Nach fulminantem Beginn schmelzen die Kursgewinne dahin. Jetzt kommt es darauf an, ob der Dax das Niveau um 6100 bis 6200 verteidigen kann.
Kurstechnisch war es fast schon zu erwarten, dass der morgendliche Jubelsprung, der sich in einem gigantischen Gap (einer Kurslücke) darstellte, wieder zunichte gemacht wurde. Dennoch, ist die Entscheidung in Griechenland ein Vorteil für die Märkte und nicht einfach ein Non-Event. Man muss sich nur einmal vorstellen, was passiert wäre, wenn doch die radikalen Kräfte in Griechenland gewonnen hätten. Das zumindest wurde den Anlegern heute schon mal erspart.
Mit seinem aktuellen Niveau etwa um 6200 steht der Dax gar nicht so schlecht da. Er pendelt nicht nur weiterhin um die wieder leicht steigende 200-Tage-Linie; er hat sogar den kurzfristigen Abwärtstrend der vergangenen sechs Wochen genommen. Das alles macht zwar noch keine handfeste Trendwende aus, hilft aber, den freien Fall zu stoppen.
Anders ausgedrückt: Das Ergebnis der Griechenlandwahl hat dazu beigetragen, dass der Dax seine Ende vergangener Woche aufgebaute relative Stärke zumindest verteidigen konnte.
In den nächsten Tagen wird es darauf ankommen, ob nun das schon vergangene Woche erreichte Niveau gehalten werden kann, also das vor der Griechenlandwahl. Spätestens bei 6100 muss der Dax wieder nach oben drehen. Angesichts des aktuellen Pessimismus, der sich wahrlich nicht in einem Überinvestment in Aktien äußert, kann der Dax das durchaus schaffen.










