Die Angst vor einer Regierungskrise in Italien und vor dem Ende der extrem expansiven Geldpolitik drückt den Dax- kurzfristig jedenfalls.
Der Ausgang der Wahl in Italien lässt sich kaum vorhersagen, und wenn es wegen eines starken Stimmengewinns von Berlusconi zu einer Regierungskrise käme, wäre das natürlich ein herber Rückschlag für das Management der europäischen Schuldenkrise. Gut möglich, dass die Märkte diese Unsicherheit bisher noch nicht angemessen eingepreist haben, bei 7500 bis 7600 dürfte das dann abgearbeitet sein – zumindest was das Vorfeld betrifft. Umgekehrt heißt das: Sollte es dann am Wochenende doch nicht so schlimm kommen, war das der letzte Absacker vor dem nächsten Anstieg.
Dass sich das Ende der extremen Geldpolitik generell andeutet, ist natürlich richtig. Früher oder später müssen die Kapitalmärkte wieder zu einigermaßen normalen Verhältnissen zurückkehren – und der Preis für Geld, der Zins, darf natürlich nicht so tief sein wie jetzt. Die jüngsten, optimistischen Konjunktursignale mögen da die Zinsfalken etwas beflügelt haben.
Kurz- bis mittelfristig jedoch, also mit Blick auf das Jahr 2013, dürfte sich diese Erholung und damit der Anstieg der administrativen Zinsen – wenn überhaupt – dann nur langsam vollziehen. Um so mehr, wenn an den Märkten die Unsicherheit wieder zurückkehrt. Damit bleibt als große Zinsprognose: Langfristig müssen die Zinsen rauf; kurz- bis mittelfristig dürften sie vom aktuellen Niveau aus ganz langsam anziehen.
Im Dax geht es jetzt darum, dass die Untergrenze um 7500 hält. Das sollte bis Freitag möglich sein – und dann kommt die Wahl in Italien. Dass der Dax vorher durchrutscht, dürfte wenig wahrscheinlich sein.
Gute Zahlen und Aussichten von Adressen wie der Allianz zeigen, dass die Entwicklung der wesentlichen Unternehmen im Dax auf dem richtigen Weg ist.










