Die Linke lockt

Glauben Sie den Dementis nicht: SPD und Grüne wollen mit der Linken nach der Wahl an die Macht. Warum auch nicht?

In einem halben Dutzend Landesregierungen waren oder sind die Linken Koalitionspartner oder Unterstützer der SPD; in Nordrhein-Westfalen haben sie Hannelore Krafts rot-grünes Bündnis an die Macht toleriert. Auf Bundesebene dagegen wird eine rot-grün-dunkelrote Machtoption von der SPD offiziell noch mit Abscheu und Empörung zurückgewiesen. Doch viele führende Sozialdemokraten zählen schon sehr flüssig die Argumente auf, warum sie diese nicht links liegen lassen wollen: Willy Brandt und Peter Glotz werden beschworen. Nur ein überholter Antikommunismus grenze die Linke aus; die Zeit, in der Sozialdemokraten in der DDR von der Linken-Vorgängerpartei SED für ihre Überzeugung ins Zuchthaus Bautzen eingeliefert wurden, liege ja schon 60 Jahre zurück. Tatsächlich: In der Bevölkerung ist die Erinnerung an den Mauerstaat DDR verblasst; die Linke verschleiert gekonnt, dass sie die Nachfolgepartei von Walter Ulbricht und Erich Honecker ist; wem sagen diese Namen noch etwas, und wer erinnert sich noch an Schießbefehl und Todesstreifen? Das Haupthindernis Oskar Lafontaine, der zur Linken gewechselte frühere SPD-Vorsitzende, hat sich selbst aus dem Weg geräumt; mit dem Parteiverräter könnten viele Sozialdemokraten nicht zusammenarbeiten.

Stärkstes Argument für die Freunde der Linken in der SPD aber ist, dass sie mit ihrem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück einer vernichtenden Wahlniederlage entgegentaumeln; es droht ein Debakel, das die SPD kaum unbeschadet überstehen könnte. Das bringt auch die letzten Sozialdemokraten zum Schweigen, die einst Leib und Leben im Kampf gegen die SED riskierten. Eine neue Generation gibt in der SPD den Ton an: Sie haben die rot-grüne Regierungsbildung in Düsseldorf mithilfe der Linken gefeiert; Hannelore Krafts Büchsenspanner redeten sogar von der „Befreiung“ Nordrhein-Westfalens. So verzagt die ältere Generation der Antikommunisten ist, so unhistorisch ist die jüngere Funktionärsschicht und so fanatisch glaubt sie an die Autosuggestion vom drohenden Neoliberalismus, dass sie die Gemeinsamkeit der Demokraten verlässt.

Die SPD-Spitze hat schon vorsichtig umgeschwenkt: Nach der Lesart von Parteichef Sigmar Gabriel und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sind die Linken in den neuen Bundesländern längst porentief demokratische Realos; ablehnt werden nur die wenigen wirren westdeutschen Anhängsel um Oskar Lafontaine. Dem Kern der Linken wird damit schon Koalitionsfähigkeit attestiert. Programmatisch passt sowieso kaum mehr ein Blatt Parteiprogramm zwischen SPD und Linke: Massive Umverteilung, höhere Steuern, Mietpreisbremsen und Mindestlöhne – längst wohnt die SPD programmatisch im Karl-Liebknecht-Haus der Linken zur Untermiete.

Zwar lehnt Steinbrück noch eine Kanzlerschaft von Gregor Gysis Gnaden ab. Aber der sich als unbesiegbar fühlende Steinbrück ist durch Pannen, Hohn und Spott so verletzt, dass sein malträtiertes Ego nur noch durch eine Kanzlerschaft zu heilen wäre. Er müsste als Vorzeige-Biedermann für eine Übergangsphase garantieren, dass ein koalitionsähnliches rot-grün-dunkelrotes Bündnis bei Bürgern, Unternehmern und den USA nicht sofort auf blankes Entsetzen und Widerstand stößt. Später könnte ihn Sigmar Gabriel in einer Vollwertkoalition ersetzen. Im Wahlkampf ist er ja trotz ursprünglicher Absage auf den linkskonformen Steuererhöhungs- und Umverteilungskurs eingeschwenkt – aus Peer-ohne-mich wurde Peer-mit-mir-doch.

Angela Merkels CDU kommt diese Debatte nicht unrecht. Ihre Wahlkampftaktik will ja durch Übernahme gegnerischer Positionen die Anhänger von SPD und Grünen einschläfern. Leider dämmern ihr jetzt auch die bürgerlichen Wähler weg. Mit der realistischen Gefahr einer linken Republik vor Augen ließen sich doch noch ein paar verbitterte Zauderer oder Bequeme an die Urne treiben. Zu tief sitzt die Angst vor einer rabiaten „Hollande-isierung“ Deutschlands.

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Über Roland Tichy

Roland Tichy lernte Lokaljournalismus beim legendären "Salzburger Volksblatt". Er studierte in München Volkswirtschaft und Politik, absolvierte die Deutsche Journalistenschule. Nach einer Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Volkswirtschaftlichen Institut in München arbeitete er im Bundeskanzleramt, danach als Bonner Korrespondent der WirtschaftsWoche. Nach der Wiedervereinigung war er für den Umbau des Rundfunksystems der DDR zuständig, danach folgten Stationen in Industrie und Medien. Seit 2007 ist er Chefredakteur der WirtschaftsWoche. Tichy ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt erschien "Wohin treibt Europa".

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Alle Kommentare [31]

  1. Anmerkung eines Lesers der NDS.:
    „Tichy leistet hier mit seinen kruden Anwürfen und Behauptungen gehörig Flankenschutz für die geistfreie Attacke auf das vermeintlich schon ausbaldowerte Rot-Rot-Grüne Machtbündnis. Besonders albern und obszön realitätsverdrehend ist folgende Behauptung über die jüngere Funktionärsschicht der SPD: “…so fanatisch glaubt sie an die Autosuggestion vom drohenden Neoliberalismus, dass sie die Gemeinsamkeit der Demokraten verlässt.” Soso, da bilden wir uns die Grausamkeiten des Neoliberalismus bloß ein. Wir sind Opfer einer fanatischen und kollektiven Autosuggestion. Erstaunlich, auf welch erbärmlichen geistigen Niveau man die eigenen Leser für dumm verkaufen kann. 5 Euro im wöchentlichen Einzelverkauf. Ich würde mein Geld zurückverlangen, zuzüglich Schmerzensgeld für diese Beleidigung auch eines unterdurchschnittlichen Intellekts.“

  2. Sehr geehrter Herr Tichy!
    1. Die SPD hat mit Herrn Schröder und Herrn Hartz ein Großteil des Volkes verraten!
    2. Herr Lafontaine ist ein lobenswertes Beispiel für soziale Politik mit Rückrat!
    3. Die Linke ist ein Zusammenschluß der WASG und PDS!
    4. Herr Steinbrück war zu Zeiten der Bankenkrise, jetzt Eurokrise genannt, Finanzminister und maßgeblich daran beteiligt, das die Verluste der Banken die Bürger zu bezahlen haben.
    5. Das „Krisenmanagement“ Merkel/Schäuble/CDU gefährdet die Errungenschaften Europas nach dem 2. Weltkrieg!
    Was soll dieser Chefblock? Ist das die Freiheit der Presse?
    Was sagte Hagen Rether: „Was rege ich mich auf?“

  3. dtesch,

    was soll mich denn geritten haben, hattest Du je den Eindruck, dass ich sonderlich viel von Politikern halte? Also politisches Urgestein aus meiner Feder ist ganz gewiss kein Kompliment, aber immerhin hat der Pflastersteinwerfer mal etwas dazu gelernt.

    Wenn mich keiner vor der Genfer Menschenrechtskommission verklagen sollte, lassen wir Dich mal anschnallen und zwei Stunden von Claudl Rothe beschallen bzw. anjammern.

    Dann fragen wir Dich mal, na willst Du als Erholung etwas Fischer oder weiter … comprende?

    Das kannst Du Dir in FFM ja mal ansehen, wie das Pack die Johann-Wolfgang-von-Goethe- Uni angeschmiert hat, man soll es nicht für möglich halten. Dann versuchten sie gar noch Adorno für sich zu vereinnahmen, der sich dagegen gewehrt hat. Und wäre ich nicht so kulant und gut erzogen, hätte es durchaus sein können, dass dem Fahrrad-Fahrer Daniel Cohn-Bendit mal in Bockenheim eine Autotür aus dem Gegenverkehr aufgegangen wäre, aber wer will sich schon mit den Methoden des grünen Packs sozialisieren?

    Merkwürdigerweise finde ich aber viele Mitbürger, welche die wählen, weit vernünftiger als deren zu Wählende selbst. Hast Du was gegen Umwelt, schmeißt Unrat in die Umwelt oder so? Ich nehme an nicht, ich auch nicht, aber mal offen gestanden sind das Selbstverständlichkeiten, doch keine politische Mission.

    Nun ja, nun denn …

    Gruß
    Pampa

    Wen ich übrigens als Nicht-Linker sehr gut finde ist Frank Walter Steinmeier. Würde die CDU den gegen AM verkaufen, austauschen also, würde ich sagen ja doch, das machte Sinn. Hey, der redet nicht so unreflektiertes Zeug, hat seiner Frau eine Niere gespendet, fiel noch nie besonders unangenehm und unangemessen auf, aber das passt ja nicht zur Fatrbenlehre.

  4. @Pampa
    „Fischer, politisches Urgestein“?

    Pampa, was hat dich da geritten?
    Das sind doch genau die, welche uns erst in diese Scheiße geritten haben.

    Gruß dtesch

  5. RTichy
    Die Neue Mitte war eine gute Marketingidee. Sie sollte den Machtradius der SPD erweitern und sichern. Nur wurden seitens SPD entscheidende Fehler gemacht. Einer davon war, dass der traditionellen SPD neoliberale Konzepte aufgesetzt werden sollte. Ein Grossteil der Basis folgte, aber viele Wähler und Parteimitglieder sprangen ab. Das muss man Schröder und seinem Team anlasten. Hartz4 als Wählerpotenzial langt nicht, das stimmt. Aber mit dem Hartz4-Radau wurde viel zerstört. Davon wird sich die SPD nicht so schnell erholen. Ich glaube nicht daran, dass die SPD die CDU verdrängen könnte, eher das Gegenteil. Merkel ist so schlau, auch soziale Themen zu besetzen, und sei es nur temporär als Taktik, und ausserdem: Solange die Wirtschaft einem dynamischen Rhythmus folgt, wird die CDU keine grossen Probleme haben. Die kommen erst die nächsten Jahre, wenn in Sachen Europa Tacheles geredet werden muss, nämlich dann wird es an die Substanzen gehen; es sieht nicht gut aus. Ob dann noch die lieb-und-nett-Mutti vom Volk geschätzt sein wird………..

  6. „Nachschmachten“….den alten zeiten, bei meiner trainee-bewerbung waren das verhaeltnis in jenem jahr 200:4000 bewerbungen, immer das selbe spiel.
    Jetzt aber, companeros, jetzt ist usain-zeit, his time is now, sagen wir mal irgendwas mit min. 9, 7…, zwei laengen vor dem zweiten:-))

  7. Magic,

    also bzgl Politik würde ich die halbe Mannschaft entmündigen, bzgl. Geld, hm, lassen wir das, bevor Zamir wieder einen Fifi-Anfall bekommt und Fußball, mal ehrlich, das könnte ich auch noch, trainieren, statt Pep, spielt halt so wie letztes Jahr, mehr geht ja kaum … 😉

    Schade, dass sie Lewandowsky noch nicht gekriegt haben, also nicht, dass den der FCB unbedingt brauchen würde, aber ich hätte gerne den beiden Kindern meines besten Freundes ein FCB-Shirt mit Götze und Lewandowski geschenkt, er ist aktuell BVB-Fan … der ist aber immer Fan von etwas, womit er die anderen ärgern kann. Der war auch Damon Hill, J. Villeneueve etc. Fan, als Schumi noch fuhr … als letztes Jahr der HSV beim FCB zu Gast war, fuhr er mit dem Fan-Club mit, ein HSV-Fan unter lauter Roten, 2:9. 😉
    Da haben sie es ihm so richtig besorgt, ein Freigetränk für jedes Kind und zwei für ihn, für jedes Tor das der HSV geschossen hat, aus Mitleid. :-)

    Meine Vorliebe für Schneider-Weisse stammt übrigens daher, dass mich die Brauerei bei AIESEC immer unterstützte, keine Ahnung wie viele Brauereiführungen ich da mit wie vielen Studenten aus aller Welt machte, wir haben aber auch bei der Caritas, bei den Maltesern, in der Uni-Mensa, bei der Armenspeisung der Fürstin von Thurn und Taxis, bei der Bundeswehr, in etlichen Kantinen etc. umsonst gespachtelt und immer alle Gäste satt gekriegt. Den Internet-Auftritt Eures erbärmlichen AIESEC-LCs habe ich mir vor Jahren auch mal angesehen. Mann Gottes, wenn die wüssten, was mit etwas Engagement und Enthusiasmus alles geht Mein Pendant damals war übrigens der Sohn eines Nachbarn von Ghost, das weiß er nur nicht. Wie klein die Welt doch ist … 😉

    Aber wenn ich hier anregen dürfte, stellt halt mal ein paar Praktikantenplätze zur Verfügung, ist doch nicht so teuer und belebt die Bude ungemein. Das hat diverse Vorteile, so lernt man natürlich junge, engagierte Leute aus aller Welt kennen, daneben noch die Studenten vor Ort, welche diese betreuen, es lockert ungemein auf. Schon mal im Winter einen Phillipino gesehen, der bei minus zwanzig Grad friert wie ein junger Hund, Schnee noch nie fallen und ansonsten nur im TV liegen sah, erlebt, wie das zusammen schweißt … das wäre etwas sinnvoller, als eine gemeinsame Währung, bringt durchaus auch Ehen und Kinder hervor, schafft die Banden für Internationalität, die über Freundschaft länder- und generationenübergreifend funktioniert.

    Wenn ich das mal beispielhaft erwähnen darf, selbst war ich mal Praktikant im Ausland. Viel gekostet habe ich wirklich nicht, hätte ich auch für lau gemacht, Mein Input war aber dann den Zinsaufwand um zehn Millionen Mark p.a. pro Jahr zu senken, für 400 Gulden im Monat. War kein schlechtes Geschäft, weder für BMW noch für mich, denn ich durfte das, was mir damals am meisten bedeutete, etwas lernen von wirklich extrem guten Leuten.

    Das Magic, sage es Deinem Sohn, bekommst du als Chance nicht als gewöhnlicher Student, aber mit Mama Blue als Ausblidungsstätte, öffnen sich viele Türen ganz automatisch.

    Die Lehre gestand mir übrigens mal ein persönlicher Freund von AH zu. Ich sagte ihm ehrlich, dass ich nachher studieren wollte, was ich auch tat. 200 Bewerber, 40 zum Test, 5 ins Vorstellungsgespräch, ein Lehrling – ich. Lange her, aber wenn Du zurück denkst, wirst Du niemals erlebt haben, dass ich darüber jemals etwas Negatives sagte, dazu gab es auch keinen Grund.

    Mir sagte mal ein CEO, für den ich etwas im Internet aufbauen sollte, Sie sehen ja aus wie ein Banker. Ich erwiderte nur, ich bin ein Banker. Er zeigte mir die Kulisse von FFM und fragte, was sehen Sie? Ich sagte, wenn Sie mich haben wollen, die Konkurrenz.

    Irgendwie scheint ihn das überzeugt zu haben.

    Und nun denke nochmal über „neue“ Mitte nach, oder wie Zamir wohl sagen würde, jung und ergebnisoffen, etwas in der Art, die Zeit, in der ich 400 Gulden verdiente war weit spannender als die Zeit danach, als ich ein vielfaches davon bekam, das ist irgendwann nicht mehr wichtig.

    Übrigens wird es Deinem Intimus Eysel auch so ergehen, dass er langsam kribbelig wird. Kannst Du Dir vorstellen die Frau von Eysel ohne Funktion zu sein? Das arme Mädchen, verfilmt wäre das bestimmt noch besser als papa ante portas … Eysel und Frhrentner, na herzlichen Glückwunsch … 😉 eher würde Olaf Henkel schwul …

    So, jetzt bitte nicht nachkarten, einmal anstoßen mit einer Schneider-Weissen und ein Prosit der Gemütlichkeit … 😉

    Gruß
    Pampa

    Tja, Polleit, Papier ist geduldig und Volkswirte beschmieren es.

  8. Nachdem ich ihn heute mittag im fruehschoppen erstnals gesehen habe, habe ich ferdinand knauss einmal gegoogelt. Bevor er wieder bei wiwo anfing war er im graue-maus-ministerium pressesorecher, davor hatte er u.a. einen eigenen blog bei scilog.
    Darin habe ich mal gestoebert, auch in seinen wiwo-artikeln.
    Dabei kam mir der gedanke, dass der spd noch etwas ganz anderes fehken koennte als das, was tichy und andere bereits genannt haben,, naemlich wegen welchen frontfiguren der spd sollten deutschlands frauen eigentlich die spd waehlen, ich nenne mal ein paar spd-womanizer: hubertus heil, sigmar gabriel, peer st., der weisshaarige stones, lauterbach, …
    Welche frauen, ausser ihren eigenen so vorhanden, sollen diese“ kerlchen “ eigentlich hinter der deckung hervorlocken, ein oppermaennel allein macht noch keinen groupie-run, odda.

  9. Die kommende Regierung, völlig egal welcher Couleur, wird sich dem Schuldenproblem stellen müssen! Ein Hinauszögern hat zwangsläufig immer ein Ende, was die Folgen jedoch nur noch schlimmer macht.

    Degussa-Chefökonom Polleit fordert Streichung der Staatsschulden. Aus Angst vor solch einem „traumatischen Schock mit Revolutionspotenzial“ setze die Politik alles daran, die Schuldenfinanzierung fortzusetzen.

    Thorsten Polleit, Chefökonom der Degussa Goldhandel, glaubt nicht mehr an die Rückzahlung der Staatsschulden und fordert dazu auf, diese zu streichen. „Nach Jahrzehnten des vom Papiergeld angetriebenen Schuldenwahns wäre es naiv, auf eine schmerzfreie Lösung der Probleme zu hoffen“, schreibt Polleit in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. „Was liegt da näher, als Staatsschulden, die die Steuerbürger weder zurückzahlen können noch wollen, teilweise oder ganz zu streichen?“, schreibt der Ökonom, der an der Frankfurt School of Finance & Management lehrt.

    „Ein Schuldenerlass befreit die Steuerzahler vom Joch, für Schulden aufkommen zu müssen, die sie sich nicht selbst, sondern die andere ihnen aufgebürdet haben“, schreibt Polleit weiter. Er räumt ein, dass ein Schuldenschnitt nicht ohne Folgen für die Weltwirtschaft bleibt. „Das Streichen der Staatsschulden wäre vermutlich mit erheblichen Turbulenzen auf den Finanzmärkten und möglicherweise auch mit einer großen Rezession verbunden“, erwartet Polleit.

    „Die Marktzinsen würden stark steigen, nicht nur für Staatsanleihen, sondern auch für Unternehmens- und Verbraucherkredite. Investitionen und Arbeitsplätze, die durch die staatliche Schuldenpolitik befördert wurden, gingen verloren. Der Schlag, der mit dem Erlassen der Staatsschulden für Wirtschaft und Gesellschaft verbunden wäre, könnte wohl weitreichender nicht sein.“

    Aus Angst vor solch einem „traumatischen Schock mit Revolutionspotenzial“ setze die Politik alles daran, die Schuldenfinanzierung fortzusetzen. Stattdessen solle die Politik die Chance nutzen, mit einzelnen Schuldenschnitten zu beginnen. „Wann immer sich eine Gelegenheit dafür bietet, sollte zur Tat geschritten werden. Selbst kleine Schuldenschnitte sind Schritte in die richtige Richtung.“

  10. Pampa, scheint heute der sonntag der komplimente zu werden, also:
    mit herz bei der sache sein ist wunderbar, aber verstand sollte irgendwann einsetzen. So war das damals bei aiesec nicht anders. Im laufe der zeit setzte der verstand ein, aber im herzen gibt es heute noch ein plaetzchen fuer den laden, habe kuerzlich am rande der abi-feier unseres grossen mit einrm bekannten chemn. Rechtsanwalt, ebenfalls ex-aiesecer, gesprochen. Er gedauerte sehr, dass die trupoe an der huesigrn tu den hintern nich so recht hoch zu bekommen scheint. Allerdings haben sich die rahmenbedingungen an den hochschulen signifikant geaendert, mit der vermittlung von praktika, praxiskontakten, gruenderaktivitaetrn, sonstwas befassen sich heute x gruppen, teils aus oeffentlichen mitteln gefoerdert, das vormalige aiesec-kerngeschaeft ist von allerlei gutmeinenden kanibalisiert worden, wer sa an aiesec-traditionen anknoepfen moechte, der hat mehr auf der schaufel, als die spd in der sog. Neuen mitte.
    Dazu noch ein wort: gibt es sie wirklich die neue mitte? Gab es sie wirklich, heiner geisslers neue soziale frage? Vielleicht sollte nal einer ein neues buch ueber neuigkeiten mitten in der gesellschaft schreiben. Als opener hielte ich das stellwerk im maizer hauptbahnhof fuer sehr geeignet…
    .In fetten netzen, wunderbar geborgen,
    nimmt jeder bahner seine rechte wahr,
    Darob fast gaenzlich ging verloren,
    Was wirklich bahners aufgab‘ war.
    Wofuer er regelmaessig bombensicher
    an jedem ersten kriegt sein geld
    Vor lauter urlaubs,-krankgekicher
    Kein zug mehr faehrt, kein zug mehr gaelt.
    Wo samna denn, fragt sich da michel
    Geduldig an des bahnsteigs kant
    Statt loko-dampf hammer und sichel
    Im zirkus oeffentliche hand.

    Was mir an deiner mitwirkung hier immer besonders gefallen hat, nur gelegentlich als uebertrieben wahrgenommen wurde, pampa, war dein unbaendige begeisterungsfaehigkeit, deine lebenlust..die drei schoensten dinfe im leben halt: essen und trinken.
    Auf der basis war immer wieder gut zusammenkommen, lediglich dein amateurhaften ansichten ueber, fussball, geld und politik, da rafft’s mich immer wieder hin…;-)))) uebrigdns in all diesen drei geschaeftsfeldern wird gerade so etwas wie die ’neue mitte‘ gesucht, pep spielt nur noch mittelfeld, tichy beraet die spd und die deutsch bankentdeckt ziemlich mitt…ige werte neu…die troika, die uns alle rettet ..a kind of middle magic*;*

  11. Meinen Sie RTY?

    Also ich weiß es nicht, aber man kann halt nicht in der Opposition zu allem ja und Amen sagen, daneben überhaupt keine Alternative leidenschaftlich und kompetent anbieten und dann erwarten für nichts gewählt zu werden. Wer bitte sollte denn die neue Mitte in der SPD verkörpern, glaubhaft und mit welchem Hintergrund?

    Mir fallen da auf Anhieb wenige ein, was heißt wenige, eigentlich keine/r. Wie hieß die Troika, die Stones und Siggi-Pop, dahinter noch Nahles als inhärente Drohung, ich weiß ja nicht, wie man mit so einem Gruselschattenkabinett etwas gewinnen will.

    AM macht doch das, was einst FJS in BY proklamierte, „es gibt keine Partei links oder rechts der CSU, das bisschen SPD machen wir mit.“

    Nur war FJS eben ein ganz anderes Kaliber als Angie. Dass Beamte grün wählen würde ich so auch nicht unterstreichen, ohne Analyse würde ich eher tippen Beamte und Rentner wählen schwarz, keinerlei Veränderung zur Absicherung der eigenen, privilegierten Position.

    Magic, nun verwechsle mir mal nicht Freiheit mit Willkür. Ich wäre für deutlich weniger, dafür aber klarere Regeln, einen Rahmen, an den sich dann auch die meisten halten. Das hat mit FDP oder einem sonstigen Parteibuch wenig bis nichts zu tun. In Bayern war die FDP fast chancenlos, aber wenn Du mich nach einem Positivbeispiel für einen Politiker fragst, dann Dr. Max Stadler, der leider kürzlich verstorbene Vorsitzende der bayrischen FDP, Oberlandesrichter und auch persönlich ein Pfunfskerl.

    Was mich schon bei unserer Studendenten-Organisation gestört hatte, waren Leute, die das nicht aus Überzeugung machten, sondern sich einen Big Point im CV erhofften/versprachen. Du hast es doch mit Liebe und Überzeugung als First Mover in Trier mit aufgebaut, oder? Siehst Du, so etwas respektiere ich außerordentlich, weit mehr noch als mal bei Mama Blue gewesen zu sein, was mir aber natürlich auch was sagt respektive bedeutet. Aus einem Esel wird kein Araber, und aus einem Araber kein Esel, ganz einfach. 😉

    Und aus mir wird definitiv kein Politiker. „Berufspolitiker“ sind mir generell zuwider, ich kann mir da nicht helfen. Aber wer sonst halt nichts kann … 😉 Mit der Farbe hat das gar zu tun, bin ja noch nichtmal Fußballfan, aber ich mag halt eher bodenständige und ehrliche Leute, wie zum Beispiel Stadler, Biedenkopf, Bosbach, Müntefering und zuweilen gar Gysi, also relativ zum Rest von denen. Und wenn ich eine Grüne noch beisteuern müsste, meine ehemalige Geschichtelehrerin, das gab immer Kämpfe, war aber fair und interessant und aus meiner Warte spricht es für sie, dass sie sich auch nicht aktiv in die Ideologen-Partei einbrachte. 😉

    Weißt Du Magic, es ist etwas gelogen, wenn ich betone nichts von Politik zu verstehen, ehrlicher wäre, dass mich das zunehmend anwidert. Wenn wir D wie ein Haus betrachten, vielleicht etwas wie Bauhaus als einfache Stilvorlage sehen, würde ich eben sagen entrüpelt doch mal die ganze Gesetzeshütte, ihr Messis, damit man wieder weiß woran man ist und frei atmen kann, ohne an dem ganzen Krempel zu ersticken, den kein Mensch braucht.

    Gruß
    Pampa

  12. ?.vielleicht haette auch mal ein sozialdemokrat auf den gedanken kommen koennen ein nicht-waehlerforum zu veranstalten, auch ein hausfrauen-forum haette vielleicht zulauf, …..man koennte es auch mal mit einem oma-sucht-enkel-netzwerk im laendlichen raum versuchen…
    Pampa, wenn du nur weisst, wen du definitiv nicht waehlen willst und warren buffett, charly munger und der alte graham nicht kandidieren, versuch’s einfach mal (wieder) mit der fdp, nicht wegen der „Steuer“,
    sondern wegen der „freiheit“. ?…eine gefaehrdungsanalyse der freiheit in europa ergaebe zur zeit mal wieder einen sehr dringenden
    handlungsbedarf, allenthalben finanzvormundschaften in arbeit, mit besten absichten, wie immer. Allerdings koennte man sehr berechtigt erstmal fragen, wer in der fdp die rolle des intellektuellen anwalts der freiheit uebernehmen kann, da fehlt es an ueberzeugungstaetern.

  13. Immerhin wehren sich die Linken gegen das Grüne Currywurstverbot. Das sei so wenig liberal. Ach ja. U d jetzt werde ich wieder Kommentare Kriegen, dass es gar nicht um ein Fleischverbot gehe, alles ganz freiwillig….aber ich finde, die Aufgabe des Journalisten ist die Zuspitzung, um die Wahrheit hervor zu Kitzeln. Und bei der rotrotgrünen Kumpanei geht es genau darum: Es wird dementiert, was unter der sichtbaren Oberfläche längst läuft. Übrigens finde ich da die Linke sogar ehrlicher. Der Betrug liegt bei der SPD.

  14. …finde, die Neue Mitte wäre die Lösung für die SPD gewesen: Die heute Berufstätigen mit ihren Alltagsnotwendigkeiten. Nur Hartz 4 reicht nicht als Wähler, die Beamten sind ohnehin mehrheitlich Grün

  15. Klingt irgendwie schizo, ghost, „erfuellungsgehilfin“ „hammelherde“,
    Da fragt sich immer deutlichet, aus welchem leder schneidest du eigentlich deine riemen????

  16. RTichy
    Die SPD ist nicht mehr zu retten, jedenfalls nicht mehr für diese Wahlperiode, Steinbrück ist so gut wie weg vom Fenster. Die Obsession, die Macht zu gewinnen und zu halten, hat die SPD zunehmend verbürgerlichen lassen, und zwar kontinuierlich seit den 20iger Jahren. Seit Schröder („die Neue Mitte“) ist sie keine linke Partei mehr, man kann ihn als den Totengräber der alten SPD sehen. Möglich, dass verzweifelt Einsichtige jetzt einen Linksschwenk erwägen und allerlei Allianzen ausleuchten, kommt aber zu spät.
    Die Furcht vor einer „Holland-isierung“ ist nicht unberechtigt. Hollande hat ein doppeltes Problem: Er muss den Finanzmärkten nachgeben und zu Hause den fürsorglichen Sozialisten geben. Mit Merkel droht ähnliches: Dem Volk Tatsachen verschweigen, für den Steuerzahler fatale Entwicklungen verdecken, und weiterhin als Erfüllungsgehilfin der internationalen Finanzinstitutionen funktionieren. Aber ich nehme an, die Hammelherde wird Mutti folgen.

  17. ?…ach uebrigens, hinter allem menschlichen verbirgt sich ueber kurz oder lang irgendeine „tragic“, so ist z.b. der ehrenbuerger unsere stadt g.m. die tage einen tag nach seinem 92. Geburtstag friedlich eingeschlafen. Tragisch. Und doch nach einem erfuellten leben ohne oliven gluecklich und laechelnd. Seine letztes wort sollen auf die frage bier oder cognac bier gewesen sein. Farewell, gottfried.

  18. „Tragisch??“ …weischt du hinfaller, was tragisch ist: imho ist tragisch, wenn einer seinen eigenen weg suchte, ihn gefunden zu haben glaubte und glaubt, ihn heuer allenthalben wie sauerbier anpreist und ihn sich selbst schoenzureden versucht, indem er anderer leute weg mit etiketten wie ‚daemlich“, „kindisch“ belegt.
    Lass es einfach, der du unter dattelpalmen nach olivenoel zu suchen scheinst. Jedem das seine und mur das meiste, beste und ein bisschen poietzlich, ziege charly, mecker, mecker maeh*;*

  19. Sie nennen sich Magic, hoffentlich verbirgt sich dahinter keiner größere Tragic.

    Sie wollen cool sein, Collness ist heutzutage chick, es ist in, sich in den Reigen der grenzenlosen Dämlichkeiten einzuschwingen.

    Sie wissen, was man öffentlich sagen darf und was nicht. Sie wollen hier keine Spielverderber.

    Sie erinnern sich, als Deutschland beim Grand Prix mit „Piep, Piep, Piep, wir haben uns alle lieb,“ vertreten wurde.

    Ich habe keine Angst zu sagen: Das ist peinlich, um nicht zu sagen: Tragisch.

  20. ?..sie nennen sich ’stolperer‘ und sind doch schon laengst gefallen, du verbreitest den looser-dunst mit vorgereckten mittelfinger, wollstest du nicht die faust in den himmel strecken, john carlos hatte 1968 den mut dies zu tun, er schwieg, waehrend du daher meckerst, zicklein, schwatz, schwatz *;*

  21. 1. Die Linke hat es geschafft, dass ihre Vorstellungen bis in die CDU hineindiffundiert sind -> Mindestlohn
    2. Es ist immer wieder ein Vergnügen, wie Gregor Gysi der SPD sozialdemokratische Gesinnung um die Ohren haut.
    3. Ohne die Linke bleibt die SPD die Mehrheitsbeschafferin für CDU Kanzler/innen
    Wann kriegen meine Parteifreunde endlich mit, dass die Partei, die wir erst möglich gemacht haben, Fleisch von unserem Fleische ist.
    Und was machen die Genossen – koalieren mit der CDU. Igitt!

  22. Ich bin ja direkt gespannt, ob Herr Tichy die nötige Härte und Größe hat, diesen Kommentar nicht in der Zensur auszusortieren.
    Bei so viel Qualität oder Nicht-Qualität des Bosses stellt sich natürlich langfristig die Frage, welche Art von Lesern bereit sein wird, dafür zu zahlen oder Werbung anzuklicken. Seien Sie froh, wenn sich manche Werbung wenigstens noch anzeigen lassen! Zum Inhalt muss ich sagen, dass der Text sehr informativ ist, allerdings nur für einen durchschnittlichen Dreizehnjährigen. Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Linke hat es bisher DREI Regierungskoalitionen auf Länderebene mit „Die Linke“ geben, ZWEI davon sind längst beendet. Bei einer Tolerierung ist die Abstimmung gewöhnlich GEHEIM. Ja, nicht alle können zählen. Und wenn Sie endlich realisieren würden, dass die wahrscheinlichsten Koalitionen aller möglichen Koalitionen Schwarz-Grün, Schwarz-Rot, Schwarz-Gelb, Rot-Grün-Rosa und Rot-Grün-Gelb sind, dann wären Sie einen kleinen Schritt weiter. Es bleibt doch die Frage unbeantwortet, ob es überhaupt einen relevanten Unterschied macht, welche Parteien aus dem Einheitsblock aus CDU/CSU/SPD/GRÜN/FDP den Kanzler und die Minister stellen. Ohnehin scheinen doch die Staatssekretäre alles allein zu entscheiden. Im Sinne von Ehrlichkeit und Transparenz wäre es schön, wenn Sie mitteilen würden, wieviel Geld Sie durch Anzeigen beispielsweise der CDU bekommen. Als selbsternanntem Subventionskenner ist Ihnen hoffentlich bewusst, dass ich Sie quersubventioniere über die verfassungswidrige Steuer der Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten. Ein erster Schritt in die Richtung von mehr Qualität und Unabhängigkeit wäre es, wenn Sie Parteien wie die Piratenpartei oder die Alternative mehr beleuchten würden. Die Frage für den Leser ist doch in erster Linie, ob er am 22.09.2013 dem Block (CDU/CSU/SPD/GRÜN/FDP), der gerne Verfassungsbrüche und Gesetzesbrüche begeht, den Freunden des Mauerbaus (Die Linke), der Piratenpartei oder der gänzlich neuen Alternative seine Stimme geben soll.

  23. Sie nennen es Risiko und spielen Kleinkind im Laufstall des Tito-Forums.

    Sie gehen zur Wahl und haben keine.

    Sie nennen es Demokratie und betreiben Farbenspiele.

    Sie lassen sich ausspionieren und kichern dazu.

    Sie haben nichts zu verbergen und deshalb auch nichts zu sagen.

    Sie wollen die Freiheit oder den Sozialismus, oder wie oder was?

    Sie gehen ins Kino und schauen: Dead man walking.

    Allgemeines Gähnen. Verdrossen, sogar die Genossen.

    aus: Deutschland im Jahre 2013 n. Chr.

    – Am Schluß, sie zahlen die Zeche und sind bereit, alles auf Heller und Pfennig zu blechen.

  24. Rot-Rot-Grün wird gemacht wenn das geht. Nach NRW wissen die Wähler wie das läuft. Mit einem deutlichen Wahlergebnis für Schwarz-Gelb werden sie das verhindern.

  25. Magic,

    Risiko haben wir füher auch schon gespielt. Ganz einfache Strategie, besetze Australien, Süd- und Nordamerika, bewache die (wenigen) Einfallspunkte und rüste auf wie ein Irrer. Danach fällst Du in Asien ein, greifst dann Afrika an und zum Schluss greifst Du Europa an. Man muss sie sich nur lange genug bekämpfen lassen an den diversen Fronten. Das mag zwar sehr fies erscheinen, ist aber sehr wirkungsvoll gegen Leute mit Home-Bias. Frage Zamir, spielt sich so ähnlich wie ein Sizilianer, immer beweglich in der Deckung mit der inhärenten Drohung mal brachial zuzuschlagen, was man aber nicht tut, denn die Drohung ist stärker als die Ausführung.

    Sollte jemand die Geduld verlieren und Dich als „mieses Stück Scheiße“ tituliere, bleibe ruhig und fasse das als Kompliment auf. Denn in the end my friend wird es heißen, und sie zählten ihre Lieben und stellten fest, es waren ihnen ein paar weniger geblieben, im Schach wie bei Risiko.

    Zum Thema, die SPD ist doch derart schwach, dass sie kaum noch eine Führungsrolle und schon gar nicht unter Peer übernehmen könnte. Lauter in die Ecke Getriebene. Mir ist das fast einerlei, wer gewinnt, oder ob sie es zusammen machen, ich sehe kaum alternative Angebote zum Einheitsbrei.

    Weiß nicht, wie es Dir abseits der Farben geht, aber ich vermisse politische Urgesteine wie BiBo, FJS, auch Wehner, Genscher, Stoiber, Öttinger, sogar Fischer und Schröder, parteipoltisch bunt, aber eben Leute, die für das eintreten, wofür sie sich zur Wahl stellen.

    Mein absoluter Liebling ist derzeit Bosbach, wenn auch sehr krank, steht der Mann zu seinen Überzeugungen.

    Wen aber werde ich wählen, auch wenn man darüber angeblich nicht spricht? Entweder gar keinen aus dem Einheitsbrei, nicht als Protestwahl, oder aber die Alternative für D. Trotz aller Probleme in Gründung bietet sie mir eine Alternative dazu, von meinem Recht als unbescholtener Bürger Gebrauch zu machen. Rein taktisch würde ich FDP wählen, ist ja nicht schwer zu erraten, aber das war mir bisher zu wenig an Umsetzung

    Zur Wählergruppe politikverdrossen, dazu zähle ich mich, in keiner Weise radikal, weder links noch rechts, aber ich finde kein vernünftiges Angebot.

    So ganz allein werde ich damit nicht sein.

    Denkt mal darüber nach, gebt mir bitte Empfehlungen, auch wenn die eine oder als Familienoberhaupt ein paar Stimmen die Sache nicht „fett“ machen.

    Gruß
    Pampa

  26. Ich hatte vor ca 1 Stunde folgenden Kommentar abgegeben. Ist er nicht angekommen in der Redaktion oder ist diese Meinung eventuell nicht politisch korrekt genug? Hier nochmal mein Kommentar:
    Gott sei Dank hält Peer Steinbrück ein solches Bündnis für unmöglich. Es wäre eine Katastrophe für Deutschland, wenn die Wiedervereinigung dazu führen sollte, dass auf einmal alle Deutschen unter der SED, sorry nein PDS, ach nee „Die Linke“zu leiden hätten. Es wird Zeit, dass in diesem Land mit der roten Diktatur MINDESTENS der Status der Aufarbeitung der braunen Diktatur erreicht wird. Niemand würde in diesem Land eine Partei wählen, die sich nach 1945 von NSDAP in PDN und dann in „Die Rechte“ umbenannt hätte – schon gar nicht, wenn diese Partei mit ehemaligen Mitarbeitern des Reichgerichts, Holocaustleugnern und dem Nationalsozialsmus weiterhin offen frönenden Indivduen bemannt wäre. Auch dann nicht, wenn die nachweislich extrem engstirnigen Vertreter ihrer Zunft auf einmal heuchlerisch von „Vielfalt“ faseln. Es ist ein unfassbarer Vorgang, dass „Die Linke“ überhaupt zu den wählbaren Parteien zählt. Deswegen bin ich ausdrücklich gegen eine Regierungsbeteiligung dieser unmöglichen Partei – und so wie es aussieht, sehen die Entscheider in der SPD das genauso. Die Dementis der SPD sind glaubwürdig und sehr gut.

  27. Gott sei Dank hält Peer Steinbrück ein solches Bündnis für unmöglich. Es wäre eine Katastrophe für Deutschland, wenn die Wiedervereinigung dazu führen sollte, dass auf einmal alle Deutschen unter der SED, sorry nein PDS, ach nee „Die Linke“ zu leiden hätten. Es wird Zeit, dass in diesem Land mit der roten Diktatur MINDESTENS der Status der Aufarbeitung der braunen Diktatur erreicht wird. Niemand würde in diesem Land eine Partei wählen, die sich nach 1945 von NSDAP in PDN und dann in „Die Rechte“ umbenannt hätte – schon gar nicht, wenn diese Partei mit ehemaligen Mitarbeitern des Reichgerichts, Holocaustleugnern und dem Nationalsozialsmus weiterhin offen frönenden Indivduen bemannt wäre. Auch dann nicht, wenn die nachweislich extrem engstirnigen Vertreter ihrer Zunft auf einmal heuchlerisch von „Vielfalt“ faseln. Es ist ein unfassbarer Vorgang, dass „Die Linke“ überhaupt zu den wählbaren Parteien zählt. Deswegen bin ich ausdrücklich gegen eine Regierungsbeteiligung dieser unmöglichen Partei – und so wie es aussieht, sehen die Entscheider in der SPD das genauso. Die Dementis der SPD sind glaubwürdig und sehr gut.

  28. nach all den Erfahrungen mit diesen professionellen Luegner in BERLIN
    kann uns auch DIE LINKE relativ wenig schaden, Programm ist recht gut und die MERKEL interessiert sich sowieso nicht fuer Innenpolitik !

  29. Risiko, hiess das spiel. Als schueler spielten wir es in den raeumen der bahnhofsmussion bis der zug kam und heute spielen es die youngsters im netz und finden es hoechst teizvoll, denn es ist simpel, hat klare freubd-feind-situationen und man kann die ganze welt gewinnen.
    So ist das auch mit rot-rotgruen, simpel, reizvoll und man kann endlich ran an die pfruende der macht.
    Eine gigantische verlockung fuer die jungen stuermer in den rorotgruenen
    trikots.
    1989 meinte manche das denken in kommunistischen plattformen und leben in sozialistischen plattenbautenh9abe sich selbst ad absurdum gefuehrt, dieser ungeist sei besiegt, eine lange phase westlich-abendlaendischer wertschoepfung stehe bevor. Eine truegerische hoffnung wie man heute wissen koennte.
    Die sed-nachfolger , sind mitnuchten in ihren roten socken verstorben, es fanden und finden sich immer wieder nachwachsende traeumer/innen, die den verheissungen dieser erledigt geglaubten irrlehren anhaengen.
    Um auf den kutschbock der polutischen macht zu kommen, ist ihnennjede illusion recht, und die hyper-realisten unter den sozialdemokratischen eliten wollen auch endlich mal wieder ran. Deren rhetorik wird so nebelig verklausuliert, dass eine win-win-option aufscheint, man muss ja schluesslich auch noch fuer den ring der nibelungen-demokraten ohne gruenspan handlungsfaehig bleiben. Handlunfsfaehig, weil wandlungsfaehiz. Na toll. Dazu gibt es eine alternative: das ist die fortsetzung der schwarz-gelben Europa-ist-unsere-zukunft-politik. Ob das manche provinzler wollen oder nicht.*;*

  30. die linke lockt
    und tichy zockt
    im spüler ach so weich
    warum auch nicht
    im karpfenteich

    kein feinedbild nur alterszerr
    und das neue photo
    schüssel meer
    zu verbissen ins pfanderl gschissen
    haferl he
    mog net nee

    die graue maus
    will welches haus
    baldovern
    beim promouschn over the ocean