bis auf 8042 hinauf. Danach ist nun gut eine Woche Korrektur möglich, die im Extremfall bis rund 7800 gehen könnte. Je weniger der Dax in dieser kleinen Korrektur verliert, desto besser sind die Aussichten für den April.</p>
<p>Konkret: Wenn es in den nächsten Tagen doch noch 7800 werden sollten, könnte der nächste Aufschwung bis Mitte April dann 8200 oder noch etwas mehr schaffen. Wenn 7900 der Tiefpunkt war, könnte das auf Spielraum bis 8300/8400 deuten.  So oder so, es wäre ungewöhnlich, wenn der Dax nach dem guten Lauf der vergangenen drei Wochen seinen Anstieg vorzeitig abbrechen würde.</p>
<p>Gold hat die neuralgische Untergrenze um 1550 erst einmal verteidigt. Wenn es sich in den nächsten Tagen über 1600 etablieren kann, sollte eine weitere, mehrwöchige Anstiegsphase folgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/20/kursaussichten-gut-chance-fur-gold/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gewinne laufen lassen</title>
		<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/15/gewinne-laufen-lassen-2/</link>
		<comments>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/15/gewinne-laufen-lassen-2/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 08:29:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Riedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.wiwo.de/dax-radar/?p=2500</guid>
		<description><![CDATA[Der Aktienmarkt ist stark, der Anstieg dynamisch. Das sind gute Vorzeichen für die nächsten Wochen. Heute Morgen bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, der Vieles der aktuellen Kapitalmarktentwicklung erklärt. Martin Hüfner, früher Chefvolkswirt der HypoVereinsbank, beschreibt, wie er nach einem Amerikabesuch ziemlich überrascht war von der Wirtschaftskraft und der Dynamik des Landes. Bemerkenswert vor [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Aktienmarkt ist stark, der Anstieg dynamisch. Das sind gute Vorzeichen für die nächsten Wochen.</strong></p>
<p><span id="more-2500"></span></p>
<p>Heute Morgen bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, der Vieles der aktuellen Kapitalmarktentwicklung erklärt. Martin Hüfner, früher Chefvolkswirt der HypoVereinsbank, beschreibt, wie er nach einem Amerikabesuch ziemlich überrascht war von der Wirtschaftskraft und der Dynamik des Landes.</p>
<p>Bemerkenswert vor allem ist seine Einschätzung, dass das Bild, das man sich in Europa von dem Land malt, ganz anders ist als die Realität, die man vor Ort vorfindet. Während man in Europa vor allem den Haushaltsstreit und die Fiskalklippe vor Augen hat, zeigt sich in Amerika im realen Wirtschaftsleben eine Aufwärtsdynamik wie schon lange nicht mehr. Kurz gesagt: Während die öffentliche Wirtschaft in Amerika darbt, läuft die private Wirtschaft schon wieder auf hohen Touren – mit reichlich Nachholbedarf.</p>
<p>Hüfner wird natürlich nicht gleich vom Saulus zum Paulus mutieren, doch dass seine bisher skeptische Sichtweise erschüttert wurde, ist bezeichnend. Man könnte an dieser Stelle auch eine gesamte gesellschaftspolitische Diskussion starten, über die Untergangsliebe des Alten Europas im Gegensatz zum ungebrochenen Lebenswillen der Neuen Welt. (Nebenbei: Bezeichnend dafür ist, dass in Europa derzeit wieder Verschwörungstheorien aufkommen wie etwa bei Frank Schirrmacher&#8230;)</p>
<p>Wichtiger für die Einschätzung der Börsen allerdings ist, dass es ausgerechnet die US-Märkte (und hier der alte Dow Jones) sind, die bei der Jagd nach neuen Höchstkursen den Takt angeben. Der Dow hat das schon geschafft, der S&amp;P ist aktuell gerade am Allzeithoch.</p>
<p><strong>Mehrfache Hilfe aus Übersee</strong></p>
<p>Wenn die US-Wirtschaft nun aber robust ist und der Anstieg der US-Aktien dazu voll und ganz passt, dann ist das auch für Europa ein gutes Umfeld. Und zwar auf mehreren Ebenen:</p>
<p>+Die US-Konjunktur ist immer noch die wichtigste Wirtschaft der Welt. Von ihr ging die Finanzkrise aus, sie kam aus erste aus dem Tal, sie zieht nun wieder nach oben. Das wird auch den Europäern bei ihren ganzen hausgemachten Schuldenproblemen helfen.</p>
<p>+Viele deutsche Unternehmen haben in Nordamerika einen großen Absatzmarkt. Bei aller Euphorie über die Schwellenländern geriet das in den vergangenen Jahren oft in den Hintergrund. So ist es auch kein Wunder, dass bei vielen Dax-Unternehmen gerade das Nordamerika-Geschäft gut läuft und wichtige Aufträge auch weiterhin eine gute Entwicklung annehmen lassen.</p>
<p>+Man mag die Geldpolitik der Fed wollen oder nicht, wenn die US-Wirtschaft aus dem Tief kommt, dann wird das auch als Erfolg der Fed gewertet werden. Und das wiederum färbt auch ab auf die Geldpolitik in Europa, die von der alten, von der Bundesbank dominierten Richtung über die Zwischenstation Trichet nun unter Draghi voll auf den angelsächsischen Kurs eingeschwenkt ist.</p>
<p>Damit wächst die Hoffnung, dass auch Europa aus dem Tief kommt. Es ist in den vergangenen Jahrzehnten noch nie vorgekommen, dass die europäischen Aktienmärkte (und hier ist der deutsche natürlich mit dabei) eine von den US-Märkten unabhängige Grundrichtung eingeschlagen haben. Kurze Abweichungen und Vor- oder Nachläufe gibt es immer wieder, doch die große Richtung war noch nie divergierend. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dies auf absehbare Zeit so bleibt.</p>
<p><strong>Wie sieht es nun konkret im Dax aus?</strong></p>
<p>Die 8000er-Marke ist bis zur Stunde zumindest mit einem ersten Abstand genommen; nachhaltig, also um mehr als drei Prozent, wäre das erst bei 8240 der Fall. Dennoch, der Markt ist stark und die Wahrscheinlichkeit, dass er zunächst weiter steigt, ist größer als die Gefahr eines massiven Einbruchs.</p>
<p>Das zeigt sich besonders gut an führenden Aktien. Beispiel Allianz. Wie angekündigt ist die Aktie beim Überschreiten des Widerstands bei 108 Euro in Bewegung gekommen. Operativ ist die Allianz stärker als je, sowohl die Substanz als auch die internationale Positionierung ist hervorragend. Mehr dazu in der aktuellen WirtschaftsWoche.</p>
<p>Auch unter den anderen großen Werten überwiegen die positiven Kursaussichten. BASF dürfte bald wieder ein neues Hoch markieren, sowohl in China als auch in den USA ist der Geschäftsverlauf gut. Bei Daimler läuft die Aufholjagd, Siemens hat die wichtige Hürde um 80 Euro wieder genommen, SAP ist ohnehin nicht zu bremsen.  Selbst die Kellerkinder, also die Versorger und Thyssen, haben sich auf niedrigem Niveau stabilisiert und dürften zumindest für einige Wochen eine Reaktion zustande bringen.</p>
<p><strong>Der Aktienmarkt ist stark</strong></p>
<p>Nachdem die jüngste Hausse-Bewegung erst zwei Wochen läuft, wäre es ungewöhnlich, wenn sie gleich wieder vorbei wäre. In der Regel dauern Bewegungen dieser Art im Dax rund sechs Wochen, es können auch an die acht werden. Dazwischen gibt es immer wieder kurze, wenige Tage umfassende Gegenbewegungen.</p>
<p>Sowohl vom Zeitfenster (bis Mitte/Ende April) als auch vom Kursniveau (bis 7800 nach unten) besteht genug Spielraum für die aktuelle mittelfristige Bewegung. Das Beste ist, die Gewinne laufen zu lassen – und wo man noch einsteigen kann, lesen Sie am Wochenende ausführlich in der neuen WirtschaftsWoche.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/15/gewinne-laufen-lassen-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das 8000er-Problem im Dax</title>
		<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/13/das-8000er-problem-im-dax/</link>
		<comments>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/13/das-8000er-problem-im-dax/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 09:44:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Riedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.wiwo.de/dax-radar/?p=2491</guid>
		<description><![CDATA[Einfach wird es nicht, das bisherige Hoch im Dax zu erreichen – und erst recht nicht, es zu übertreffen. Historisch gesehen läuft derzeit der dritte Versuch. 8015,07 Punkte am 8. März um die Mittagszeit, das war das bisherige Hoch in den vergangenen Tagen. Von &#8220;8000 geknackt&#8221;, wie so oft zu lesen ist, kann natürlich noch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einfach wird es nicht, das bisherige Hoch im Dax zu erreichen – und erst recht nicht, es zu übertreffen. Historisch gesehen läuft derzeit der dritte Versuch.</strong></p>
<p><span id="more-2491"></span></p>
<p>8015,07 Punkte am 8. März um die Mittagszeit, das war das bisherige Hoch in den vergangenen Tagen. Von &#8220;8000 geknackt&#8221;, wie so oft zu lesen ist, kann natürlich noch keine Rede sein. Touchiert wäre besser; ein erster Test, mehr nicht.</p>
<p>Es gibt ohnehin nicht ein genaues Hoch im Dax. Bei 8000 liegt die runde Zahl – und man mag es wollen oder nicht, an solchen Marken beißen sich die Märkte nun einmal oft fest, kommen darüber, rutschen wieder darunter; ein Kampf der Wochen dauern kann. Das dürfte dieses Mal nicht anders sein.</p>
<p><strong>Erster Versuch: Die Jubelhausse 2000</strong></p>
<p>Am 6. März 2000 erreichte er im Tagesverlauf 8136,16 Punkte. Der Kampf um die 8000er-Marke dauerte genau sechs Tage, dann sackte der Dax ab – und zwar kräftig auf 7400 Punkte (in nur drei Tagen).</p>
<p>Ende März versuchte er es noch einmal, robbte sich mühsam in neun Tagen an die 8000er-Marke, kam sogar einen Tag noch einmal darüber (am 28. März bis auf 8031,21) – dann schmierte er ab. Das wars, Hausse vorbei. Drei Jahre später hatte sich der Dax fast geviertelt.</p>
<p><strong>Zweiter Versuch: Mitte 2007 bis Anfang 2008</strong></p>
<p>Anfang Juni schoss der Dax aus dem Stand von 7800 auf das Hoch bei 8010,39 Punkte, das er am 4. Juni erreichte. Danach folgten zwei Wochen Pendeln zwischen 7600 und 8000. Am 20. Juni dann erreichte er mit 8131,73 fast das alte Top. Nach einem kurzen Rücksetzer auf 7750 folgte ein neuer Anlauf – und am <strong>13. Juli 2007 markierte der Dax im Tagesverlauf mit 8151,57 Punkten den bisher höchsten Stand aller Zeiten</strong>.</p>
<p>Danach ging es wieder bergab, und zwar schnell. Fünf Wochen später stand der Dax nur noch bei 7200. Bis Oktober dann wieder ein Anlauf auf gut 8000, danach ein Rückfall auf fast 7400.</p>
<p>Im Dezember dann noch einmal ein relatives Hoch bei 8117,79 und, kurz vor dem Kerviel-Absturz im Januar, noch einmal 8100,64 Zähler. Damit waren die Ausflüge des Dax über 8000 Geschichte.</p>
<p><strong>Dritter Versuch: seit März 2013</strong></p>
<p>Nun also unternimmt der Dax den dritten Anlauf. Nach dem leichten Touché  (das ja genau genommen „berührt“ heißt und nicht durchdrungen) liegt der Dax am Vormittag (13. März) bei 7950. Sechs Tage dauerte die Gipfeltour im Jahr 2000, sechs Monate im Jahr 2007.</p>
<p>Damit eine Marke „nachhaltig“ durchdrungen ist, muss sie nach der Definition der klassischen Analyse um drei Prozent übertroffen sein. Das wären genau genommen 8240 Punkte. Das hat der Dax bisher noch nie geschafft.</p>
<p>Außerdem könnte man die drei Prozent am bisherigen Hoch ansetzen, bei 8151. Dann müsste der Dax 8400 erreichen. Erst dann wäre das bisherige Hoch genommen.</p>
<p>Für die nächsten Tage heißt das: Rücksetzer sind normal, auch kurze Ausflüge über die 8000. Entschieden ist damit noch nichts. Der Spielraum nach unten wäre zunächst einmal bis knapp 7800. Sinkt der Dax tiefer (was im Augenblick eher unwahrscheinlich ist), wäre der gesamte kurzfristige Anlauf in Frage gestellt.</p>
<p>Nach dem positiven Szenario (das, wie im vergangenen Dax Radar beschrieben, bis April gehen kann, vielleicht sogar Mai), wäre vorher ein Rücksetzer (eben bis maximal 7800) eine ideale Gelegenheit zum Nachfassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/13/das-8000er-problem-im-dax/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aktien-Hausse geht weiter &#8211; womöglich bis Mitte April</title>
		<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/08/aktien-hausse-geht-weiter-womoglich-bis-mitte-april/</link>
		<comments>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/08/aktien-hausse-geht-weiter-womoglich-bis-mitte-april/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 09:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Riedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.wiwo.de/dax-radar/?p=2477</guid>
		<description><![CDATA[Die Konjunktur stabilisiert sich auf niedrigem Niveau und könnte im zweiten Halbjahr anziehen. Die Aktien machen das jetzt schon. Dass die Aufträge in der deutschen Industrie im Januar enttäuschend waren, ist für die Börse derzeit kein Problem. Es zeigt nur, dass die Konjunktur sich eben nur langsam nach dem schwachen Jahresausklang stabilisiert. Wahrscheinlich fällt das [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Konjunktur stabilisiert sich auf niedrigem Niveau und könnte im zweiten Halbjahr anziehen. Die Aktien machen das jetzt schon.</strong></p>
<p><span id="more-2477"></span></p>
<p>Dass die Aufträge in der deutschen Industrie im Januar enttäuschend waren, ist für die Börse derzeit kein Problem. Es zeigt nur, dass die Konjunktur sich eben nur langsam nach dem schwachen Jahresausklang stabilisiert. Wahrscheinlich fällt das gesamte erste Quartal verhalten aus. Solange es keinen herben Einbruch gibt, ist das für die Börse keine Bremse, im Gegenteil.</p>
<p>Theoretisch könnte die EZB das sogar als Argument benutzen, um die Zinsen noch einmal zu senken. Dennoch dürfte das eher unwahrscheinlich sein. Draghi spricht ausdrücklich davon, dass die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Eurozone deutlich kleiner geworden sei. Das passt zum Basisszenario der EZB, die im zweiten Halbjahr 2013 eine langsame Erholung in der Eurozone erwartet. Und sollte es nicht so kommen, hätte die EZB immer noch (mindestens) eine Zinssenkung in Reserve.</p>
<p>Man mag die neue EZB unter der angelsächsisch dominierten Politik mögen oder nicht, den Job der akuten Krisenbekämpfung macht sie gar nicht so schlecht.</p>
<p><strong>Zielprojektion vorerst bis 8500 oder 8600 Punkte</strong></p>
<p>Im Dax hat sich schon während der vergangenen Konsolidierungsphase (von Mitte Januar bis Ende Februar) angedeutet, welche Dynamik in den Märkten steckt. Je stabiler sich ein Markt innerhalb einer Konsolidierung verhält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nachher einen deutlichen Anstieg gibt.</p>
<p>Dieses Szenario lässt sich weiterspielen. Vor der Konsolidierung ist der Dax von 6950 auf 7780, dann bis auf 7860. Wenn er jetzt ebenfalls wieder 12 bis 14 Prozent steigt, wären das vom Tief der Konsolidierung (7600) grob 8500 bis 8600 Punkte. Das bisherige Hoch (8106, gemessen am Tagesschluss) könnte also durchaus nur eine Zwischenstation sein.</p>
<p>Der Start der aktuellen Hausse-Phase war fulminant. Auch das ist ein Zeichen dafür, dass die gesamte Hausse-Phase eher dynamisch verläuft als zögerlich. Ziele um 8500 bis 8600 würden dazu durchaus passen.</p>
<p>Vom Zeitfenster gibt es keinen Grund, vom bisherigen Muster abzuweichen. Die letzten Schwünge verliefen planmäßig: Sechs Wochen von Mitte Januar bis Ende Februar, dann die neuen Kaufsignale. Theoretisch ergibt sich damit ein neues Zeitfenster bis etwa  Mitte April.</p>
<p><strong>Spielraum für kurze Rückschläge einkalkulieren</strong></p>
<p>Natürlich, an den Börsen gibt es weder Naturgesetze noch einen Determinismus (wie die etwas mißverständliche Bezeichnung von der &#8220;technischen&#8221; Analyse suggeriert)  – Börse ist immer offen. Aber innerhalb dieser Offenheit gibt es Bandbreiten, von denen die Richtung markiert wird, und die zeigen derzeit eindeutig nach oben.</p>
<p>Dabei besteht auch Spielraum nach unten. Heute, Freitag morgens, hat der Dax schon einmal die 8000 angetestet, danach gab es gleich einen kleinen Rücksetzer. Dieses Spiel setzt sich auch in den größeren Schwüngen fort.</p>
<p>Wenn man von einem theoretischen Ziel um 8500/8600 in etwa fünf bis sechs Wochen ausgeht, dann sind zwischenzeitliche Rückschläge von 100 Punkten und mehr einzukalkulieren. Das ändert aber nichts an der Grundrichtung nach oben – solange die Rückschläge nicht zu tief ausfallen. Aktuell hätte der Dax Spielraum bis rund 7800 und das Szenario der Frühjahrshausse wäre noch immer nicht gefährdet.</p>
<p><strong>Allianz zieht, Daimler muss kommen</strong></p>
<p>Spannendste Dax-Werte (unter den großen) sind derzeit die Allianz und Daimler. Der Versicherer wird nächste Woche Zahlen vorlegen, die Vorabergebnisse waren gut. Kurstechnisch ist die wichtige Hürde um 108 überwunden worden. Wenn die Substanz des Abschlusses stimmt (was ziemlich wahrscheinlich wird), dürfte die Allianz-Aktie wieder in die Rolle eines Führungswerts kommen – und das wäre ja auch nicht ungewöhnlich, wenn man mal die Historie dieser Aktie betrachtet.</p>
<p>Ebenfalls hochinteressant ist die Entwicklung bei Daimler. Die Absatzzahlen in China waren enttäuschend, aber das ist eben der gegenwärtige Zustand, in dem Daimler deutlich Nachholbedarf hat. Chef Zetsche steht unter enormen Druck, das wurde ihm durch den knappen Vertrag klar gemacht. Daimler dürfte in den nächsten ein bis zwei Jahren alle Hebel in Bewegung setzen, den ewigen Rivalen BMW (und natürlich auch Audi/VW) einzuholen – mindestens.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/08/aktien-hausse-geht-weiter-womoglich-bis-mitte-april/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Frühjahrsrally läuft</title>
		<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/06/die-fruhjahrsrally-lauft/</link>
		<comments>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/06/die-fruhjahrsrally-lauft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Mar 2013 09:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Riedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.wiwo.de/dax-radar/?p=2465</guid>
		<description><![CDATA[Neues Hoch im Dow, der Dax dürfte das in den nächsten Wochen auch schaffen – und sogar europäische Indizes drehen nach oben. Ob man den Dow Jones nun als altmodisch abtut, weil er nur ein „Durchschnitt“ ist und kein hochkomplexer Index – ein neues Hoch hat er jedenfalls gemacht. Im Verlauf kam er gestern bis 14286 Punkte, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neues Hoch im Dow, der Dax dürfte das in den nächsten Wochen auch schaffen – und sogar europäische Indizes drehen nach oben.</strong></p>
<p><span id="more-2465"></span></p>
<p>Ob man den Dow Jones nun als altmodisch abtut, weil er nur ein „Durchschnitt“ ist und kein hochkomplexer Index – ein neues Hoch hat er jedenfalls gemacht. Im Verlauf kam er gestern bis 14286 Punkte, am Ende waren es noch 14254. Das liegt deutlich über der bisherigen Spitze von 14167 aus dem Jahr 2007. So gesehen hat der Dow Jones die Finanzkrise abgehakt.</p>
<p>Könnte das ein Fehlsignal werden, eine Bullenfalle für naive Optimisten? Ausgeschlossen ist das nie. Aber es gibt derzeit eindeutig mehr Hinweise für eine zügige Fortsetzung der Hausse als für einen Abbruch.</p>
<p>Am wichtigsten ist die weiterhin solide Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft. „Solide“ bezieht sich hier nicht auf den Schuldenstand des Staates, sondern auf die geschäftlichen Aussichten der Unternehmen. Und die sind insgesamt keineswegs schlecht, die leichte Aufwärtstendenz dürfte sich nach den vorgelegten Berichten und den darin gegebenen Aussichten fortsetzen.</p>
<p>Die Marktbreite stimmt ebenfalls. Beide wichtigen Teilindizes sind stabil. Die Transportaktien und die Versorger, beide mit mittelfristigen Kaufsignalen.</p>
<p>Von den 30 Dow-Werten notieren 24 über der 200-Tage-Linie. Das sind 80 Prozent, ein klassisches Zeichen für einen stabilen Aufschwung. Und wenn man die Aktien anschaut, die unterhalb notieren (darunter Coke, Microsoft und Intel), muss man sich um diese Werte keine großen Sorgen machen. Der Nasdaq-Index sieht ebenfalls gut aus, der S&amp;P hat noch kein neues Hoch geschafft, dürfte aber in den nächsten Tagen und Wochen nachziehen.</p>
<p><strong>Reihenweise Kaufsignale in Europa</strong></p>
<p>Es sind nicht die US-Aktien allein, die sich verbessert haben. Vor allem in Europa haben sich die führenden Indizes stabilisiert und geben zum Teil deutliche Kaufsignale.</p>
<p>+Der Euro Stoxx 50 hat die entscheidende Zone um 2600 Punkten nach einem Ausrutscher (Bärenfalle!) verteidigt und nach oben gedreht;</p>
<p>+Der Stoxx 600, in dem die britischen und Schweizer Aktien ebenfalls drinstecken, hat ein neues mittelfristiges Hoch ausgebildet;</p>
<p>+Der französische CAC 40 hat die wichtiger Untergrenze bei 3600 verteidigt und ist nach oben abgeprallt; die verträgliche Entwicklung des CAC ist besonders wichtig, da sie Hoffnung macht für das große Fast-Krisenland Frankreich;</p>
<p>+Der spanische Ibex hängt zwar noch weit hinterher, hat sich aber ebenfalls stabilisiert und damit eine Basis für die nächsten Wochen geschaffen;</p>
<p>+Der Schweizer SMI ist nicht zu bremsen; es hilft der Rückgang des Franken, der etwa gegenüber dem Dollar im Februar massiv verloren hat; Aktien wie Roche und Nestlé, obwohl keineswegs mehr billig, gehören weiter zu den Favoriten der nächsten Wochen;</p>
<p>+Noch ein Krisenland: Großbritanniens FTSE zieht ebenso davon, Ratingagenturen hin oder her;</p>
<p>+Und dann der Nikikei: Trotz mittlerweiler fortgeschrittener Bewertung, das KGV 2013 geht fast an die 20, ist die Rally nicht am Ende; dfür sorgt besonders die neue, expansive Notenbankpolitik;</p>
<p>+Eine Pause dürften die chinesischen Inlandsmärkte einlegen; Dank sieben bis acht Prozent absehbarem Wirtschaftswachstum  in diesem Jahr sollten sich auch die Kurse wieder stabilisieren;</p>
<p><strong>Gute Aussichten für Dax-Aktien</strong></p>
<p>Die wichtigen Titel im Dax signalisieren für die nächsten Wochen ebenfalls weitere Zugewinne:</p>
<p>+Allianz hat wie erwartet das Niveau um gut 100 Euro verteidigt und wird bei einem Anstieg über 108 Euro ein starkes Kaufsignal geben. Der Geschäftsverlauf ist stabil, die Risiken sind in hohem Maße abgeschrieben, die Bewertung ist günstig – und Dividende gibt es auch noch – ein klarer Kauf;</p>
<p>+BASF hat sich in der vergangenen Korrektur gut über 70 gehalten. Die starke Position in Asien, der neue Schwerpunkt auf Agrarchemie und die hochrentable Tochter Wintershall machen das Unternehmen zu einem Top-Pick. Kaufen – und auf absehbare Zeit nicht mehr hergeben.</p>
<p>+Daimler – die hier und im Heft immer wieder vorgetragene These vom Nachholbedarf (etwa gegenüber BMW) konkretisiert sich. Spekulativ kaufen;</p>
<p>+Deutsche Bank, ein heikles Thema. Der Kursverlauf sieht nur durchwachsen aus, und wenn die Bank ihre Investment-Banking abtrennen müsste, wäre das für die Zahlen ein Desaster. Aus diesem Grund die die Aktie der Deutschen Bank gemessen an der bisherigen Bewertung zwar billig, aber eben mit einer hohen Unsicherheit behaftet.  Hochspekulativ, aber mit Chancen;</p>
<p>+E.On. Langfristig sind die Probleme nicht gelöst. Doch für die nächsten Wochen ist es eine Erleichterung, dass die Tiefstkurse um 12 Euro erst einmal gehalten haben. Hochspekulativ, aber mit kurzfristigen Erholungschancen;</p>
<p>+SAP – kein Kommentar – außer: kaufen (wer sie nicht hat) oder halten (wer sie schon hat)…</p>
<p>+Siemens: Wie erwartet gab es um 80 Euro eine längere Schaukelpartie, jetzt liegt die Aktie wieder oberhalb; kein Favorit für die nächsten Wochen, dazu ist der Geschäftsverlauf nur stagnierend; aber mit dem Markt kann die Aktie etwas zulegen.</p>
<p>Fazit: Die Chancen stehen ziemlich gut, dass die Aktien in den nächsten Wochen weiter steigen. Bleibt es bei den üblichen Zeitschwankungen, so folgt der Konsolidierung (die planmäßig von Mitte Januar bis Ende Februar ging) nur bis weit in den April hinein die Frühjahrsrally. Dann könnte vielleicht Sell in May angebracht sein – aber um das zu entscheiden, haben Börsianer noch genug Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/06/die-fruhjahrsrally-lauft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bei Rückschlägen kaufen</title>
		<link>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/01/bei-ruckschlagen-kaufen/</link>
		<comments>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/01/bei-ruckschlagen-kaufen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 09:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Riedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.wiwo.de/dax-radar/?p=2451</guid>
		<description><![CDATA[Die Börsen haben gelernt, mit der akuten Dauerkrise zu leben. Das macht sie widerstandsfähig, auch wenn die Folgen des US-Haushaltsstreits und der Politkrise in Italien weiter anhalten Es gibt derzeit zwei riesige Belastungen für die Börsen: Zum einen die Euro-Schuldenkrise, die durch die Wahl in Italien verschärft wurde (die Unsicherheit bleibt, bis es eine handlungsfähige [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Börsen haben gelernt, mit der akuten Dauerkrise zu leben. Das macht sie widerstandsfähig, auch wenn die Folgen des US-Haushaltsstreits und der Politkrise in Italien weiter anhalten</strong></p>
<p><span id="more-2451"></span></p>
<p>Es gibt derzeit zwei riesige Belastungen für die Börsen: Zum einen die Euro-Schuldenkrise, die durch die Wahl in Italien verschärft wurde (die Unsicherheit bleibt, bis es eine handlungsfähige Regierung gibt); dann zum anderen der Haushaltsstreit in den USA. Es sieht ganz so aus, als ob es hier zu keiner Einigung mehr kommt und nun erhebliche Kürzungen im Etat anstehen.</p>
<p>Und was machen die Börsen? &#8211; Der Dow Jones hat bei 14150 Punkten am All-Time-High gekratzt, dem Dax fehlen bis dahin nur noch fünf Prozent. Weltuntergang sieht anders aus.</p>
<p>Ohne Frage, beide Probleme (die ja im Grunde zusammenhängen: Also die Hyperverschuldung der Staaten) sind weder auf die leichte Schulter zu nehmen, noch ist hier mittelfristig eine Lösung absehbar. Und selbst wenn sie gelingt, wird das ein langer, mühsamer und schmerzvoller Weg.</p>
<p><strong>Die Börsen haben den Fast-Weltuntergang schon durchgespielt</strong></p>
<p>Das alles ist natürlich keineswegs neu. Seit das Dogma vom immerwährenden Wachstum (an den Märkten wie in der Realwirtschaft) mit dem Anfang der Finanzkrise (nehmen wir den Einschnitt 2008) entzaubert wurde, reicht die Spanne der Anlegeremotionen immer wieder hinunter bis zum gefühlten Exitus.</p>
<p>Und dieses Ende fand an den Börsen ja auch statt: Der Crash von 2008 war die größte Vermögensvernichtung in der jüngeren Geschichte der Menschheit. Gemessen daran, dass 2008 viel mehr Menschen ihr Geld an den Aktienmärkten investiert hatten als zum großen Crash 1929, war die Breitenwirkung erheblich schmerzvoller.</p>
<p>Es kann also niemand sagen, die Märkte würden die in der Tat realen Gefahren der Schuldenkrise übersehen. Ganz im Gegenteil: Die Märkte haben kalt und brutal mit einer riesigen Vermögensvernichtung die Rechnung für die Schuldenprobleme schon aufgemacht.</p>
<p>Was wir jetzt an den Börsen erleben, muss immer vor der schon stattgefundenen Bereinigung gesehen werden: Die Schuldenprobleme sind nach wie vor da, aber der reale Wirtschaftsablauf geht mit mehr oder weniger großen Friktionen weiter. Die schrittweise Erholung an den Aktienmärkten seit 2009 war nur die logische Konsequenz daraus.</p>
<p><strong>Zwei Lager und auf absehbare Zeit keine Versöhnung in Sicht</strong></p>
<p>Aktuell könnte man natürlich sagen, wenn der Dow Jones schon wieder am Hoch notiert und auch der Dax nicht mehr weit davon entfernt ist, nehmen die Märkte eine Gesundung schon wieder vorweg; eine Gesundung, die eben alles andere als sicher sei.</p>
<p>Auf der einen Seite stehen die Optimisten: Sie rechnen damit, dass sich die Schuldenproblematik durch Einsparungen,  monetäre Hilfen sowie die konjunkturelle Erholung Schritt für Schritt lösen lässt und eine Rückkehrt zu ähnlichen Verhältnissen wie vor der Krise möglich ist.</p>
<p>Auf der anderen Seite stehen die Pessimisten: Sie sehen durch die Gelddruckorgie der Notenbanken die Schuldenprobleme nur übertüncht, und gerade durch die extremen Maßnahme den letzten Rest an Vertrauen in die Papierwährungen endgültig zerstört. Deshalb auch von dieser Seite die zentrale Forderung nach Goldstandard und Gold als Gral der Wertanlage.</p>
<p>Welche Seite letztlich Recht bekommt, kann derzeit ohnehin kein Mensch mit Sicherheit sagen. In fünf oder in zehn Jahren lassen sich vielleicht erste Zwischenergebnisse ziehen – und in dem für Historiker üblichen Zeitabstand von 30 Jahren (dann werden die meisten Archive geöffnet) lassen sich Abläufe auch noch mit Quellen belegen.</p>
<p><strong>Das Geld ist da- und es muss irgendwohin</strong></p>
<p>Anleger, die heute ein paar Euro übrig haben, dürften wahrscheinlich kaum solange warten wollen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als zwischen den real existierenden Anlagemöglichkeiten zu wählen, als da sind:</p>
<p>+Spar-, Termin- und Festgelder von 0,5 bis 2,0 Prozent</p>
<p>+Anleihen von 0,0  bis 3,5 Prozent in der noch einigermaßen vertretbaren Risikokategorie, darüber Junks ohne Limit</p>
<p>+Gold, Immobilien und andere Sachwerte, (meist ohne feste Rendite)</p>
<p>+und natürlich Aktien jeglicher Risikoabstufung.</p>
<p>Gerade weil es nicht sicher ist, ob wir mit der Schuldensintflut untergehen oder am Ende doch alles wieder gut wird, werden sich die faktisch vorhandenen liquiden Mittel auf die bekannten Anlagemedien weiter verteilen. Damit ist weder ein starker Rückgang an den Aktienmärkten noch ein starker Rückgang an den Anleihemärkten auf absehbare Zeit wahrscheinlich. Die Märkte haben gelernt, mit der akuten Dauerkrise zu leben; das macht sie widerstandsfähig.</p>
<p><strong>Kurzfristig und konkret</strong></p>
<p>Nachdem der Dow Jones bei 14150 das Hoch kurz erreicht hat, sollte er zunächst wieder etwas nachgeben. Im Dax wurde das entscheidende Basisniveau um 7580 (Schlusskurse) verteidigt. Ein Rutsch darunter könnte zunächst bis 7440 gehen, dann – im Extremfall – bis 7100.</p>
<p>Der Euro Stoxx kämpft weiter mit der Marke 2600 – und hat diesen Kampf noch nicht verloren. Gold bleibt kritisch, die Rückeroberung des Terrains oberhalb von 1600 ist bisher noch nicht gelungen. Bei 1500 bis 1550 spätestens muss Gold deutlicher nach oben drehen, sonst ist der große Aufwärtstrend gefährdet.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.wiwo.de/dax-radar/2013/03/01/bei-ruckschlagen-kaufen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Dynamic Page Served (once) in 0.224 seconds -->
