Der Börsenmonat September wirft seine Schatten voraus. Die laufende Korrektur dürfte sich fortsetzen – dann aber Einstiegsgelegenheiten bieten.
An den Anlagemärkten entsteht, zumindest kurzfristig (mit Blick auf September) eine Konstellation, auf die man aufpassen sollte: Lange Zeit liefen Gold und Silber in weiten Schwüngen ähnlich wie die Aktienmärkte. Dahinter stand die Entwicklung, dass Edelmetalle zunehmend auch eine ganz normale Assetklasse geworden sind, angeschoben von der allgemeinen Liquidität und dem wachsenden Anlagebedarf.
Nun aber driften Edelmetalle und Aktien wieder stärker auseinander. Der Dax hat sich um 7000 festgefahren und dürfte kurzfristig diese Hürde nicht nachhaltig nehmen (das wäre erst bei einem Anstieg über 7200 der Fall). Gold und in dessen Fahrwasser Silber hingegen starten eine Aufholjagd.
Kurzfristig Krisenmodus vorherrschend
Auch wenn es im Augenblick kaum danach aussieht, dass die Edelmetalle durchmarschieren und die Aktien in den freien Fall übergehen, so ist das ohne Frage wieder ein Zeichen einer erhöhten Krisengefahr. Zugleich zieht das Schwankungsbarometer V-Dax an, der Bund ist stabil.
In drei Monaten ist der Dax von knapp 6000 Punkten auf über 7000 gekommen. Das war eine stramme und wichtige Leistung. Mittel- bis langfristig hat sich der Dax damit eine gute Ausgangsbasis für einen Aufwärtstrend geschaffen. Dass der Dax, wie andere wichtige Marktbarometer auch, derzeit deutlich über der steigenden 200-Tage-Linie läuft, stützt die mittelfristig positive Marktlage. Liquiditätstechnisch steckt dahinter, wie mehrmals beschrieben, der schrittweise Wechsel von Geld aus dem Anleihenmarkt in den Aktienmarkt.
Korrekturpotenzial bis rund 6600 Punkte
Kurzfristig allerdings wird es eng. Der Markt hat Momentum verloren, führende Kurven sind an Widerständen abgeprallt, Ausbrüche mißlungen. Das signalisiert, ebenso wie die stabile Verfassung des Goldpreises, für die nächsten Wochen weiteren Korrekturbedarf.
Wenn der Dax von seinen gut 1000 Punkten Kursgewinn in klassischer Manier rund 40 Prozent wieder abgibt, ergäbe das ein Korrekturpotenzial bis 6600. Das würde mit der 200-Tage-Linie zusammenpassen, die derzeit bei 6486 verläuft und weiter ansteigt. Innerhalb dieser Korrektur wiederum könnte die erste Station bei 6800 liegen.










