Jagd auf ein Phantom

Ein klassischer Fall von Diskriminierung: Die Zeitarbeit wird stranguliert und verteufelt. Das alte Lohndrücker-Klischee ist überholt.

Es wird wieder versprochen. Diesmal geht’s zugunsten der Unternehmer und Manager. Genug sei es nun mit sozialdemokratischer Umverteilung und Regulierung, versicherte die Bundeskanzlerin der versammelten Wirtschaft beim „Tag der Deutschen Industrie“. Auch die Ankündigung des zuständigen Ministers, mehr für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu tun, soll die Gemüter beruhigen.

Vorsicht ist geboten: Der kleinere Koalitionär arbeitet weiter an genau jenen Belastungen, die Union und SPD im Regierungsvertrag aufgeschrieben haben – und auf den ja auch die CSU pocht, wenn es um die Durchsetzung der Maut geht. Was in der Koalitionsbibel steht, das geschehe.

Entsprechend zählte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel vergangene Woche auch die „Regulierung von Zeit- und Leiharbeit“ als erstes der kommenden Vorhaben auf, mit denen die Genossen ihre Bilanz als führende Sozialingenieure des Landes aufpolieren wollen. Wer sich die Realität ansieht, muss sich allerdings fragen: Warum nur? Die Zahl der Zeitarbeiter stagniert bei gut 800 000, zwei Prozent aller Beschäftigten.

Unter dem Druck drohender Regulierung hat sich die Branche gewandelt: Hat Tarifverträge abgeschlossen mit, ja: mit DGB-Gewerkschaften. Hat einen Mindestlohn für ihre Betriebe akzeptiert und das Verbot, Zeitarbeiter als Streikbrecher einzusetzen. Die Zementierung eines Kartells hat zwar nichts mit Marktwirtschaft zu tun, hilft aber dem betrieblichen Frieden. Seit zwei Jahren gelten in mehr als einem halben Dutzend Branchen Tarifzuschläge, die den Wettbewerb durch Zeitarbeiter weiter einschränken. Stufenweise steigen mit zunehmender Verweildauer im Betrieb die Vergütungen der Leihkräfte, nach neun Monaten auf maximal 150 Prozent des Tariflohns in der Zeitarbeit. Der Abstand zum Stammmitarbeiter am Bandplatz oder Computer nebenan schmilzt dahin.

Das Ergebnis ist beachtlich: 90 Prozent aller Zeitarbeiter, meldet die Bundesagentur für Arbeit, sind normal sozialversichert. Ebenfalls 90 Prozent arbeiten Vollzeit. Rund 80 Prozent sind unbefristet eingestellt. Nichts also von prekären Jobs. Nur knapp ein Zehntel ist geringfügig beschäftigt. Gerade mal 43 000 Menschen haben nur diesen einen Minijob. Kündigungsschutz? Ganz normal. Der Koalitionsvertrag ist also in weiten Teilen erfüllt und überholt, eine gesetzliche Regelung gar nicht mehr nötig.

Die Politik ficht das nicht an. Im Gegenteil: Die Jagd auf das Phantom geht weiter. In seinem zum Jahresende geplanten Gesetzentwurf will das Arbeitsministerium noch die gleiche Bezahlung wie im Entleihbetrieb nach neun Monaten durchsetzen. Und obendrauf festschreiben, dass jeder Einsatz nach spätestens 18 Monaten abzubrechen ist – obwohl die Leiharbeiter dann doch gar keine unfaire Konkurrenz mehr sein können, weil sie ja schon seit einem Dreivierteljahr genauso bezahlt werden wie die regulären Kollegen.

Das gefährdet die gesamte Volkswirtschaft, weil die Flexibilität sinkt. Der betriebliche Aufwand steigt, weil die 18-Monate-Grenze eingespielte Arbeitsabläufe zerschlägt: Beim Ersatz für Elternzeitler genauso wie bei Spezialistenprojekten.

Wenn es sich um vollkommen normale Arbeitsplätze handelt – Vollzeit, sozialversicherungspflichtig, mit Tarifvertrag, Mindestlohn und Kündigungsschutz – warum sollte dieser Wirtschaftszweig dann anders behandelt werden als jeder andere? Nur weil der Arbeitgeber kein Elektro-, Handels- oder Automobilunternehmen ist, sondern eine Zeitarbeitsfirma? Warum sollten hier Einschränkungen nötig sein?

Hier wird eine Branche gezielt diskriminiert. Es wird definiert, dass das sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Arbeitsverhältnis bei der Zeitarbeit minderwertig sei, obwohl es von Bezahlung und Arbeitsvertragsgestaltung dem im Entleihbetrieb entspricht. Ein Schmuddeljob eben. Doch keine politische Korrektheit jault auf.

Schade: Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Branche fällt nicht unter das Antidiskriminierungsgesetz.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Henning Krumrey. Permanenter Link des Eintrags.

Über Henning Krumrey

Henning Krumrey, Jahrgang 1962, ist stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Hauptstadtbüros in Berlin. Er studierte Volkswirtschaft und Politik in Berlin und Köln und absolvierte parallel dazu die Kölner Journalistenschule. Nach vier glücklichen Jahren bei der WirtschaftsWoche trat er 1992 in die Gründungsmannschaft des Magazins FOCUS ein. Fünf Jahren als Bonner Korrespondent folgten elf Jahre an der Spitze der Parlamentsredaktion. Im Frühjahr 2009 kehrte der Diplom-Volkswirt zur WiWo zurück. Hauptthemen sind nach wie vor Wirtschaftspolitik, die Regierungsparteien, die Kanzlerin und seine Kolumne "Berlin intern". Krumrey ist ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Kölner Journalistenschule. In seinen Büchern „Aufschwung Ost – Märchen oder Modell?“ und „Kinder – ein Luxus“ (mit Co-Autorin Nicola Brüning) befasste er sich früher als andere mit den wirtschaftlichen Aspekten der deutschen Einheit und der Familienpolitik. Bei öffentlichen Diskussionen in Rundfunk, Fernsehen und auf Podien streitet Krumrey gern für Redlichkeit, Marktwirtschaft und fairen Journalismus – kurz: ein altmodischer Mensch.

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Alle Kommentare [192]

  1. Nochmal zu ABS und EZB:

    1. Die Notenbank sollte nicht DIREKT in den Markt eingreifen, also handeln, auch nichts ins Anlagebuch nehmen. No way, auch wenn das die FED, die BOE oder die BOJ machen, das ist nicht mit dem Auftrag der EZB und der Vielstaatendevise vereinbar.
    2. Sie hat das bisher auch nicht DIREKT getan, aber Draghi kündigt zumindest mal an, versucht seinen Machtspielraum auszutesten. Die ETB spricht mit einer Stimme, die Euro-Staaten reden in diversen Sprachen sehr vielstimmig, sie sind schwach. Die Notenbank muss dem Wohle ihres Volkes dienen, nur sind das sehr viele Völker, ein Konstruktionsdefizit erster Güte, bei Daimler würde man eine Rohkarosse wie den Euro mit der Bemerkung Serien-Press-Fehler wegwerfen. Schrott! Schrotti beam me up …
    3. Wenn sie wirklich entgegen ihrer Statuten (who cares?!) sowas macht, sollte sie es wenigstens wie ein Hedgefonds tun. A-Strukturen zu kaufen, kein Problem, das kann ein EZB-Beamter auch, aber nachrangige Tranchen, NEIN! Wenn, dann brauchen sie geeignetes Personal dazu. Das alles entscheidende ist der Preis und der erwartete Nettobarwert der anzukaufenden Portfolien. Das muss sauber evaluiert werden und in jedem Falle um eine Margin of Safety gekürzt werden, ansonsten verfälscht das die Marktpreisbildung aus Angebot und Nachfrage, das Herz der Kapitalmärkte, den Preisfindungsmechanismus, die Kraftquelle des Marktes.
    4. Ich würde es an Draghis Stelle nicht tun, denn wenn er dabei auf die Schnauze fällt, verliert er für einen kurzfristigen Stimulus sein wichtigstes Asset, die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit der Zentralbank, ihre Unbestechlichkeit und die Anmutung von Kompetenz.
    5. Hoffentlich täuscht sich der Ex-Vice von Goldman nicht und meint, er hätte mit der EZB eine Organistion, die das so gut kann wie eine Organisation wie Goldman. Das hat er nicht, nur mehr Macht.

    Was mich bisher bzgl. des Themas ABS etwas störte war die Pauschalisierung Schrott, Junk, nicht geeignetes Produkt etc., dig deeper, das stimmt so unbesehen nicht.

    Dennoch würde ich es in Conclusio der EZB nicht empfehlen, aber aus ganz anderen Gründen als Ratings etc., DAS IST EINFACH NICHT IHRE AUFGABE und da kann Draghi etwas von unkonventionellen Methoden schwafeln, wie er will, ob rechtlich erlaubt oder nicht, er stellt damit den Ruf der Notenbank wie ein Spieler ins Feuer.

    Keine gute Idee, imho.

    Gruß
    Pampa

  2. Piss-indie-stube-zamir, hochpotente stussbacke, hartzbegabter pausenclown, dein suessliches gesaeusel macht her den eindruck von „besoffenheit“ (ghost), impotenzersatzgedaddel, geistiger brandstifterei…mit einem wort eine gesunde lichtgestalt mittendroehn statt faules ei. Ab an den hintereingang, flachzuengellnder weltenretter.

  3. „Hochbegabter“,
    wer diskussionsteilnehmern, die er nicht persönlich kennt, derart mit
    nurbeleidigungen versucht an die Wäsche zu gehen, der kann, nein der muss einen nicht reparablen dachschaden haben, dass du dann
    auch nicht bei allen Themen mitkommst, ist nicht weiter schlimm,
    schlimm ist nur deine aufdringliche,
    schon krankhafte penetranz.
    Von daher, ist dir wirklich nicht mehr zu helfen, so gerne dies mir auch leid tun mag …

  4. … eigentlich nur, um dich hanswürstchen ein klein wenich zu
    ärgern, der rest ist nur schmückendes Beiwerk, du
    Schnellmerk-Zwerg, das es dir endlich nach über sechs Jahren
    auffällt, spricht für dich,
    allda knallfittl, ohohoh.

  5. Zamir, wem du dich „anschliesst“ oder nicht ist vollkommen wurscht. Du drischst hier seit 6, 5 jahren die gleiche phrasen, ohne einen zentimeter tiefgang. Reisst aber gleichzeitig dein Schmeissmaul auf, als haettest du je in deinem leben praktisch etwas geleistet. De facto bist du nur trittbrett gefahren.
    Waere dem nicht so, wuerde es dir leicht fallen ausser deinem gesabbel mal etwas von realitaetsrelevanz abzusondern. Was du gerne tust, ist leute gegeneinander ausspielen, teilnehmer auf dein duennes brett locken, damit du dort alleine nicht so frierst, und sie dann nach gusto verrecken lassen, kumpan.
    Weisst du noch wie du hier jeden angebaggert hast, wegen einer warmen mahlzeit oder einem grillwuerstchen.
    Zamir, das, was du hier seit beginn einstelkst ist so ueberfluessig wie ein eiterpickel am arsch. Mit welchem recht spielst du dich so auf, du gedukdeter versager.

  6. Magischer Klabusterbeeren-Züchter,
    da schliesse ich mich dem grossmeister der Analyse, unserem
    hoch verehrten Pampus, an.
    So oft, wie du hier schon mit eingezogenem schwänzchen, völlig demoliert das weite suchen musstest und trotzdem immer wieder herumkläffst, wie der räudigste strassenköter, das ist geradezu FATAL.
    Also, was iss dein begehr, du alte Unke?

  7. Im überigen ihr zwei spitzeklicker,
    wenn sich erwachsene unterhalten
    haben vorlaute Kinder ihre schnüss
    zu halten, iss dass klar?

  8. Magisches Ofenrohr,
    kein wunder, dass wir in eingeweihten kreisen auch
    stillstand-land genannt werden,
    bei dem vor-sich-hin-lamentierenden
    verwaltungsmaterial, was hat dich sooho bösardisch und bleedwarzich werden lassen, genosse schnürschuh?
    Duhuu allda Oxenfrosch, hihihihi.

  9. @ Z
    begreifst du eigentlich immer noch nicht,
    dass deine Traumtanzeinheitssülze zwar eine äusserst ehrenwerte,
    aber Nahrung von einer anderen Welt ist?
    LEIDER musst du mit den REAL EXISTIERENDEN Menschen auskommen
    lieber Altlinker und ZZ. –
    Nicht mit geträumten Menschen. –
    Wenn sie wenigstens gelegentlich ein wenig „vernünftiger“ (im Sinne von aufgeklärter) wären, das wäre schon ein gewaltiger Schritt. Wozu es ja gelegentlich immerhin ein paar Ansätze gibt. Bei dir sollen sie aber darüber hinaus noch „ideal“ und durchunddurch „gut“ (was auch immer das sein mag) sein! –
    Zu welch elendigen Ergebnissen solch „machtvoll durchgedrückte“ GUTE Absicht führt, das sollte selbst DIR bekannt und vor Allem BEWUSST sein. –
    Ebenfalls: Zu welchem Morden, KZs und Gulags deine ewigen dämlichen Schuldzuweisungen all zu leicht bei schwachen Menschen führen.
    Bewege (wenigstens in deiner Umgebung) ein paar Menschen zu ein klein wenig Vernunft und du hast alles Mögliche getan. Versuche nicht, sie in ein Paradies zu führen. Das geht schief. Denn es gibt keines. Schon garnicht Eines zu dem der Weg durch dein „Erjammern“ führt. –
    Sonntäglich und von Herzen
    Ey

  10. ?.“such dir eine andere welt“…hm, nun sind es ausgerechnet die amerikaner, die wallstreet-geld in die raumfahrt neu investieren wollen. Diese tuer hat sich unser pirmasenser dollbohrer aber auch schon zugeschmissen.., z, z, z, z.
    Mit hartz4 im hirn kommt man eben nicht wirklich weiter, also scheiss indie disco z.

  11. Pampa,
    mein grundanliegen ist doch, dass
    wir eine viel bessere Welt schaffen könnten, mit allen gebotenen mitteln und es scheitert offen sichtlich an kleinkariertem denken und einer gehörigen Menge unzurechnungsfähig.
    Wir hinterlassen den kommenden generationen einen kaputten Planeten, und das in jeder Hinsicht.
    Natürliche Ressourcen, bodenschätze, raubbau überall und immer schneller, rasantes bevölkerungswachstum, staatsschulden im übermass, atom-müllhalden etc., inklusive einer zunehmenden ungerechtigkeit in puncto macht-vermögen-Verteilung.
    Die speziellen „Herren der Welt“ scheint dies alles nicht zu interessieren, sie ziehen eiskalt und
    völlig unbeeindruckt ihr ding durch,
    komme was wolle.
    Es geht um Vernunft und Verantwortung gegenüber allem leben auf dieser Welt und nicht nur um Gewinn, profit und reibach,
    vahaschdähäschd?
    Überischens, was meine family und ich brauchen, haben wir bis heute in mehr als genügendem masse immer schon uns erarbeitet, gottseidank; aber hinter der grundstücksmauer existiert auch noch leben, bestimmt bei Dir auch, odda?
    Viele Grüsse vom Apfelbäumchen, Zamir

  12. Zamir,

    Du bejammerst seit Jahr und Tag jedes Elend dieser Welt. Under bestreitet mehr oder weniger den Sinn jeder Staatlichkeit, jeder ordnenden Kraft. Mehr oder weniger sowieso alles zwecklos, auswandern oder resignieren. Das bezeichne ich als Fatalismus.

    Was soll ich denn Under auf so einen Schmarrn wie fremde Währungen antworten, ohne dass Du gleich wieder in Dein FiFi-Gebashe verfällst?

    Mit dem Außenwert der Währung kann man bei Management von Portfolien sehr gut leben. Wir haben doch Asset-Price-Inflation, Aktien stiegen, Immos in guten Lagen stiegen, Kunst etc., es kommt halt auf die Mischung an.

    Alles rein in Geld ist eben problematisch, Anleihen, Renten, Cash, aber es war noch nie eine gute Idee zu viel Liquidität vorrätig zu halten, das geht eben auf die Rendite. Du musst eben die Zielfunktion Max Profit linear optimieren. 😉

    Es ist ja auch keiner gezwungen mit Home-Bias in D oder Europa zu investieren oder das überzugewichten, warum auch? Ebenso verhält es sich bei Investitionen von Unternehen. Man investiert eben nur da, wo man nette Renditen auf das eingesetzte Kapital erwartet, nur da.

    Die EZB kann den Pferden Tröge voller Wasser hin stellen, saufen müssen sie selber. Wenn eine Investition aber selbst bei Null-Zins-Politik nicht sinnvoll erscheint, dann ist sie generell nicht sinnvoll. Es macht keinen Sinn Brücken über nicht vorhandene Flüsse zu bauen. Aber grundlegende Vereinfachungen des Ordnungsrahmens würde schon mal etliches an Kosten zurück führen und damit den Break-Even für manche Investitionen deutlich senken.

    Meines Erachtens hätten sie GR erst gar nicht aufnehmen sollen und spätestens 2010 wieder rausschmeißen, um mal ein Zeichen zu setzen. Eigentlich hätten sie so einen groben Unfug wie eine Einheitswährung erst gar nicht einführen sollen, so ein one-size-fits-all Schwachsinn, aber es ist nun mal wie es ist. Also bleibt sowieso nichts anderes, als das Beste daraus zu machen, wie üblich. Wenn Dir diese Welt nicht gefällt, suche Dir eine andere. 😉

    Gruß
    Pampa

  13. Hahaha Pampa,
    wat willste nuhu mit dem Eyssbienchen in dieser bedauernswerten Verfassung noch
    alles anfangen, hääh?
    Hooach …

  14. Was soll nur der „Fatalisten-Einwurf“?
    Als auch (der falsche) Vorwurf von „Einigkeit“?
    Siehst du (noch irgendwo und realistischerweise) einen Ausweg aus der Misere?

  15. Pampaschnuckel,
    schau doch mal nach, vielleischd
    iss auch Dein Erklärbär in Moment käbbodd, er zappelt noch ein wenich, wahrscheinlich haut’s ihn um, ohohohoh.

  16. Ich denke, P und U, ihr habt beide recht.
    Redet dabei phantastisch aneinander vorbei.
    Es braucht sowohl einen klug gesetzten Rahmen von Regeln was Staat und Z-Bank betrifft, als auch an „Kompetenzen und Qualität“ innerhalb der Z-Bank als auch Bank. Weder Fristentransformation noch „Bündelung“ noch der „Kauf von Zeit“ sind PER SE!!! schlecht. –
    Der beobachtete „Murks“ der fraglos zur „Mutter aller Blasen“ (=Staatspleite) führt liegt in der elenden zumindest „Überdehnung“ (wenn nicht dem verschleierten Bruch) von klug gesetzten Regelwerken. –
    Durch Staat als auch Z-Bank als auch Bank!!! –
    Und – meine alte These – der Fisch fängt am Kopf an zu stinken!!!
    Aus der Angst heraus dem „Volk“ unangenehme Wahrheiten präsentieren zu müssen. – Ich sehe da keinen Ausweg mehr. –
    Das Elend wird – in der Hoffnung auf ein Wunder oder zumindest andere Verantwortlichkeiten – nur noch unter Inkaufnahme NOCH höheren Kosten „des Letzten in der Kette“ durch weitere Regel-Dehnungen prolongiert bzw. auf die Spitze getrieben. –
    Man könnte auch im Einklang mit „Sinnschen Gedanken“ formulieren:
    Die Infla (fehllaufende Kosten-Preis-Relation des Clubmed) wird duch Andere (uns) bezahlt werden müssen. Was zum Zerreissen der €-Zone oder zur Pleite auch der noch halbwegs funktionierenden Länder führen wird. Und damit zum weiteren Niedergang der so genannten Alten Welt.)

  17. Nein, nein, nein,
    grosser wirrtum, diese frazeln haben doch jahrelang studiert und was weiss ich noch alles, nicht wie man mit Geld umgeht, sondern wie kapital gnadenlos vernichtet und verbrannt wird, mehr iss da nicht.
    Der rest ist hirnriss und sinnloses
    herumgeschlabber, alles im Namen ihrer bekloppten Ganovenbande,
    die immer noch das märchen von der wundersamen geldvermehrung,
    ganz ohne Anstrengungen und Arbeit träumt und sooho gehen sie auch unter.

  18. Deine Überlegung 01:33 beginnt mit einem Denkfehler, Pampus.

    Du setzt die ´Unabhängigkeit der Notenbank von Politik` als Bedingung und stellst anschießend fest, daß sich Politik mit Hilfe der Notenbank – Zeit kauft -.

    Dies ist „Politik“ in seiner feinsten Ausprägung, lieber Pampus!

    (… weil Zeit eben „Geld kostet“, dieses Geld nicht über betroffene Haushalte aufgebracht wird, sondern durch Einschleusung der EZB. ..Politik durch Nullzinsen … bei 5 % wären alle Staaten pleite – Änderung durch Verhalten der Politik? – die hatten sagen wir mal 60 Jahre zeit dazu und sind genau dort gelandet, wo wir jetzt sind….Träumen ist schön, ja)

    +

    ~~wie man aus dem ganzen Schlamassel wieder halbwegs rauskommt.~~~

    es gibt „Profiteure“… Diejenigen die rechtzeitig Ihre Ersparnisse in außereuropäischen Fremdwährungen angelegt haben… wie immer im Leben: die letzten beissen die Hunde…

    Ps. ..bin unterwegs…. in Weltwundern!!

  19. Pampa,
    Du willst also Kritik an allem möglichen verbieten, unterbinden?
    Das klingt ja nach katholischer Kirche und teufelsaustreibung,
    da bist Du bei mir genau rischdisch.
    Keine Angst meen jong, wir kennen die verbrescher und hängen sie der reihe nach auf, aasche zu aasche
    und bankraub zu bankraub, gelle.

  20. Weißt Du Under,

    die Kritik an allem Möglichen ist ja schön und gut, nur muss man auch etwas Besseres und Praktikableres haben, das auf dem gegenwärtigen Status Quo aufbaut, respektive, wie man aus dem ganzen Schlamassel wieder halbwegs rauskommt.

    Die Geldpolitik sollte und muss die Politik der unabhängigen Notenbank überlassen. Wenn die Pappenheimer Zugriff auf die Geldpolitik bekommen, geht die große Schuldenmacherei in Staatshand erst richtig los, dann brechen alle Dämme.

    Was die EZB doch im Prinzip versucht ist, den Regierenden aller Coleur und Herren Länder Zeit zu kaufen, um die Fiskalpolitik grundlegend zu restrukturieren. Das müsste endlich mak konsequent angegangen werden, auch bei uns, der ganze Regelungsfanatismus einhergehend mit überbordender Bürokratie und wachsendem Wasserkopf kostet nur Geld, Zeit und Nerven, bringt aber weitgehend nichts Positives zu Tage. Das „System“ wird doch nicht besser, je komplexer es ist, das Gegenteil ist der Fall, es lähmt eine ohnehin schon ziemlich satte und reife Gesellschaft, einen bequemen und mutlosen Haufen, der sich an jeden Besitzstand klammer, der einzelnen Vorteile bringen mag, der Gesellschaft aber schadet.

    Ich versuche doch nur mir die Wirkungszusammenhänge einzelner Maßnahmen und deren potenzielle Auswirkungen ceteris paribus zu erklären, zu verstehen. Als solche sehe ich es nicht als problematisch an, wenn die EZB ABS aufkaufen sollte und mehr oder minder dabei zum Market-Maker wird, bis der Handel wieder floriert.

    Das sind keine Schrottpapiere, sie bergen je nachdem was es ist auch kein erhöhtes Risikopotenzial, sofern die Kreditvergabe bei den originären Produkten sauber läuft. Kreditvergabe ist immer ein Risiko, regulatorisch steht dabei bei uns §18 KWG, also die Kreditwürdigkeitsprüfung, an erster Stelle. Danach folgt die Frage der Besicherung der durch Kreditvergabe entstehenden Forderungen, weiter stellt sich im Rahmen der Gesamtbanksteuerung die Frage der Refinanzierung und dabei EK-Hinterlegung (GS2) sowie der Sicherstellung der Liquidität der Bank selbst (GS1). Weiter ist damit noch nicht die Frage der Profitabilität für die kreditgebenden KIs beantwortet, das muss sich schon auch für die Bank rechnen. Hierbei tangieren Strukturen Prozesse der Fristentransformation, eigentlich auch der Risikotransformation. Es hat durchaus Charme lang ausgereichte Hypothekendarlehen meinetwegen zu bündeln und kurzfristig handelbar zu machen. So kann ich sie bei Bedarf weiter verkaufen, damit das EK und die Liquidität stärken, natürlich etwas zu Lasten der operativen Rendite. Das kann aber auch dazu führen, dass sich das Rad schneller dreht, die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes steigt und letztlich die Banken viel flexibler werden. Das A und O ist dennoch, dass von Anfang an die Kreditwürdigkeitsprüfung als Prozess qualitativ extrem hochwertig ist, aiuch wenn ich praktisch langlaufende Risiken in Lagerhaltungsrisiken transformiere.

    Mehr EK nach Basel I+II+III wirken kontraktiv, das ja, aber mehr EK führt noch lange nicht zu besserem Risikomanagement respektive aus Bankensicht einer besseren Kapital-Allokation.

    Wie sagst Du so gerne, es gibt nichts Gutes, außer man tut es? Aus Bankensicht absoluter Unsinn, so fährst Du jede Bank vor die Wand. Die einfachste Antwort auf Kreditanfragen ist NEIN. Für ein Ja und dann auch noch ja, in welcher Höhe und unter welchen Conduits, brauchst Du absolut stimmige Prozesse, Expertise und Qualität in Aufbau- und Ablauforganisation, sonst kannst Du keine Bank fahren.

    ABS sind aber aus meiner Sicht ein sehr sinnvolles, zusätzliches Mittel in der Gesamtbanksteuerung (wenn man es als Organisation kann).

    Gruß
    Pampa

  21. ~~~Übrigens hat Uncle Sam bei der Bankenrettung verdient, nicht drauf bezahlt~~

    Ah so, Pampus! Die spielen Bankenrettung und machen das jetzt öfters?… und der Mafio Draghi, den lassen sie am langen Katzentisch auch mitspielen. Die Brüder vom Konglomerat unter sich, Bankenretter und Steuerwürger, Merkel GeWürthSchräuble & Consorten, wa..?

    „Haste mir mal mal ´ne Plastik-Card…?

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/spanien/skandal-um-schwarze-kreditkarten-bei-caja-madrid-13188217.html

  22. Dtesch
    Lies halt mal unten den link zur FAZ, das stimmt einfach nicht. Es gab und gibt keine Bonitätsprobleme bei europäischen Strukturen und auch nicht bei amerikanischen Prime-Strukturen. Es gab Probleme bei Subprime-Strukturen am US-Immo-Markt in Folge von Clintons Housing-Program. Also sehen wir mal bitte etwas genauer hin, als nur nachzuplappern, was Journalisten ungeprüft behaupten.

    Was heißt ein Freund oder Feind der EZB? Das ist eben die Notenbank ausgestattet mit unwahrscheinlicher Macht. Sie tut, was sie tun muss, verteidigt den Euro und hält die Inflation im Auge. Was sie nicht tun soll, nicht ihr Auftrag, ist die Wirtschaft anzukurbeln, das soll die FED, die EZB nicht.

    Das Grundübel ist, dass der Euro eine totale Fehlkonstruktion ist, von Anfang an ging da der politische Wille über ökonomischen Sachverstand. Das ist einfach Müll und spaltet Europa von innen heraus, der Außenwert ist ja stabil. Dabei ist das Problem gemäß Draghi irreversibel, also der Euro. So, lege Dich mal mit der Notenbank an, meist keine gute Idee. Don’t fight the ECB!

    Was meinetwegen in Spanien oder Irland los war und ist, war doch der originäre Hxpothekenmarkt, Caissas etc. infolge von zu billigem Geld für die Ivorer, auch die Iren. In GR blüht die Korruption, F und I verkrusten immer mehr, wo man hin sieht überall andere Probleme, aber immer die gleiche Ursache: Euro

    Übrigens hat Uncle Sam bei der Bankenrettung verdient, nicht drauf bezahlt. Wo deren Steuerzahler drauf zahlten war manche Industrieunternehmen zu stützen, wie meinetwegen GM. Aber auch da ist die Messe noch nicht gelesen.

    Wo irgendwann das gehet hin in Frieden gebetet werden wird, sind europäische Staatsschulden. Irgendwann, fragt sich nur wann, aber solange die Musik spielt wird getanzt.

    Amen
    Pampa

  23. Pampa um 0009, 0027 und 0054 Uhr,
    klasse Pampa, wenn Du hier etwas
    erklärst ist es logisch aufgebaut und man versteht es sofort, mit sachlichem hintergrundwissen und entsprechenden fakten untermauert.
    Warum ist es dann in der gängigen Praxis nur sooho schwer und wir haben eine ganze Menge ungelöster Probleme gar krisen und bedrohungen, die fast dieses komplexe System infrage stellen und sogar die Gefahr heraufbeschwören, dass uns der kuddlmuddl um die Ohren fliegt?
    Viele Grüsse von den herkömmlichen Finanz-Wissensverschachtelungen, Zamir

  24. @Pampa
    „Nix Derivat, weder bestimmt noch unbestimmt, sondern strukturierte Forderungen, die mit Assets besichert sind.“
    Dann sind die Assets eben „Schrott“.
    Haben wir den Bankencrash 2008 nur geträumt?
    Waren die strukturiertenPapiere und die zu grunde liegenden Assets so werthaltig, dass sich alle Banken darum gerissen haben?
    Was hat Draghi denn bisher geleistet, dass du so gläubig, ob der Rechenschaft der EZB, geworden bist.

    Gruß dtesch

  25. Was allerdings eine Frage ist, die ich nicht beantworten kann ist, ob die EZB überhaupt selber am Markt als Käufer auftreten darf. Mich würde das sehr wundern. Sicherheitshinterlegung bei Repro-Geschäften sicher, aber selber kaufen?

    Das widerspräche in jedem Falle meinem Rechtsverständnis. Ich wüsste auch nicht, was die EZB DIREKT selber kauft. Eigenhandel betreibt die Notenbank eigentlich nicht (abgesehen von Devisen-Geschäften), jedenfalls wüsste ich nicht was.

    Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass sie für Repro-Geschäfte z.B. griechische Staatsanleihen akzeptiert, dafür also z.B. griechische Banken refinanziert und im Insolvenzfalle GRs und seinem Bankensektor auf dem Zeug als Sicherheit selber sitzen bleibt. Aber selbst hat sie direkt die Kredite nicht gewährt respektive die Anleihen auch nicht am Markt gekauft. Das nicht und das ist wichtig, ansonsten brächen alle Dämme.

    Es wäre auch absurd, könnte eine Filiale der EZB, die griechische Notenbank, DM-Anleihen in € drucken. Das kann ich mir nicht vorstellen.

    Gruß
    Pampa

  26. Pampa,
    mit anderen Worten, der ganze
    anarcho-finanzmarkt-Kapitalismus
    war von Anfang an nur Schrott und
    alle wundern sich heute noch, dass
    längst nicht schon alles den Bach runter iss, warum denn dann sooho
    umständlich?
    Kein wunder, wenn „Bauwerke“ ohne Fenster und Türen errichtet werden und hinterher erklären die
    zuständigen „Architekten und Baumeister“, das hat alles seinen tieferen Sinn und muss so sein, ohohohohoh.
    Viele Grüsse vom Erklärbären,
    nachdem sein Fell geklaut wurde, Zamir

  27. Und dtesch, es ist offenbar keine Liquidität im Markt der Strukturen, vom ganzen Markt redet kein Mensch. Schon mal eine Notierung einer ABS auf einem Kurszettel gesehen? Nein? Wirst Du auch nicht, das sind Interbanken-Geschäfte respektive Inter-Insti-Geschäfte. So ohne weiteres sind einzelne Strukturen gar nicht miteinander vergleichbar, die sind nicht homogen. Also musst Du in den Prospekt detailliert rein, exakt prüfen, da finden sich Angebot und Nachfrage sehr zäh, wenn überhaupt. Dieses Teilsegment des Gesamtmarktes ist illiquide. Das könnte sich ändern, spielte da die EZB mit.

    Dass sie „Schrott“ aufkaufen würde ist eine pure Vermutung, da kann ich auch Horoskope deuten, glauben heißt nichts wissen. Aber bitte, da kann man als Privatanleger noch nicht mal auf die Fresse fallen, weil man ohnehin nicht mitspielen darf.

    Wenn, dann höchstens überspezialisierte Fonds, die das als Paket-Lösung anbieten. Bitte, wer meint das tun zu müssen, mein Geld ist es ja nicht.

    ABS sind übrigens KEINE Derivate, abgeleitete Produkte, sondern wie der Name sagt Asset Backed Securities, originäre Produkte in Portfolien gebündelt und dann strukturiert. Nix Derivat, weder bestimmt noch unbestimmt, sondern strukturierte Forderungen, die mit Assets besichert sind.

    Gruß
    Pampa

  28. Eysel,

    was heißt hier Schärfe? Also Schärfe würde ich bezeichnen zu konstatieren, über was Ihr da gerade diskutiert ist nebensächlich, Draghi hat ad hoc zu interessieren, was für ein blöder Blog.

    Draghi hat aber nichts gesagt, jedenfalls nichts, was manche wohl gerne gehört hätten. Sonst wäre der Markt ja wohl kaum danach um 2% eingebrochen, hätte er zusätzliche Aber-Milliarden ins Fenster gestellt. Das hat er nicht. Ergo Aktien-Indizes runter, €/$ hoch, nicht anders. Heute Jobmarkt US, wieder in die andere Richtung.

    Das ist Business as usal, weiter nichts.

    Under labert etwas runter, das wir alle doch hier seit sechs Jahren sagen, als sei das neu, nur weil einer das aktuell in der FAZ auch so konstatiert. Muss man denn jedesmal bei Adam und Eva wieder anfangen?

    Meiner Auffassung nach ging es Euch beiden bei der letzten kontroversen Diskussion um das Segment der Strukturen. Auf den Teilbereich war das gemünzt in puncto EZB. Sonst nichts.

    Hier, so ganz alleine bin ich mit ein paar Fakten untermauert DIESBEZÜGLICH nicht:

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/abs-kauf-durch-ezb-schrottpapiere-oder-nicht-13186492.html

    So what?

    Und dann noch dtesch, A-Tranchen sind keineswegs Rating-Klassen, bei einer A-Tranche handelt es sich in einer Struktur um die Tranche, die zuerst besichert ist, die Z-Tranche ist zuletzt besichert und hat damit EK-Charakter. Mit anderen Worten, selbst 80% der Besicherung einer ABS ausfällt, wenn die Hütten meinetwegen nicht 100 Mio., sondern 20 Mio. in der Verwertung bringen, ist die A-Tranche noch immer voll besichert, sofern sie nicht mehr als 20% der gesamten Struktur ausmacht. Bei Hypotheken nennt man das bei originärer Kreditvergabe erstrangiger Besicherung, das hat mit der Bonität des Schuldners (Rating) gar nichts zu tun dtesch! Ob Zamir umfällt oder nicht, ist mir scheißegal, wenn Du mit Deiner Hütte für seinen Kredit haftest, sofern ich Zamirs Schulden auf dem Sekundär-Markt kaufe. Comprende? A-Tranche … bei der Z-Tranche habe ich kaum bis keine Sicherheiten, daher würde ich das auch nicht so ohne weiteres Zamirs Bank abkaufen, die ihm Kredit gewährte. Jedenfalls nicht, wenn der Preis nicht zu dem passt, wie ich selber Zamir raten und mich dabei besichern würde.

    Gruß
    Pampa

  29. Thehe Anderdischar,
    Deinen beitrag von 21:40 Uhr finde
    ich sehr gut, damit ist fast schon
    alles wichtige gesagt.
    Hoffentlich erlaubst Du mir dieses
    Urteil?!
    … Und noch viel spass beim einheitlichen feiern, Zamir

  30. The Underteiger
    In Europa investieren?
    Schwieriges Kapitel; seit den 70iger Jahren wird hier (statistisch gesehen) immer weniger investiert, was auch mit der Globalisierung zusammenhängt.
    Auch der jetzige Sparwahn hat damit zu tun. Der Arbeitsmarkt ist schon weitgehend dereguliert, der kommende Mindestlohn wird kaum ins Gewicht fallen, die Infrastruktur ist stellenweise lädiert, aber im Vergleich zu den USA immer noch gut. Der Mittelstand ist leistungs- und konkurrenzfähig
    Dazu kommen aber auch saturierte Wirtschaftszweige und die Last des Unternehmertums. Viele haben entdeckt, dass man mit Investments (Finance) genau so gut oder sogar noch besser an Gewinne kommt. Ich kenne Erben von Unternehmen, die wollen nicht, sie verkaufen es, um mit dem Erlös das Leben zu geniessen und auf den Investmentmärkten zu investieren. Manche machen daraus ein Hobby und sind fachlich gut informiert, denen erzählt ein Finanzberater keine Märchen.
    Die Welt ist eben komplex geworden, die Welt teil sich radikal immer mehr in jene, die davon profitieren können, und in Loser. Das Politpersonal will das nicht wahrhaben, es laboriert immer noch mit alten Methoden die nichts bringen.
    Siehe die einfältigen Hausfrauenrezepte der Merkelregimes.

  31. Pampus, die Fragen die Du beantwortest, die hat keiner gestellt, damals nicht, wie heute.

    Ein paar Fragen, die von Belang sind, die stellt Bernau von der FAZ:

    „“ Die EZB kann nicht mehr

    Immer verzweifelter stemmt sich die Notenbank gegen Europas Krise. Doch ihre Mittel sind erschöpft. Die Misere hat andere Gründe.
    .
    .
    müsste Europa darüber nachdenken, warum Unternehmen und Privatleute nicht mal in starken Ländern wie Deutschland freiwillig investieren. Sind ihnen die langfristigen Aussichten zu schwach in einem Erdteil, in dem immer weniger Kinder auf die Welt kommen? Fehlt es an innovativen Ideen, in die man das viele Geld investieren könnte? Oder gibt es noch einen ganz anderen Grund?““

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ezb-kauft-abs-geldpolitik-hilft-nicht-investitionen-sind-noetig-13186887.html

    ..ein Grund, den , ich für maßgeblich halte: Welcher Investor ist schon bereit, sein Geld in Europa zu investieren, wenn er dort auf einen Beamtenadel trifft, der ihn nicht nur gängeln und bevormunden will, sondern dessen fachliche Mängel und Inkompetenz evident sind. Der eigentliche Grund ist aber die Tatsache, dass wir uns einen viel zu grossen, viel zu teuren Staat leisten.

    …ein anderer sagt…

    Warum sollte man investieren, wenn der Staat einen keine Rendite mehr erzielen lässt ? In einem zunehmend sozialistischem Staat , der dem Unternehmer mit immer höheren Steuern und Abgaben die Luft abschnürt, mit zunehmenden Vorschriften , Bürokratie und Gängeleien quält , wo man in ständiger Angst vor weiterer Enteignung leben muss, wo Privateigentum als Schande angesehen wird , warum sollte dort investieren? Dann lieber weniger arbeiten, so dass es gerade zum Leben reicht, dann hat man wenigstens das Gefühl, nicht ausgenutzt zu werden. Kein Wunder, dass niemand mehr Lust hat, etwas zu riskieren, etwas aufzubauen. ..

    PS: Meine Meinung: Die Gruppe der Investoren ist viel zu klein, als sie daran „politsch“ also mehrheitlich, etwas ändern könnte. Der Mittelstand ist der Leidtragende. Die Großen sind schon weg, weil sie längere Beine haben. Die kleineren, …die beissen die Hunde,… fahr durch Deutschland und mach´ die Augen auf, und vergiß´, was Du in der Schule gelernt hast!.. das hat mit dem, womit du Dich künftig zu beschäftigen hast, nichts, aber auch gar nichts gemein..

  32. @Pampa
    „Was sie vorhaben könnte, was Sinn ergäbe, wäre, dass sie kapitalschwachen Banken A-Tranchen (=höchste Bonität) abkauft, damit deren Bilanzsumme verkürzt und so die EK-Basis stärkt. „

    Wir müssen erst mal definieren von welchen A-Tranchen wir hier reden. Wie es um deren Bonität tatsächlich steht. Seit dem Bankencrash 2008 mussten wir alle lernen, das A-Tranchen nicht unbedingt für gute Bonität stehen. Das sie mitunter besser als GR-Anleihen sind, ist nicht unbedingt ein Trost und macht im Endergebnis nicht viel aus.

    Die Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang stelle ist: Warum plant Draghi, nachdem sein Zinssenkungsprogramm ein Flop für die Wirtschaft also auch den Euro war, diese ‚A-Trachen‘ aufzukaufen?
    Nun, wer die tatsächlichen Verschuldungen südlicher Banken kennt, kann leicht erahnen, das der ‚Bankentest‘ so machen ‚Schrott‘ zu Tage fördern würde. Warum also nicht den ‚Schrott‘ bei Draghi abladen? Deklarieren kann man sie einstweilen als ‚A-Tranchen‘. Stimmt vielleicht sogar, solange der deutsche Steuer- und Abgabenzahler mit seinem jetzigen und zukünftigen Vermögen bürgt.

    Wer bei allen den verdeckten und offenen Rechtsbrüchen in Verbindung mit Euro und EU noch an den Verlautbarungen Draghi’s und Konsorten glaubt, glaubt vielleicht auch noch an den Weihnachtsmann. Ist ja auch nicht mehr lange hin.

    Liquidität ist am Markt mehr als genug vorhanden. Nur wo soll die viele Liquidität angelegt werden, damit sie sich nicht eines Tages in Nichts auflöst?
    Die Wirtschaft der Südländer hat kein tragfähiges Geschäftsmodell für diese Liquidität.
    Die Banken dort handeln deshalb sehr rational, und legen diese Liquidität, trotz Strafzins, lieber bei der EZB an. Wenn da nur nicht die alte ‚Schrott‘ aus vergangenen Geschäften wäre. Nun ja, mit Draghi erscheint ein Silberstreif am Horizont.

    @Eysel
    Ja, mich wundert es auch, das über relativ Unwichtiges hysterisch berichtet wird, wie zB. die IS. Als hätte das Morden im Irak, Syrien, … erst vor ein paar Wochen begonnen.
    Das ist reine Ablenkung, während im Euroraum, ein weiteres Schurkenstück geplant und durchgeführt wird, welches die finanzielle Basis und Zukunft Vieler hier in D vernichten wird.
    Und AM schweigt.

    Gruß dtesch

  33. ja der is auch noch da
    aber verstehn tu ich da jetzt jar nichts mehr
    (was da so geschrieben wird)
    wenn zamir schreibt die welt wird im wirren chaos untergehn
    kann man das an diesem blog ja sehn

    nur die elitären schwänze
    welche die kränze hier
    das is mir noch nich so klar sagt der bloggar

    da weiß einer nicht was eine notenbank
    gottseidank gibts draghi welch ein dank
    und der ghost weist visionär
    dem militär von heute
    die LEUTE (vom militär, der tross?) beobachten die Realität völlig unabhängig
    na na na nich mal die in ägypten würden solche pyramtippten

    und dann mein bester freund die struktur
    der pampa auf der spur
    von tranchen a bis z im club med

    nur wenn gewollt woher soll der sold für die bw solldaten
    und all die panzergranaten den kommen
    steuererhöhung? welch eine scheinheiligkeit
    mehr staat für waat

    ich weiß es
    das bezahlen die bad banks
    die verwalten ein billionenvermögen
    allein ein bruchteil der zinsen
    würde unsere chefin vom militär schon grinsen

    und natürlich kriegen alle in nato
    auch was davon ab bis dato

    ich find obiges toll
    wenn auch nur ein viertel priol

    der frog ist jedoch kein kaabretist

    er schreibt nur unverständlichen mist

    wen darf ich dazu hier zitiern?

    einen oder alle im fall vom falle?

  34. Ich schrieb hochverehrter Pampus,
    was Draghi „proklamiert“!!!
    Was man im Zusammenhang mit seinem bisherigen Tun mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit vermuten darf. – Anderes wäre eine große Überraschung. -Also scheinbar ganz im Einklang mit dem was offensichtlich Sinn vermutet. Warum sonst riefe Sinn sonst zur Verfassungsklage auf??? –
    Was gäbe dir einen Anlass zu glauben, Draghi ändere seinen Kurs???
    Gruß
    Ey
    PS: Was soll die Schärfe???

  35. Guud, ein wenig banditismus und eine Prise korruption nehmen wir noch mit damit die perfekte aufmischung entsteht und ferdisch
    iss der lackmeier.
    Pampa,
    die lage bei der BW gleicht wohl eher einer trotzreaktion, schon in Afghanistan wurde ständig am ausrüstungsstand der Soldaten herumgemäkelt.
    Jung und Guttenberg haben doch auch nur ihren pseudo-intellektuellen „Schwollkopp“ in
    die atmosphäre getaucht und so getan, als ob sie irgendwelche Ahnung und alles im Griff hätten,
    wie kann man nur solche hasenpfoten in ein derart hochkarätiges amt befördern;
    im antäuschen da waren sie erste Sahne und noch im vertuschen der
    realität.
    v
    Viele Grüsse von der Haardthöhe, Zamir

  36. Ganz einfach und für jeden verständlich:
    Betrug und krankhafter Egoismus sind die Ursachen für alle Krisen und fehlerhafte Entwicklungen im
    menschlichen System.

  37. In einem lieber Pampa hast Du nadürlisch grundsätzlich recht,
    die BW sollte direkt dem kanzler/in
    unter stellt sein, ohne wenn und aber, wieder ein ressort und viele talerchen an unsinnigen pensions-ansprüchen gespart.
    Nun komme mir keiner mit blödsinnigen, scheindemokratischen
    sandkastenspielerchen daher,
    wenn es alleine um effektivität in der verteidigungsbereitschaft geht,
    die weltenlage war nie eine friedliche und diesem Zustand gilt es angemessen entgegen zu treten.
    Habe ich eine armee, dann hat sie auch zu funktionieren, ja wo sind wir denn, wo ist das ganze militärwissen aus fünftausend jahren
    hin verschwunden.
    Da waren ja die alten Äschyppter besser gerüstet und eben auch
    ausgestattet, ich fass ess nich …

  38. Die Welt ist kaputt und am ende,
    weil die elitären schwänze weltweit sich genüsslich und voll überzeugtem unwissen, in ihren eigenen versagensmustern baden.
    Hör mir doch auf mit dem ewigen
    schönreden und herumgezecke,
    bist Du mit irgendwelchen politgrössen in einem boot oder gar
    verwandt, dann passt,’s wieder.
    Fakt ist, dad kleine menschlein kriegt nichts mehr gebacken und die westliche Welt verreckt am elend im Überfluss.
    Vermögen, Kapital, Geld diesen
    verwertungskreislauf beherrscht er nicht, hat er noch nie beherrscht,
    kapital frisst Welt, vorher jedoch das Hirn, bingo.
    Verdummen und ausbeuten, dann wegwerfen, das glaubensbekenntnis
    der elitären schweinebacken.
    Viele Grüsse vom fundamentalen
    Versagen der Elite-Einheiten, Zamir

  39. Pampa,
    Du machst es Dir wie immer, bei diesem Thema sehr einfach, zum Glück habe auch ich zahlreiche verwandte, die so manche BW-Story zum besten gegeben haben.
    „Bussines ist wie Krieg führen“
    Auch DAs IST schon uralter kaffee.
    Wie auch immer irgendetwas muss ja in der obersten heeresleitung schon seit Jahren schief laufen und da ändern auch auswechselungen der verteidigungsminister nichts dran.
    Da müssen der kaminkehrer und die stall-ausmister ran.
    Hör doch endlich mal auf diesen elitären grossversagern ständig das
    popöchen abzulecken, Deine Zunge übersteht das nicht, vom restlichen Organismus mal abgesehen.
    Es wird nichts besser, indem man versucht es zu verschleiern,
    viele sind damals zum Bund geflüchtet, weil sie fürs normale leben untauglich waren, so lautet die ganze, ungeschminkte Wahrheit.
    Ende des „BW-PuppenstubenDadeins“, aufgewacht, mitgemacht und zugepackt, ein ehedem guter ruf, den gilt es wieder herzustellen,
    obergereifter Pampa rühren!!