Stärker als erwartet kommen die internationalen Aktienmärkte unter Druck. Dennoch, nach vier Wochen scharfer Korrektur ist zumindest eine kurze Erholung möglich.
Die Zuspitzung in der Griechenlandkrise (und die weiterhin angespannte Situation in Spanien und Italien) setzen den führenden Börsen mächtig zu. Dazu kommt ein deutlicher Verfall der Rohstoffpreise, die – gemessen am zentralen CRB-Index – so tief wie seit fünfzehn Monaten nicht stehen. Damit kommt zur Finanzkrise noch die Belastung einer möglichen Konjunkturabschwächung, die sich vor allem im Preisrückgang bei Öl und Kupfer andeutet.
Selbst die bisher starken US-Märkte trifft es schwerer. Im Dow Jones kam es nach dem Rückgang unter 12700 zu Stop-Loss-Verkäufen; auf der Basis um 12400 könnte eine kleine Zwischenerholung starten, dann allerdings droht noch ein zweiter Rückschlag. Dennoch besteht eine Chance, dass sich der Markt auf dem Niveau um 12200 wieder fängt.
Im Euro Stoxx ziehen nun vor allem wiederum die Finanzwerte nach unten, trotz der mittlerweile reduzierten Kapitalisierungen sind sie immer noch hoch gewichtet. Angesichts der Unsicherheit in Griechenland, die mindestens bis Mitte Juni anhalten dürfte, ist auch hier keine Besserung zu erwarten.
Der Dax konnte zwar in seinem jüngsten Rutsch auf der einfach berechneten 200-Tage-Linie (derzeit bei 6183 mit der Chance auf einen Dreh nach oben, wenn die Märkte nicht abstürzen…) kurzfristig wenden, hat allerdings den seit September bestehenden mittelfristigen Aufwärtstrend verletzt. Mit einer schnellen Erholung auf über 6300 könnte er das noch ausgleichen; am besten wäre das natürlich mit einem festen Wochenschluss – warten wir’s ab.
Ohne Frage haben sich durch den schwachen Mai auch die mittelfristigen Aussichten (also für die nächsten Monate) eingetrübt. Dennoch, nach vier Wochen fast widerstandsloser Kursrückgänge (allein im Dax fast 15 Prozent) ist zumindest eine vorübergehende Erholung möglich. Immerhin ist das saisonale Umfeld von Juni bis Juli dafür nicht einmal schlecht.











Ein Kommentar zu “Märkte im Krisen-Modus”
Kräht der Hahn auf dem Mist,
so ändert sich’s Wetter
oder es bleibt wie es ist…
Entweder der Dax sinkt weiter oder nicht.
Entweder die 200-Tage-Linie stützt ihn (warum gibt es eigentlich keine 136-Tage-Linie??) oder nicht.
Diese pseudowissenschaftliche “Analyse” von Börsen wird hoffentlich in einer nicht allzu fernen Zukunft in der Bedeutungslosigkeit verschwinden (auf dem “Astro TV”-Kanal ist sicherlich noch ein kleines Sendeplätzchen frei) und unsere Wirtschaft von einem der übelsten Fehlsteuerungen der Wirtschaftsgeschichte erlösen: dem Shareholder Value und seinen (…) Gehilfen (Anaysten)…