Ob die wissenschaftlichen Grundlagen wirklich hieb- und stichfest sind, ist dabei unerheblich. Gefördert und erforscht wird nur noch eine Bestätigung der Hypothesen; der wissenschaftliche Zweifel ist unerwünscht. Das mag bedenklich sein im Sinne von Karl Popper und wissenschaftlicher Lauterkeit, unüblich ist diese Verengung des Blickwinkels nicht. Thomas S. Kuhn hat in seiner „Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ gezeigt, dass die Wissenschaftsgemeinde zum Herdentrieb neigt und zur Blindheit gegen nicht passende Phänomene. Abweichende Erkenntnisse werden unterdrückt, bis sie nicht mehr zu leugnen sind. Entscheidend ist: Die Weltgemeinschaft hat sich auf diesen Weg eingeschworen und weltweit schließen sich Menschen, Gemeinschaften und Unternehmen diesem Ziel an. Wer gegen den Klimakonsens verstößt, wird von Regierungen und Konsumenten abgestraft. In der Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse wird kein Pardon gegeben. Im Hintergrund mögen wissenschaftliche Erkenntnisse stehen – die Triebfeder des Geschehens ist emotional gespannt. Right or wrong – es ist die erste wirklich globale Massenbewegung in der Geschichte der Menschheit. Unternehmen müssen sich daher auf diese ungeheuren Gewinnchancen einstellen und auch auf ein gewaltiges Risikopotenzial.

