Mit Kurskorrektur in die Sommerpause

Der jüngste Ausbruchsversuch über die 10000er-Marke ist gescheitert. Das könnte für die nächsten Wochen eine Korrekturphase einleiten.

Das schwache erste Quartal der US-Wirtschaft muss Anleger nicht schocken. Für das zweite Quartal sehen die Vorzeichen bisher besser aus. Natürlich, die von der Notenbank prognostizierten gut zwei Prozent Wachstum für das Gesamtjahr müssen es nun schon werden. Harte Zahlen gibt es im Juli, wenn die Quartalsergebnisse der Unternehmen auf den Tisch kommen. Sie müssen deutlich besser als die zum ersten Quartal ausfallen. Wenn nicht, wird es kritisch.

Für die US-Zinsen heißt das weiterhin, dass es wahrscheinlich vor Mitte 2015 nicht zu einer Erhöhung kommt. Vermögensverwalter Ehrhardt sieht bei der Fed in diesem Zusammenhang die US-Geldpolitik als bewusst gesteuerte leichte Inflationierung: Über den Reichtumseffekt bei den Vermögenswerten den Konsum zu stimulieren. Das dürfte auch ein Grund dafür sein, warum die Edelmetallpreise zuletzt wieder deutlich anzogen und hier die Chancen auf eine Aufwärtswende so groß sind wie noch nie seit der Preiskorrektur der vergangenen zwei Jahr.

Langfristig ist die Fed ein Inflationstreiber, weil sie wahrscheinlich selbst ab 2015 im Fall steigender Teuerungsraten die Zinsen nur langsam erhöht; mit Rücksicht auf die fragile Konjunktur und mit Blick auf die riesigen Anleihebestände, die bei einem Zinsanstieg erhebliche Wertverluste erleiden würden. Und das würde alle treffen: Vom Großunternehmen bis zum kleinen Sparer. Mit anderen Worten: Das Platzen der Anleiheblase könnte noch wesentlich dramatischer werden als das Platzen der Immobilienblase 2008/09 – und solchen Folgen will die Fed schon heute vorbauen.

Wirklich Deflationsgefahr?

Spannend ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob die EZB mit ihren Warnungen vor Deflation wirklich daran glaubt oder ob das nur eine Augenwischerei ist, um die in den nächsten Jahren mögliche Inflation als Erleichterung darzustellen. Jedenfalls: Sollte sich von Amerika aus die Tendenz in Richtung Geldentwertung verfestigen, dann wird es auch in Europa keine Deflation geben.

Für die Aktienmärkte wäre das kein schlechtes Umfeld. Eine leichte Inflationierung ohne schwere Zinskeule ließe zum einen genug Liquidität zum Anlagekauf, zum anderen wäre es für die Unternehmensgewinne gut; und drittens wären Aktien nach wie vor den mager rentierenden Anleihen überlegen.

9600 bis 9700 Punkte sollten halten

Kurzfristig haben sich die zuletzt gehegten Hoffnungen auf eine Überwindung der 10000er-Marke nicht erfüllt. Immerhin hat der Dax nach seinem Einbruch Mitte April in acht Wochen 800 Punkte gut gemacht. Wenn er jetzt also davon – grob gesagt – 300 bis 400 wieder hergeben sollte, wäre das für die große Aufwärtsbewegung kein Problem. 300 bis 400 Punkte vom Top wäre etwa die Zone 9600/9700, von der aus die letzte Anstiegsphase gestartet ist. Gut möglich, dass hier die aktuelle Korrekturbewegung ihre Untergrenze findet.

Der Dow Jones kämpft gerade darum, ob die Schwankungszone zwischen 16700 und 17000 nun ein kleines Doppeltop wird oder nicht. Der gestrige (Donnerstag) Tagesverlauf mit der starken Erholung am Ende gibt Hoffnung, dass es dazu nicht kommen muss. Und wenn, bei 16300 und bei 16100 verlaufen die nächsten Unterstützungen. Im Dow hat die Dynamik etwas nachgelassen, aber angeschlagen ist der Markt noch nicht.

Deutlich besser sieht es bei den Technologieaktien aus. Der Nasdaq-100-Index rangiert weiter am mittelfristigen Top, hier kam es nicht einmal zu einer Schiebezone. Die starke Vorstellung der großen High-Techs ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Grundrichtung ungebrochen nach oben zeigt.

Top im Dax: Die Versorger E.On und RWE

Im Dax hat sich die Zahl der stabilen Aktien etwas reduziert. Aus mehr als 80 Prozent der Titel, die über ihrer 200-Tage-Linie verlaufen, sind derzeit gerade mal gut 70 Prozent geworden. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Markt kurzfristig Luft holt. Bei den führenden Titeln sieht es wie folgt aus:

Allianz kämpft weiter um die bekannte Zone um 120 Euro. Kurzfristig ist die Aktie neutral.

BASF zuckt am Top zurück, vorerst ist eine Pause möglich, insgesamt aber ein starker Trend; positiv.

Daimler ist am Top bei 71 gescheitert, dürfte zunächst in eine Seitwärtsbewegung zwischen 64 und 71 übergehen; neutral mit positivem Grundton.

Deutsche Bank: eindeutig negativ. Was bei dem einst führenden Bankhaus des Landes abgeht, ist ein Trauerspiel – und genau das spiegelt sich im Chart wider.

Telekom: wieder einmal knapp bis 13 Euro gekommen, hier Pause; neutral mit positivem Grundton.

SAP setzt seine Querbewegung fort, neutral.

Siemens am Top bei 100 abgeprallt, neutral, aber mit positivem Grundton.

Insgesamt signalisieren die führenden Aktien  eine Korrektur, aber keine Abwärtswende und auch keinen großen Einbruch.

Am besten im Dax sehen derzeit die beiden Versorger aus, vor allem E.On. Hier läuft die Wette darauf, dass die Energieversorgung in Europa ohne die großen Konzerne letztlich nicht zu stemmen ist. In ganz Europa vollzieht sich bei den Stromaktien ein Comeback. Allerdings, den Markt wie früher wesentlich nach oben zu ziehen, dazu sind die Energietitel derzeit noch nicht mächtig genug.

Alle Kommentare [1]

  1. Solange DEUTSCHLAND-SANIERUNG_

    – N I C H T gefördert wird,

    – der DEUTSCHE AUFSCHWUNG a u f d e m R ü c k e n e i n e s
    7 – j ä h r i g e n J u n g e n a u s g e t r a g e n w i r d und

    – alle 45 Minuten ein SHOA-ÜBERLEBENDER in ARMUT UND EINSAMKEIT

    sterben muss, sehen die AUSSICHTEN verständlicherweise BESCHEIDEN
    aus!

    Was sonst kann man erwarten?

    Als DEUTSCHLAND-SANIERER und KANZLERBERATER 007 habe ich in den vergangenen ZWEI JAHREN dafür gesorgt, dass der DAX mit hohem MOMENTUM gewachsen ist.

    Und ich würde meine Arbeit gerne erfolgreich fortsetzen!

    Für eine Unterstützung Ihrer Wahl sorge ich dafür, dass:

    – D in Führung geht
    – wir sicher wohnen
    – genug haben
    – wir kein Unglück fürchten brauchen.

    Meine VITA und ERFOLGSBILANZ sende ich Ihnen bei Interesse gerne zu.

    Ein frohes und erlebnisreiches Wochenende im Kreise Ihrer Lieben wünscht Ihnen

    Reinhard Lukat aus Berlin-Spandau, dem SCHULDENFREIEN Berliner Bezirk

    Anschrift:

    Reinhard Lukat
    Altonaer Str.31
    13581 Berlin

    PS: Website im Aufbau